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Geburtsbericht und Babytagebuch von Nils-David

 

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Geburtsbericht und Babytagebuch von Nils David

Geburtsbericht Nils-David

Am Dienstag, dem 3. Juli 2007 bekam ich abends leichte Bauchschmerzen. Schon öfter hatte ich solche Vorwehen gehabt und dachte mir nicht viel dabei. Der Entbindungstermin unseres Sohnes war für den 15. Juli berechnet worden, also hatten wir noch eine Menge Zeit und ich beachtete die Bauchschmerzen nicht weiter.

Rückblickend kann ich sagen, mir hätten genügend Anzeichen auffallen müssen, dass es Wehen sein könnten, aber ich habe sie nicht sehen wollen: Ich hatte den ganzen Tag über schon viel Energie darauf verwendet, Dinge zu erledigen, die ich schon lange vor mir hergeschoben hatte. Als hätte ich im unbewusst noch schnell alles Offene abschließen wollen: längst fällige E-Mails schreiben, ungeliebte Sachen im Haushalt erledigen. Der sogenannte „Nestbau-Trieb“ hatte mich nicht verschont. Außerdem bekam ich abends und nachts auch noch Durchfall, was ja ein Zeichen für Gebärmutterkontraktionen ist! Aber wie gesagt, ich ignorierte das alles.

In der Nacht wachte ich mehrmals auf, immer wieder hatte ich dieses Ziehen im Bauch, aber es war nicht regelmäßig. Eher war es ständig präsent, was mich etwas irritierte. Kurz dachte ich daran, meinen Mann in der Nachtschicht anzurufen, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass dies Geburtswehen sein sollten und verwarf den Gedanken wieder.

Gegen 5 Uhr morgens wachte ich endgültig auf und hatte immer noch Bauchweh und Durchfall. Mein Mann würde gegen 7 Uhr von der Nachtschicht heimkommen und ich beschloss, ihn doch schon einmal anzurufen, nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass es „ernst“ würde. Im Gegensatz zu mir konnte sich mein Mann schon gut vorstellen, dass es soweit sein könnte und sagte mir das auch. Die Wehen kamen jetzt auch in relativ regelmäßigen Abständen von etwas 6-7 Minuten, waren aber vom Schmerz her noch gut zu ertragen.

Nach dem Telefonat legte ich mich erst einmal auf unsere Couch und überlegte, was jetzt eigentlich zu tun sei.

Bisher hatte ich es einfach nicht wahrhaben wollen, dass das echte Wehen sein könnten, denn ich war noch gar nicht darauf vorbereitet: In unserem Haus gab es noch einige Dinge zu erledigen, die mein Mann jetzt erst noch in den letzten Tagen vorm Geburtstermin machen wollte. Ich hatte noch keine Babysachen sortiert, weil das Babyzimmer eben noch nicht fertig war und meine Kliniktasche war auch noch nicht gepackt. Die Nachbarn, die unseren zweijährigen Sohn Steven während der Geburt betreuen wollten, waren noch im Urlaub und kamen erst heute Abend wieder. Mein Mann war zur Nachtschicht und würde extrem übermüdet heimkommen, kein guter Zeitpunkt für eine Fahrt in die Klinik. Auf einen Namen für das Baby hatten wir uns auch noch nicht geeinigt. Außerdem hatte ich mir für die letzten Tage vor der Geburt noch einige Dinge vorgenommen, die ich später nicht mehr machen konnte. Und einen Zahnarzttermin hatte ich morgen außerdem noch... dieser Tag passte absolut nicht für eine Geburt!

Als mein Mann heimkam, schickte ich ihn erst einmal ins Bett, damit er noch eine Weile ausruhen konnte. Danach rief ich meine Hebamme an und fragte sie, was ich tun sollte. Sie sagte, bei Wehenabständen von 8-10 Minuten sollten wir doch lieber in die Klinik fahren. Nun ja, meine Abstände waren schon bei 5-6 Minuten. Im Zweifelsfall sollte ich erst noch einmal in die Badewanne steigen, denn „unechte“ Wehen hören ja dann wieder auf.

Inzwischen war unser Sohn auch aufgewacht und ich musste meinen Mann wieder wecken, damit er sich um Steven kümmert, während ich in die Wanne gehe. Mein Mann schrieb die Wehenabstände dann auf und wir stellten fest, dass es nun schon 4 Minuten waren und ich ließ das Baden besser sein. Lieber packte ich die Tasche für die Klinik.

