Kinderkrankheiten
Spätestens wenn man eigene Kinder bekommt, muss man sich mit dem Thema Kinderkrankheit auseinandersetzen. Es gibt eine Vielzahl an Büchern über Kinderkrankheiten ,oft auch schon erhältlich als CD, auf denen man genauso gut alles nachlesen kann . Hervorragende Dienste leistete mir dabei das Lexikon „das große Buch der Kinderkrankheiten“ von Dr. Miriam Stoppard, ein sehr guter Ratgeber und Nachschlagewerk für Mütter und Väter. Von A bis Z findet man in diesem Buch viele Informationen über die häufigsten Kinderkrankheiten. Im Großen und Ganzen unterscheidet man bei Kinderkrankheiten zwischen akuten und chronischen Erkrankungen. Zu den akuten Kinderkrankheiten zählen zum Beispiel Masern, Mumps, Röteln, Scharlach, Windpocken, Erkältungskrankheiten, Fieber, Durchfall oder Erbrechen. Zu den chronischen Erkrankungen zählen zum Beispiel Neurodermitis, Allergien, oder auch Asthma, wobei es auch hier wiederum zu akuten Ausbrüchen kommen kann. An erster Stelle, um eine Diagnose stellen zu können, stehen meist die Symptome, die man als verantwortungsvolle Eltern und Betreuungspersonen wahrnehmen sollte, um schnell reagieren zu können. Oft ist der Gang zu einen Kinderarzt unerlässlich , lieber einmal zuviel als zuwenig dorthin gehen! Besonders, wenn Zweifel über die Art und Schwere der Erkrankung bestehen, muss ein gut ausgebildeter Arzt zu Rate gezogen werden. Nun zu den fiebrigen Infektionskrankheiten im Einzelnen , ich erläuterte jeweils eine kurze Definition.
Masern:
Die Inkubationszeit
ist etwa 7 bis 14 Tage (also die Zeit vom Anstecken der Krankheit bis
zum Ausbruch). Erste
Anzeichen sind Schnupfen, trockener
Husten, Kopfweh und Fieber bis zu 40°c und weiße Pusteln im Mund und auf den Wangenschleimhäuten.
Auch können die Augen gerötet sein und Schmerzen. Diesen Symptomen
folgt ein bräunlich – roter Ausschlag, hinter den Ohren beginnend
und auf Kopf und Rumpf übergehend. Als
mögliche Komplikation kann es in seltenen Fällen zu Lungenentzündungen
und Gehirnentzündungen kommen. Vorbeugend
kann man eine Schutzimpfung durchführen lassen, der
Schutz der Impfung hält lebenslänglich.
Mumps: Wird auch Ziegenpeter genannt. Die Inkubationszeit ist etwa 17 bis 28 Tage. Die Symptome sind Schwellung und Schmerzen der Lymphknoten unter dem Kinn und den Ohren, es kommt zu Schmerzen beim Schlucken, trockener Hals, Fieber und Kopfschmerzen. Außerdem können bei Jungen die Hoden geschwollen sein, bei Mädchen kann es zu Unterleibsschmerzen kommen. In seltenen Fällen kann es zu Gehirnentzündungen und Hirnhautentzündungen kommen ,auch kann in schweren Fällen das Gehör geschädigt werden. Erkrankt eine Frau in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft, kann das zu einer Fehlgeburt führen. Nach Durchleben der Krankheit besteht gewöhnlich eine lebenslange Immunisierung. Eine vorbeugende Impfung wird dringend empfohlen.
