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Auto-Blog 1998

24.04. 1998

18 Jahr, schwarzes Haar. Und willig endlich Auto fahren zu können. Motorrad macht ja wirklich riesig Spaß, aber ich bin in den letzten Wochen zweimal so nass geworden, dass mir das Regenwasser in den Schuhen schwappte. Jetzt will ich was mit Dach. Und mit Scheibenwischern dran, denn es ist echt ätzend, wenn immer wieder das Visier beschlägt und nichts wirklich hilft. Und bei Platzregen mit offenem Visier fragen ist nicht prickelnd. Eigentlich wollte ich mit dem Autoführerschein noch warten, die Gesichter der Damen vom Büro, wenn ich mit dem Motorrad komme, sind wirklich bemerkenswert. Aber langsam wird es zur Gewohnheit. Nichts neues mehr. Wobei ich es sowieso nicht nachvollziehen kann, was nun so besonderes daran ist, wenn junge Frauen Motorrad fahren. Und ich meine, eine 125er Honda Rebell ist keine Harley sondern eben eine 125er Honda Rebell.

So ein 18. Geburtstag ist praktisch, man bekommt einen Haufen Geld geschenkt. Davon werde ich meinen neuen Führerschein bezahlen.

 

02.09. 1998

Jetzt ist es geschafft. Hat irgendwie länger gedauert als geplant. Theorieprüfung glatt durch. Naja, zwei Jahre Fahrpraxis rechnen sich dann doch. Praxis auch ganz easy. Und ja, ich kann super gut einparken. Vor allem rückwärts. Auch die praktische Fahrprüfung im ersten Anlauf. Ich halte die neue Fahrerlaubnis in den Händen. Jetzt muss ich allerdings mit Brille fahren. Brille unterm Helm? Na danke.

 

03.09. 1998

Haben gestern ordentlich den neuen Führerschein begossen. Mein Papa ist dann heute mit mir Autos gucken gewesen. An seinen Opel lässt er mich nicht ran. Dabei hab ich es doch jetzt offiziell, dass ich es kann.

Sind zu einem Gebrauchtwagenhändler gefahren. Schon allein die bunten Fähnchen haben mir zu denken gegeben. Hab da noch die warnenden Worte meines BGB-Dozenten im Ohr. So bunt wie die Fähnchen so schäbig haben auch die Autos ausgesehen. Haben auf dem Absatz kehrt gemacht. Ich will ein Auto. Keine alte Mähre.

Im Auto hab ich mit dem Papa dann über verschiedene Autokaufvarianten debattiert. Wie sinnvoll ist ein Neuwagen Preisvergleich? Wohl überhaupt nicht. Mein Papa ist der Meinung, das erste Auto sollte ein Gebrauchtwagen sein, das wird sowieso geschrottet. Ich bin völlig entsetzt. Was bitte hat er denn für eine Meinung über meinen Fahrstil? Vor allem, wo er doch gar nicht weiß, wie ich fahre. Ich könnte es ihm ja beweisen, aber er lässt mich ja nicht ran. Sein Opel ist ein Neuwagen gewesen. Vor einiger Zeit. Mein Argument, der wäre ja jetzt gebraucht zieht nicht. Unglaublich. Mein Papa will für mich einen Jahreswagen. Ja klar Papa, ich hab ja auch im Lotto gewonnen. Von meinem Azubi Gehalt wird das wohl nichts. Also bleibt ja nur noch ein Gebrauchtwagenkauf übrig. Aber nicht bei einem Händler mit bunten Fähnchen.

 

Wir waren zuerst bei seinem Opelhändler. Der hat auch immer Autos vor der Tür stehen, die andere Leute in Zahlung gegeben haben. Aber da war nix dabei. Und ich will keine Knutschkugel haben. Wenn ich mich in den Opel Corsa setze, dann muss ich mich bücken, wenn ich rechts um die Kurve will, weil der Spiegel so niedrig hängt. Auch sonst ist der nix in Sachen Beinfreiheit. Jedenfalls nichts für mich und andere Leute ab 1,85m.

Weiter zum VW Händler. Da gab es nur Kombis. Ich will aber keinen Kombi. Ich will Spaß und Jugendlichkeit. Die anderen Modelle waren in meinen Augen überteuert oder zu alt.

Also weiter zum Skoda Autohaus. Ich versteh nicht, wie Leute daran Spaß haben können von Autohaus zu Autohaus zu ziehen und sich Karren anzugucken. Bin voll genervt. Hab auch keine Lust mehr den Skoda Favourit zu testen. Vor allem, weil die Rückbank scheinbar aus einem Holzbrett zu bestehen scheint. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall finde ich es ungemütlich.