Die nächsten 1 ½ Stunden verliefen sehr chaotisch, denn unser Steven wollte sich ausgerechnet an diesem Tag nur von mir wickeln, füttern etc. lassen. Und so schaute ich, während ich die Tasche packte, mit Steven Bilderbücher an, zog ihn um, suchte sein Spielzeug heraus und veratmete zwischendurch immer die inzwischen schon recht schmerzhaften Wehen.

Als ich im Bad stand und meine Zahnbürste etc. einpackte, kam mein Mann herein und sagte, er habe sich auf der Heimfahrt überlegt, dass unser Sohn ja Nils heißen könnte. (wir wollten ja einen Doppelnamen und jeder von uns sollte einen Namen heraussuchen. Mein Vorschlag war David, mein Mann hatte sich bisher noch nicht geäußert) Immerhin war jetzt das Namensproblem gelöst.

Gegen 9:45 Uhr waren wir dann endlich startklar und verließen das Haus.

Unglücklicherweise hatten wir den Kindersitz in meinem Auto eingebaut, einem Kleinwagen. Und das auch noch hinter dem Beifahrersitz, so dass dieser nicht weit hintergeschoben werden konnte. Und zum Umbau in den größeren Wagen meines Mannes fehlten nun die Zeit und Nerven. So hockte ich total eingeengt auf dem Beifahrersitz und versuchte, mit meinen Wehen in dieser Sitzposition irgendwie zurechtzukommen. Bis zum Krankenhaus waren es ca. 17 Minuten Fahrt, in der Zeit hatte ich 4 Wehen. Unterwegs habe ich dann endlich auch realisiert, dass unser Söhnchen definitiv heute zur Welt kommen würde, dass die Wehen 100%ig „echt“ waren und es kein Zurück gab.

Natürlich bekamen wir direkt vor der Klinik keinen Parkplatz und ich musste noch mehrere hundert Meter bis dahin laufen, was mir nicht sehr leicht fiel. Noch dazu ging der Weg an einer sehr befahrenen Ampelkreuzung vorbei und ich war für die vorbeikommenden Autofahrer sicher ein befremdlicher Anblick, wie ich mich mit schmerzverzerrter Mine, immer wieder stehenbleibend, dort entlang quälte.

Endlich waren wir am Kreißsaal angekommen und auf unser Klingeln öffnete eine Hebamme. Ich erkannte sie sofort wieder: es war die selbe, die uns auch bei Stevens Geburt in Empfang genommen hatte. Und ich hatte sie in keiner sehr guten Erinnerung, da ich mir damals, mit meinen noch nicht effektiven Wehen, nicht ernst genommen vorkam.

Und auch diesmal war die hebamme nicht allzu freundlich, sagte gleich dass „das Kind (Steven) doch nicht etwa hierbleiben soll“ und wir „es doch hoffentlich wegbringen“ werden.

Außerdem waren beide Kreißsäle belegt und die Hebamme schien im Stress zu sein. Sie untersuchte mich dann zuerst einmal und stellte fest, dass der Muttermund schon 2 cm geöffnet war, was mich sehr freute. Als ich die positive Nachricht meinem Mann im Nebenzimmer überbringen wollte, stolperte ich und verknackste mir ordentlich den linken Knöchel. Eine Ärztin untersuchte ihn gleich im Anschluss und fragte mich intelligenterweise ausgerechnet während einer Wehe, ob und wo es schmerzt. Natürlich habe ich dort keinen Schmerz gespürt, weil es woanders viel mehr wehtat. Erst Stunden später habe ich bemerkt, wie blau und geschwollen der Knöchel mittlerweile war und dass er doch ziemlich schmerzt.

Ich wurde nun auch endlich ans CTG angeschlossen und konnte die Herztöne des Babys hören und meine Wehen nun auch schwarz auf weiß auf dem Wehenschreiber ablesen. Sie kamen nun wieder einmal alle 4 Minuten und sahen auf dem Papier wohl nicht sehr beeindruckend aus, denn die Hebamme sagte, dass sich im Moment nicht viel tun würde. Dann gab sie mir den Not-Knopf für alle Fälle und verließ uns erst einmal.

Wenig später kam eine sehr nette Ärztin für eine weitere Untersuchung herein und danach blieben mein Mann, Steven und ich längere Zeit allein im dem Wehenzimmer.

Es war eine etwas trostlose Situation: mein Mann saß todmüde auf der Couch und schlief immer wieder kurz ein, Steven war quengelig weil er stillsitzen sollte und sich langweilte. Und ich lag am CTG, betrachtete meine angeblich nicht sehr effektiven Wehen auf dem Papier und gab mir Mühe, mich dabei zu entspannen und zu konzentrieren. Das ging aber nicht besonders gut, weil ich einerseits doch starke Schmerzen hatte und andererseits versuchte, Steven etwas abzulenken und mich um ihn zu kümmern.