Röteln: Die Inkubationszeit ist etwa 14 bis 21 Tage. Die Symptome sind leicht erhöhte Temperatur , ein blass rosa oder auch roter Ausschlag, beginnend hinter den Ohren und auf der Stirn, dann auf den restlichen Körper übergreifend. Auch kommt es zu geschwollenen Lymphdrüsen im Nacken und am Hals. Es kann Komplikationen geben, wenn man schwanger ist, dabei kann es zu Missbildungen des Fetus kommen. Besonders Für Mädchen wird deshalb eine Impfung gegen Röteln dringend empfohlen , um eben solche Erkrankungen des ungeborenen Lebens zu verhindern. Bei den drei oben genannten Kinderkrankheiten gibt es Kombinationsimpfungen ( Masern-Mumps- Röteln, auch MMR genannt ),die in der Regel gut verträglich sind und , nach einer Auffrischung in einem bestimmten Zeitrahmen, meist einen lebenslangen Schutz bieten.
Scharlach: Die Inkubationszeit ist etwa 1 bis 5 Tage. Es kommt zu Halsschmerzen, entzündeten Mandeln, Fieber bis zu 40°C, Erbrechen, Leibschmerzen , Ausschlag aus kleinen Flecken, der auf der Brust und am Hals beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet, außerdem kommt es zu erdbeerroten Flecken auf der pelzigen Zunge. Es kommt selten zu Komplikationen, obwohl Scharlach eine Entzündung der Nieren oder der Gelenke hervorrufen kann. Meist wird ein Antibiotika verschrieben, so dass man nach etwas 2 Tagen nicht mehr ansteckend ist für andere. Eine vorbeugende Impfung ist nicht möglich.
Windpocken: Die Inkubationszeit ist etwa 7 bis 21 Tage. Als Symptome treten Häufungen von Pickelchen auf, die sich schnell zu stark juckenden Pusteln entwickeln. Die Pusteln treten alle drei bis vier Tage stellenweise zunächst auf dem Körper auf und greifen dann schnell auf Gesicht, Arme und Beine über. Die Pusteln sind in der Regel von Kopfschmerzen und Fieber begleitet. In seltenen Fällen können Windpocken zu Gehirnentzündungen führen. Mittlerweile ist auch eine Impfung möglich, die besonders bei Kindern empfohlen wird, die an Hauterkrankungen leiden, da es zu erheblichen Verschlimmerung der Hautkrankheit führen kann (Beispiel Neurodermitis, im Internet kann man sich Bilder von Betroffenen anschauen).
Keuchhusten: Die Inkubationszeit ist etwa 5 bis 14 Tage. Als Symptome treten leichtes Fieber, Schnupfen und schwacher Husten auf, der sich zu einem krampfhaften Husten mit keuchender Atmung entwickeln kann. Auch Leib- und Gliederschmerzen können auftreten sowie Erbrechen nach einen Hustenanfall und Schlaflosigkeit, ebenfalls wegen dem Husten. Besonders gefährlich kann der Keuchhusten für Babys unter 12 Monaten sein, da sie eventuell bei einem Keuchhustenanfall nicht richtig in der Lage sind, noch genügend Luft in ihre Lunge zu bekommen während eines Hustenanfalls. Ausgelöst wird der Keuchhusten durch ein Bakterium. Die Hustenphase kann bis zu 10 Tage dauern, Folgeerkrankungen wie Lungenentzündungen oder Bronchitis sind möglich. Es ist ratsam, den Keuchhusten mit Antibiotika rechtzeitig zu behandeln , ein Arztbesuch ist unerlässlich. Keuchhusten ist ansteckend und eine sehr gefährliche Erkrankung, die unbedingt so schnell wie möglich behandelt werden sollte!