Einen Versuch lasse ich noch über mich ergehen. Ein Peugeot Autohaus. Mein Papa pilgert durch die Reihen der Gebrauchtwagen. Ich kicke lustlos Kieselsteine durch die Gegend. Und plötzlich kommt er auf mich zu, und schleppt mich zu einem Fiat Punto. Naja, die Farbe gefällt mir. Weinrot metallic. Funkelt schön. Und ein Viertürer. Passt auch gut. Kann man viele Leute mitnehmen. Vier Jahre alt, knapp hunderttausend Kilometer. Halt mal. Hunderttausend? Ist schon ganz schön heftig, was? Aber der Preis ist der Hammer. Mensch, dass könnte ich sogar von meinen drei Kröten....

Ich möchte eine Probefahrt. Und geh zu langsam von der Kupplung. Der Motor jault. Der Gebrauchtwagenhändler verzieht schon sein Gesicht. Hey, ich übe halt noch mit diesem Auto.

Das witzige am Fiat Punto ist, dass er von außen voll mini ist und von innen ein Raumwunder. Den nehme ich. Der passt. Und vor allem erspar ich mir weiteres Suchen. Im Verkaufsraum lass ich mir alles durchrechnen. Gebrauchtwagenfinanzierung ist ja ne Wissenschaft für sich. Für den Autokauf bräuchte ich einen Ratenkredit. Der Kaufvertrag für das Auto ist schnell ausgestellt. Ich hab mir daheim schon mal einen Musterautokaufvertrag besorgt und weiß worum es geht. Die Finanzierungsfrage bleibt noch offen.

 

08.09. 1998

Heute hab ich das Auto abgeholt. Angemeldet und bezahlt. Ja ja. Bezahlt. Ich bin noch immer von den Socken. Der Papa hat mir das Auto geschenkt. Sachen gibt es. Ob er einen Rabatt für den Autokauf bekommen hat, weiß ich nicht. Ist mir auch fast egal. Ich bin überglücklich und schmeiße ne Runde Pizza.

Bin dann auch gleich ne Ehrenrunde gefahren. Hab das Auto meinen Leuten vorgestellt. Gibt es da nicht so Miesmacher drunter, die ihn schlecht machen wollen. Es gibt da ein paar gemeine Erklärungen für die Abkürzung FIAT. Egal, sind doch alle nur neidisch.

Die Versicherungsfrage ist auch geklärt. Hab jetzt die Haftpflichtversicherung plus eine Teilkasko plus einen Schutzbrief falls ich mal richtig Unsinn mache.

 

12.10. 1998

Der erste Schocker. Die Festsetzung vom Finanzamt ist da. Hätte ich fast vergessen. Jetzt muss ich die Winterreifen verschieben. Wäre sowieso dafür noch recht früh gewesen.

 

06.03. 1999

Bin mit dem Punto gut über dem Winter gekommen. Entgegen der Meinung der Familie. Die haben darauf gewartet, dass er mir wegrostet. Ignoranten.

Die erste große Tour hab ich auch gewagt. Nach Neuruppin. Unterwegs hab ich mir einen Nagel eingefahren. Über Nacht war dann die Luft aus dem Reifen. Ich hatte erst den Hausmeister mit dem Messer im Verdacht, aber mein Bekannter hat den wahren Übeltäter schnell gefunden. Na ganz toll. Und wie wieder zurückkommen? Das defekte Rad geht nicht ab. Da hingen drei Kerle dran. Groß wie Bäume und stark wie Bären. Aber die Muttern haben sich nicht gelöst. Meine letzte Rettung. Papa. Notruf. Er ist 300 Kilometer gefahren um mich abzuholen, mir irgendein Zeug in den Reifen zu pumpen und hat mich in die nächste Werkstatt gelotst. Der Typ da hat einmal angesetzt, da war der Reifen ab. Und im Kofferraum die nächste böse Überraschung. Nix mit Reservereifen. Na gab es nur ein Notrad. Mit dem man auch nur 80 km/h fahren durfte. Na toll. 300 km Autobahn mit einem Notrad. Das Wochenende ist gelaufen.

Sind heil angekommen, nachdem mir zweimal fast jemand draufgefahren ist. Meine nächste gute Tat war ein richtiges Reserverad zu kaufen. Nun geht zwar die Kofferraumabdeckung nicht mehr richtig zu, aber besser als jemanden huckepack zu nehmen.

 

16.04. 1999

Nächste große Tour. Es geht nach Hessen. Über die Berge. Mein Auto ist nicht dafür geschaffen. Während ich sonst auf der Autobahn so manchen Protz abhänge, verreckt mir das Auto am Berg. In dem Fall sind 55 PS doch zu wenig. Hab das Auto ganz schön gequält. Und sind auch wirklich angekommen. Ohne Probleme.

Die Rücktour dann im Stau gestanden. Plötzlich hämmert einer gegen meine Scheibe. Meine Bremslichter funktionieren nicht. Perfektes Timing. Habe mit der Faust drauf gehauen. Da ging es wieder. Heißt aber in den nächsten Tagen ab in die Werkstatt.

 

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