Als Steven dann von der Fensterbank versehentlich eine Lampe herunterwarf und die in Scherben zersprang, reichte es mir. Ich bat meinen Mann, mit Steven heimzufahren, weil ich mich so einfach nicht auf meine Wehen konzentrieren konnte und Steven mir auch leid tat.

Als die beiden dann gingen, brach ich erst einmal in Tränen aus, ich weiß nicht recht wieso. Ich fühlte mich so allein gelassen und mir tat es leid, dass ich die beiden weggeschickt hatte, denn mein Mann war schon etwas enttäuscht deswegen.

Die Hebamme kam kurz herein und untersuchte mich noch einmal. Mein Muttermund öffnete sich jetzt während der Wehen schon auf 4 cm und die Hebamme machte mir Mut, dass es mit ein paar „guten Wehen“ schon recht schnell gehen könnte. Aber momentan sei der Muttermund noch ziemlich fest, also musste ich noch etwas Geduld haben! Die Hebamme war jetzt auch etwas freundlicher, ermutigte mich wegen dem Weggang meines Mannes: „Den Rest schaffen Sie auch allein!“. Ich beichtete noch schnell das Missgeschick mit der kaputten Lampe, aber die Hebamme war zum Glück nicht sauer deswegen. Sie wies mich dann noch einmal auf den Not-Knopf hin, den ich drücken sollte falls ich sie brauche und verließ mich wieder, weil sie noch andere Schwangere zu betreuen hatte.

Als ich wieder allein war, fand ich schnell eine innere Ruhe. Die Wehen kamen und gingen und ich konzentrierte mich darauf, was ich im Geburtsvorbereitungskurs gelernt hatte: Die Wehe kommen lassen, tief einatmen, langsam ausatmen und sich dabei entspannen. Und immer daran denken, dass die Wehe mich auf meinem Weg zum Baby weiterbringt und nie mehr wiederkommt.

Das klappte erstaunlicherweise ganz gut und ich kam mit den immer stärker werdenden Schmerzen relativ gut zurecht. Ich freute mich innerlich auf die Wehenpausen, in denen ich wieder etwas Kraft und Ruhe tanken wollte.

Aber ich wunderte mich etwas, weil die Wehenpausen mir plötzlich so kurz vorkamen. Eben waren es doch noch fast vier Minuten gewesen, das konnte jetzt aber nicht mehr sein, es waren sicher auch keine zwei Minuten mehr!

Ich lag noch nicht lang allein hier und plötzlich jagte eine Wehe die andere, ich hatte kaum noch Pausen dazwischen. Sie waren wirklich heftig und ich sah plötzlich vor meinem „geistigen Auge“, wie die Fruchtblase nach außen drängte, wie sich der Kopf des Babys immer weiter nach unten schob. Und ich spürte es ganz gewaltig und schmerzhaft!

Plötzlich bekam ich so etwas wie Panik, denn die Presswehen schienen sich jetzt ankündigen. Und ich hatte noch meine Jeanshose an, die musste ich doch so schnell wie möglich ausziehen weil das Baby kam! Und wusste nicht, wie ich das allein schaffen sollte!

Ich drückte den Not-Knopf immer und immer wieder und ich glaube, ich habe auch mächtig herumgestöhnt. Die Hebamme kam herein und eilte gleich wieder raus, als sie mich so sah.

Nach kurzer Zeit kam sie wieder, half mir vom Bett hoch, hakte mich unter und schleppte mich irgendwie in den Kreißsaal hinüber, den sie schnell für mich hatte räumen lassen.

Dann ging alles ganz schnell. Die Hebamme zerrte mir die Jeans herunter, die nette Ärztin von vorhin kam herein, half mir mit der Hebamme auf das Kreißbett. Die Fruchtblase platze, es wurde schnell eine Unterlage druntergeschoben. Als die Ärztin das CTG anschließen wollte, sagte die Hebamme, das sich das jetzt nicht mehr lohnt. Ich hatte eine oder zwei Presswehen, dann schaute wohl schon das Köpfchen heraus. Ich sollte dann erst einmal nicht mehr pressen, aber ich konnte nicht, der Drang war unglaublich stark. Noch eine Wehe und der Kopf war draußen und mit der nächsten Wehe war der ganze kleine Körper geboren.

Da lag nun das kleine bläulich-rosa Wesen vor mir zwischen meinen Beinen. Die Nabelschnur verband uns noch und die Hebamme fragte, ob ich unseren Sohn abnabeln wollte. Aber das wollte ich nicht und lehnte mich erst einmal zurück, um etwas auszuruhen.