Besonders
häufig treten bei Kindern und Säuglingen solche
Erkrankungen wie Erkältungen, Durchfall und Erbrechen auf. Oft
sind die Ursachen oder der Auslöser dafür unbekannt, zum Teil
liegt es sicherlich am mangelnden Abwehrsystem kleiner Kinder. Das Abwehrsystem
wird durch langes Stillen hervorragend unterstützt. Trotzdem kommt
es immer wieder mal zu diesen Erkrankungen. Auch Wundsein, also ein wunder
Popo bei Windelkindern, ist recht häufig, besonders beim Zahnen
haben meine eigenen Kinder den oft gehabt. Erkältungen werden
durch Viren verschiedenster Art verursacht,
das Virus tritt dabei über die
Atemwege in den Körper ein und
es kommt zu einer Entzündung der Atemwege .Bemerkbar macht sich
eine Erkältung durch eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen,
erhöhte Temperatur, Husten und durch Schmerzen im Hals und in den
Gliedern. Auch Reizbarkeit tritt oft im Rahmen einer Erkältung auf. Wirklich
ernst ist eine Erkältung normalerweise nicht, aber da
die Abwehrkräfte geschwächt sind, kann es zu Komplikationen
wie Bronchitis oder Lungenentzündungen kommen. Kleine Babys
haben oft Probleme, dann durch eine verstopfte Nase noch Luft zu
bekommen. Das Abwehrsystem braucht bis zu zehn Tage, um den Virus
zu besiegen. Durchfall
kann auch viel Ursachen haben, in manchen Fällen geht
es dem Kind ansonsten gut, es könnte dann sein dass lebensmittel
gegessen wurden, die den Stuhl einfach dünner machen als sonst. Aber
auch Lebensmittelvergiftungen oder eine sogenannte „Darmgrippe“ kann
zu Durchfall führen, genauso wie Stress in der Schule . Ebenso
können gefährliche Erkrankungen wie eine Blinddarmentzündungen
oder eine Zöliakalie Durchfall auslösen. Auch Würmer verschiedener
Art, die den Darm oder den Körper besiedeln, können Durchfall
hervorrufen. Es
ist also in jedem Fall ratsam, genau herauszufinden, warum ein Kind
an Durchfall leidet. Auch die Schwere ist entscheidend, da bei starken
wässrigen
Durchfall es schnell zur Dehydrierung des Körpers
führen kann, also ein austrocknen des Körpers. das kann, besonders
für Säuglingen und Kleinkindern, lebensgefährlich
sein! Man
spricht von Durchfall, wenn jemand über 6 Stunden an sehr flüssigen
und häufigen Stuhl leidet. Ganz
gefährlich wird es, wenn zu dem Durchfall auch noch Erbrechen
auftritt, insbesondere kleine Kinder dehydrieren dann sehr schnell, in
manchen Fällen müssen die Kinder sogar stationär im Krankenhaus
aufgenommen werden, um dort Infusionen zu erhalten. Diese verhindern
eine weitere Entwässerung des Körpers. Es
gibt noch eine Vielzahl weiterer Kinderkrankheiten, dieses ist nur
ein grober Überblick. Grundsätzlich
sollte man alle Symptome genau prüfen,
im Zweifelsfall den Kinderarzt, kontaktieren. Kranke
Kinder benötigen immer eine Extra Portion Pflege und Zuneigung,
damit sie schneller und besser genesen können. Auch ist es in vielen
Fällen ratsam, zu Medikamenten zu greifen, bei Unklarheiten natürlich
mit dem Kinderarzt absprechen, die sich auf die Behandlung von
Kinderkrankheiten spezialisiert haben.
Manche leichten Erkrankungen kann man auch natürlich behandeln, Omas Hausmittelchen leisten auch heutzutage noch sehr gute Dienste. Es muss also nicht immer gleich die chemische Keule sein, allerdings sind Medikamente, die der Kinderarzt verschreibt, in manchen Fällen unumgänglich, um schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden! Für manche Kinderkrankheiten braucht man ein Attest vom Arzt, der bestätigt, dass das Kind wieder gesund ist und somit am Gemeinschaftsleben wie in Kindergärten oder Schulen wieder gefahrlos teilnehmen kann. Im Internet gibt außerdem es die Möglichkeit, sich in einem Forum über Kinderkrankheiten zu informieren. Dies sollte aber nie ein Ersatz für den Besuch beim Kinderarzt sein, wenn Zweifel bestehen! Aber je besser man informiert ist, desto besser kann man eventuelle Gefahren oder Risiken erkennen , Krankheiten und auch manches langwieriges Leid vorbeugen. |
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