Es war nun 11:55 Uhr, seit unserer Ankunft in der Klinik waren nur ca. zwei Stunden vergangen.

Kurze Zeit später bekam ich unser kleines Söhnchen auf den Bauch gelegt. Ich konnte es noch immer nicht glauben, dass er tatsächlich schon geboren war. Er war ganz warm und so winzig und ich sah ihn mir staunend an.

Die Hebamme fragte mich, wie der Kleine denn heißen sollte. Weil mein Mann nicht bei der Geburt dabei sein konnte, gab ich Nils als Rufnamen an, David als Zweitnamen. Quasi als kleine „Entschädigung“.

Wenig später wurde auch die Plazenta geboren, alles war ohne Komplikationen verlaufen.

Nils war 52 cm groß und 3010 Gramm schwer und laut APGAR-Test völlig in Ordnung. Die Hebamme sagte noch, der Kleine hatte die Nabelschnur einmal um den Hals, aber nur locker. Zum Glück hatten wir das CTG nicht mehr anschließen können, denn sonst wären evtl. die Herztöne unseres Sohnes auffällig gewesen und hätten uns einen Schrecken eingejagt.

Außerdem war bei Nils kaum noch Käseschmiere auf der Haut, was nur bei reifen Neugeborenen der Fall ist. Also war unser Sohn nicht 11 Tage zu früh geboren worden sondern meine Frauenärztin hatte den Entbindungstermin nicht richtig berechnet.

Ich durfte aus dem Kreißsaal noch meinen Mann anrufen und ihm die gute Nachricht mitteilen. Er war natürlich ein wenig enttäuscht, dass er nicht bei der Geburt dabei sein konnte. Wäre er noch eine Stunde länger in der Klinik geblieben, hätte er es ja noch miterlebt. Aber vielleicht wäre es dann auch nicht so schnell mit der Geburt gegangen, denn ich konnte ja erst richtig „loslassen“, als ich allein war.

Für zwei Stunden blieb ich noch im Kreißsaal, Nils wurde angezogen und mir dann wieder in mein Bett gegeben. Ich nahm ihn vorsichtig in meinen Arm, sah ihn an und versuchte, ihn schon ein wenig kennenzulernen. Ich probierte auch, ihn einmal anzulegen und tatsächlich klappte das Stillen sofort, Nils wusste genau, wie man das macht. Die Hebamme machte auch noch ein Foto von uns, wir unterhielten uns ein wenig und es war eine herrlich gelöste Stimmung, die ich genießen und in der ich mich erholen konnte. Dann wurden wir in Bett aus dem Kreißsaal heraus und in unser Krankenzimmer geschoben.

Für Nils war es das erste Mal, dass er diesen Raum verließ und der Start in ein ungewisses und hoffentlich wunderschönes Leben.

 

Mittwoch, 11.07.2007

 

Heute vor einer Woche ist unser kleiner Nils David geboren worden. Er kam relativ schnell und komplikationslos zur Welt, war 52 cm groß und wog 3010 Gramm. Als ich das kleine, rosabläuliche Wesen mit den dunklen Haaren auf dem Bauch liegen hatte, konnte ich es noch gar nicht recht glauben. Es ging alles so schnell und nun war unser zweiter Sohn plötzlich da, der unser Leben erneut auf den Kopf stellen würde. Den APGAR-Test bestand Nils mit Bravour:10/10/10 und auch bei der U2 war alles in Ordnung. Das Stillen klappte auf Anhieb, Nils war anfangs ein ganz ruhiges zufriedenes Baby. Mittlerweile möchte der Kleine aber sehr oft gestillt werden oder einfach nur nuckeln, so dass es Schwierigkeiten gibt, ihn einfach in sein Bettchen zu legen. Er protestiert dann und will wieder hochgenommen werden. Die Nächte sind auch noch nicht sehr ruhig, Nils will nachts noch mehrmals trinken. Und leider kommt sein „Bäuerchen“ meistens erst sehr spät, so dass ich ewig darauf warten muss. Oder es stößt Nils im Schlaf noch mehrmals auf und ich muss ihn oft wieder aus dem Bettchen nehmen, bis er sich wieder beruhigt hat.

 

Donnerstag, 12.07.2007

 

Nils scheint ziemlich sensibel zu sein, denn beim Wickeln wenn er ausgezogen wird, weint er häufig. Aber das ist schon weniger geworden, anfangs hat er bei jedem Wickeln geweint. Er tut mir dann immer Leid, es ist ein so rührender Anblick, wie der kleine Kerl weinend und zitternd daliegt. Wenn ich Nils so anschaue, mit seinen kleinen Ärmchen, bei denen der Oberarm so lang ist wie mein Zeigefinger und die winzigen Händchen, an denen doch jeder kleine Fingernagel dran ist, ist das schon ein richtiges Wunder! Überhaupt ist unser Söhnchen ein besonderer Anblick, denn er hat nicht die typische Baby-Stupsnase, sondern eine ziemlich gerade, erwachsen wirkende Nase mit auf den Weg bekommen. Die hat er wohl von seinem Papa geerbt. Anfangs habe ich mich daran etwas gewöhnen müssen. Aber natürlich gefällt mir mein kleiner Schatz trotzdem sehr gut und wenn er manchmal etwas trotzig dreinschaut, ist das eher liebenswert anzusehen. Was etwas schade ist, sind die „Storchenbisse“ in seinem Gesicht um die Nase herum und am Auge. Die bleiben ja noch ein Weilchen und verblassen erst im laufe der Zeit, wie der Kinderarzt sagte. Aber Hauptsache, sie gehen überhaupt einmal weg! Ich sehe sie eigentlich gar nicht mehr, nur auf den Babyfotos fallen sie mir immer wieder auf.

 

Dienstag, 17.07.2007

 

Nils hat immer noch einen Riesen-Appetit und trinkt oft und viel. Tagsüber habe ich oft nicht genug Ruhe, ihn ausgiebig genug zu stillen, weil unser „Großer“ zweijähriger Steven ja auch noch viel Zuwendung braucht und seine Mama nicht immer mit dem Brüderchen teilen will. Dann ist Nils natürlich unzufrieden und quengelt ein wenig herum. Er ist ja erst zwei Wochen alt und macht im Moment nicht viel anderes als schlafen, trinken, weinen und, wenn er einmal richtig wach ist, mit seinen graublauen Augen staunend in die Runde gucken. Ich freue mich schon darauf, wenn Nils dann mehr von seiner Umgebung mitbekommt und man schon ein wenig mit ihm spielen kann. Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Heute habe ich ihn das erste Mal gebadet, aber das war ihm wohl nicht ganz geheuer, denn er hat dann angefangen zu weinen.

 

Mittwoch, 18.07.2007

 

Heute sind wir das erste Mal mit dem Kinderwagen spazieren gewesen. Ich glaube, das hat Nils gut gefallen, denn sobald er drin lag, war er schon eingeschlafen und ist die ganze Zeit auch nicht aufgewacht. Zur Zeit ist das Wetter hier sehr heiß, deswegen kann man tagsüber meistens gar nicht rausgehen, da hatten wir heut Vormittag einmal Glück, weil die Sonne nicht schien. Es ist zur Zeit sehr anstrengend, Nils abends ins Bett zu bringen. Ich fange gegen 20 Uhr an und gegen 22 Uhr schläft er endlich, wenn ich Glück habe. Ich glaube, Nils hat Angst vorm Alleinsein. Sobald ich ihn in sein Bettchen lege, fängt er zu weinen an und es klappt nur, wenn ich ihn in meinem Bett stille und dann liegen lasse, wenn er eingeschlafen ist. Gut, er ist ja erst zwei Wochen, aber auf Dauer möchte ich das nicht machen. Bei Steven hatte ich noch die Zeit und Ruhe dazu, aber bei zwei Kindern ist das nicht mehr machbar.

 

Donnerstag, 19.07.2007

 

Ich war heute mit Nils das erste Mal allein mit dem Auto zum Einkaufen unterwegs. Er lag in seiner Babyschale auf dem Beifahrersitz und ich muss sagen, ich habe die Handgriffe zum Befestigen seit Steven darin lag noch nicht wieder verlernt. Ich hatte noch die richtige Routine, auch beim Babyschale in den Einkaufswagen heben, als hätte ich das alles erst vor ein paar Tagen das letzte Mal gemacht. Nils hat nur auf der Heimfahrt ein wenig herumgequengelt, ansonsten hat er den kompletten Einkauf verschlafen. Das abendliche Ins-Bett-Bringen war auch heute wieder ziemlich anstrengend, Nils will am liebsten ständig gestillt werden. Zwischendurch stößt er immer wieder auf und ich muss ihn hochnehmen damit er sich nicht vollspuckt. Er gibt dann immer ganz jämmerlich gepresst klingende Laute von sich. Und hinterher will er schon wieder stillen.

 

Samstag, 21.07.2007

 

Gestern hatten wir Nils mit auf dem Sommerfest von der Firma, für die ich arbeite. Wieder hat Nils die ganze Zeit geschlafen, ich musste ihn nur ein mal stillen. Es ging eigentlich ziemlich laut dort zu und es gab auch ein Gewitter, während dessen wir in einem Festzelt saßen und der Lärm des Donners wirklich gewaltig war. Nils hat es nicht beim schlafen gestört! Nachts ist es etwas besser geworden, ich erkenne jetzt meistens am Weinen und Verhalten von Nils, ob er Hunger hat oder ob er ein „Bäuerchen“ machen muss und kann besser auf seine Bedürfnisse eingehen. Es fehlt mir zwar immer noch am Schlaf, aber ich bin doch etwas entspannter, wenn ich weiß was Nils will. Ich muss ihn jetzt auch nicht mehr nachts wickeln, es reicht von ca. 20 Uhr bis 6 Uhr eine Windel, wenn ich Glück habe. So wird Nils nachts nicht mehr ganz so munter und schläft schneller wieder ein. Heute beim Spazierengehen ist Nils aufgewacht und hatte Hunger und ich konnte ihn unterwegs nicht stillen. Die nächste halbe Stunde Heimweg war echt hart, Nils hat laufend geschrien. Und ich konnte nicht schnell genug heim laufen mit ihm, weil ich ja Steven im Schlepptau hatte, und der kann mit seinen kleinen Beinchen noch nicht so schnell laufen. Ich war wirklich froh, als wir endlich daheim waren und ich Nils stillen konnte.

 

Montag, 23.07.2007

 

Ich habe heute versucht, Nils einmal zum einschlafen in sein eigenes Bettchen zu legen. Aber er hat dann jedes Mal angefangen zu weinen. Ich konnte ihn nicht beruhigen, auch nicht mit streichen oder Händchenhalten. Er hat am Ende gebrüllt wie am Spieß, bis ich ihn wieder herausgenommen habe. Dann hat er lange gebraucht um sich wieder zu beruhigen und erst als ich ihn gestillt habe, hat er mit Schluchzen aufgehört. Ich fürchte, Nils will einfach nicht allein sein. Vielleicht ist er auch noch zu klein, um ihn an sein eigenes Bettchen zu gewöhnen? Aber wenn er nachts gestillt wird, kann ich ihn auch hinterher in sein Bettchen legen und er schläft wieder ein. Nur abends zum Zubettbringen gibt es diese Probleme.

 

Dienstag, 24.07.2007

 

Heute vor 20 Tagen kam unser kleiner Nils zur Welt, wie die Zeit vergeht! Das Zubettbringen verlief heute so wie gestern, Nils will nicht im Bettchen einschlafen. Aber ich bleibe dran und versuche es jetzt jeden Tag erneut, irgendwann wird er sich schon daran gewöhnen. Seit gestern haben wir übrigens die nächste Windelgröße „2“ im Gebrauch, die „Pampers Newborn“ würden zwar noch passen, aber die „2“ geht auch schon gut. Am 31.07. müssen wir mit Nils auch zur U3, da bin ich schon gespannt, wie viel der kleine Schatz gewachsen ist und wie viel er jetzt wiegt. Er trinkt ja oft und reichlich, also müsste er schon gut zugelegt haben.

 

Donnerstag, 26.07.2007

 

Immer noch ist das Zubettbringen von Nils schwierig, es hat sich noch nichts geändert. Heut Abend habe ich auch wieder über zwei Stunden gebraucht bis Nils endlich schlief. Ansonsten schläft er am Tag noch recht viel, allerdings ist er vormittags schon längere Zeit wach. Wenn er dann gut gelaunt ist, schaut er sich lange in seiner Umgebung um. Und wenn Nils weniger gut gelaunt ist, quengelt er dann in seinem Bettchen herum, bis man ihn herausnimmt und trägt oder immer und immer wieder stillt. Sein „Bettchen“ tagsüber ist übrigens die Tragetasche vom Kinderwagen, die ich dann immer dort abstelle, wo wir uns auch gerade aufhalten. Wenn Nils etwas älter ist, will ich ihn dann auf eine Decke am Boden legen, so habe ich es mit Steven auch gemacht. Aber ich glaube, jetzt ist es noch zu früh dafür, da Nils ja auch noch nicht weit schauen kann und sich am Boden sicher etwas verloren vorkommt. Außerdem kommt ihm dann unser Steven sehr schnell sehr nahe, und der kann ja noch nicht einschätzen, was Nils gefährlich werden kann und was nicht. Was mir leid tut, ist die Tatsache, dass ich Nils öfter einmal schreien lassen muss, weil ich mich gerade um Steven kümmere. Ich will das gar nicht, habe ich bei Steven auch nie getan, aber mir bleibt manchmal nichts anderes übrig. Ich habe ja nur zwei Hände.

 

Freitag, 27.07.2007

 

Heute Abend hat Nils ziemlich viel geweint und hat sich auch nicht durch Stillen beruhigen lassen. Wenn man ihn auf dem Arm herumgetragen hat, war er eine Weile ruhig, hat sich dann aber plötzlich hin- und hergewunden und wieder losgeweint. Ich glaube, Nils hatte Bauchweh und er musste auch noch öfter aufstoßen. Vorm Einschlafen hat er dann doch noch ein wenig getrunken und ist dann auch schnell eingeschlafen, wahrscheinlich war er vom Weinen zu erschöpft. Es macht mich schon etwas hilflos, wenn ich nicht weiß warum der Kleine weint und ich nur ausprobieren kann, was er mag und was nicht.

 

Sonntag, 29.07.2007

 

Nils ist jetzt tagsüber immer ein bisschen länger wach und schaut dann um sich herum. Aber er lässt sich nur ungern irgendwo ablegen, am liebsten wird er doch auf dem Arm herumgetragen. Auch scheint er immer noch öfter etwas Bauchweh zu haben, dann macht er seine seltsamen Geräusche und strengt sich mächtig an. Nils spuckt auch oft nach dem Stillen, wenn man ihn nicht lang genug hochnimmt. Aber wie heißt es so schön: Speikinder-Gedeihkinder. Zum Stillen hat er meistens einen Riesen-Appetit, wenn es nicht schnell genug geht oder er nicht sofort die Brustwarze findet, wird er richtig hektisch und schimpft schon mal los. Und wenn Nils seinen Unmut kundtut, dann hat er eine ziemlich kräftige Stimme!

 

Dienstag, 31.07.2007

 

Heute waren wir zur U3. Nils wiegt jetzt schon 4325 Gramm und ist 54 cm groß, hat also in den vier Wochen über 1 kg Gewicht und 4 cm Länge zugelegt. Das ist schon ein Wahnsinn, wie schnell die Kleinen wachsen! Aber so oft und viel, wie Nils immer trinkt, ist das Wachstum eigentlich auch kein Wunder. Ich war mit Nils heute nicht bei unserer „Stamm-Ärztin“, weil die Urlaub hatte, sondern bei einem anderen Arzt in dieser Praxis. Und ich war etwas enttäuscht, weil der Arzt Nils meines Erachtens gar nicht richtig ausführlich untersucht hat, wie ich es noch damals von Steven kenne. Nur kurz abgehorcht und mich gefragt, ob es Probleme gibt. Ich habe dann die Sache mit dem Aufstoßen und den etwaigen Bauchschmerzen von Nils gesagt und habe für den Kleinen SAB-Simplex verschrieben bekommen. Ich habe es Nils auch schon verabreicht, kann aber bisher noch nicht beurteilen, ob es hilft. Jedenfalls tut es mir schon leid, wenn ich sehe, wie sich mein kleiner Nils manchmal herumquält, sein verbissenes Gesichtchen macht, die Fäustchen ballt und dann sein gepresstes Geräusch von sich gibt. Er weint zwar nicht dabei, ist aber insgesamt unruhiger und es scheint ihn schon zu stören.

 

Mittwoch, 01.08.2007

 

Ich habe einen ERGO-Baby-Carrier, das ist so eine Tragehilfe für Babys. Den hatte ich für Steven, als er einige Monate alt war, für unterwegs. Nun habe ich für diesen ERGO einen Neugeboreneneinsatz bestellt, in dem man auch schon die ganz kleinen Babys hineinlegen kann. Nachdem Nils ja so oft auf dem Arm getragen werden will und ich dann nichts anderes machen kann, erhoffe ich mir dadurch ein wenig Entlastung. Gestern kam dieses Ding nun mit der Post und heute habe ich es ausprobieren können. Das Handling ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber als Nils heut Vormittag dann zwei Mal darin lag, ist er sogar darin eingeschlafen. Also scheint es ihm ganz gut im ERGO zu gefallen. Heute Nachmittag wollte er dann aber nicht rein sondern hat geweint. Ich denke, wir müssen uns alle erst einmal daran gewöhnen.

 

Freitag, 03.08.2007

 

Das Tragen im ERGO gefällt Nils wirklich. Wenn er sehr weinerlich ist und nicht im Bettchen liegen will, bekomme ich ihn darin immer zur Ruhe und sogar zum Schlafen. Gestern war ich sogar eine Stunde mit ihm im ERGO draußen im Garten. Nur sobald ich dann den kleinen Kerl schlafend rausnehme und in sein Bettchen zurücklege, wacht er wieder auf. Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht stundenlang mit dem ERGO herumlaufen, sondern kann ihn nur ab und an mal benutzen, wenn Nils wirklich besonders quengelig ist.

Ich glaube dadurch, dass Nils diese Probleme mit seinem Bäuchlein und dem Spucken hat, haben wir noch gar nicht sein wahres Wesen richtig kennengelernt. Wenn es ihm mal gut geht, schaut er so ruhig und friedlich um sich herum, staunt die Welt mit seinen großen Augen an. Gestern hat er das erste mal so was wie einen „Konversationslaut“ von sich gegeben. Ein Geräusch, das er sonst noch nie gemacht hat. Es klang so als wollte er sagen: Hey, was ist los? Noch alles im „grünen Bereich“? Heute hat er es auch wieder zwei mal „gesagt“. Also ich glaube fest daran, dass in dem zur Zeit ziemlich anstrengenden, quengeligen Baby ein ganz liebes freundliches Wesen steckt. Er hat nur noch nicht viele Chancen gehabt, es uns zu zeigen, weil ihm sein Bäuchlein so zu schaffen macht. Und Nils braucht halt auch ganz viel Nähe, will nicht allein sein. Ich versuche sie ihm zu geben, so gut ich es kann.

 

Samstag, 04.08.2007

 

Die heutige Nacht war etwas stressig. Nils wollte zwar nicht öfter stillen als sonst, aber irgendwie ist ständig seine Windel ausgelaufen und ich durfte ihn zwei mal nachts komplett umziehen. Nach den Still- und Wickelpausen schläft er zwar recht schnell wieder ein, aber gegen Morgen wird es dann für mich schwierig mit dem Schlafen, weil Nils immer seine Geräusche macht. Heute fing er so gegen vier Uhr damit an und machte damit bis zum Aufstehen weiter. Ich versuche dann, herauszufinden was ihn quält, ob er Aufstoßen muss oder ob der Bauch weh tut etc... Der Tag verlief aber recht entspannt, heute hat Nils nicht so viel gequengelt. Und nun liegt mein kleiner Schatz oben im Bett (in meinem Bett wohlgemerkt, denn da bekomme ich ihn schneller zum einschlafen. Ich muss gestehen, dass ich etwas inkonsequent bin, denn eigentlich sollte er doch in SEINEM Bettchen liegen) und schläft, aber immer wieder höre ich ihn, wie er angestrengt seine Geräusche macht.

 

Sonntag, 05.08.2007

 

Heute hatte Nils über Mittag wieder größere Probleme mit seinem Bauch, hat sich wieder mächtig angestrengt, Geräusche gemacht und auch ständig wieder aufgestoßen. Heut Abend war er dann total aufgedreht, hat völlig hektisch getrunken und immer wieder damit aufgehört, panisch herumgesucht und wieder kurz getrunken... und das immer wieder. Zwischendurch aufgestoßen, aber dann wollte er doch immer wieder trinken und dann doch nicht. Hinlegen konnte ich ihn auch noch nicht, nun bin ich froh dass ich den ERGO habe. Da habe ich den Kleinen nun hineingelegt, er schläft darin tatsächlich und kann wenigstens hier noch ein paar Dinge erledigen. Sonst wäre ich den ganzen Abend mit Baby beruhigen beschäftigt gewesen.

 

Dienstag, 07.08.2007

 

Nils war heut Abend wieder so hektisch, konnte teilweise nicht trinken hat aber immer gesucht und geweint. Einmal war er total untröstlich, hat geschrien wie am Spieß. Ich weiß nicht, wieso. Vielleicht war es ihm im Haus zu unruhig, weil wir bauen und es teilweise recht laut zugeht? Oder vielleicht wächst er gerade? Oder vielleicht erschrecken die ganzen vielen neuen Eindrücke einfach, immerhin ist er ja erst einen Monat alt und muss täglich so viel Neues verarbeiten. Ich kann nur spekulieren was ihm fehlt, aber wenn ich mich recht erinnere, hatte damals Steven auch einige Zeit lang diese Probleme.

 

Mittwoch, 08.08.2007

 

Am Abend war es heute wieder wie gestern, Nils war hektisch beim Trinken, hat geweint und es war schwierig, ihn hinzulegen. Tagsüber hatte ich den Eindruck, der kleine Mann ist viel wacher gewesen als sonst. Hat sich umgesehen und es scheint ihn schon interessiert zu haben, was um ihn herum geschieht. Ich habe ihn heute auch das erste Mal in den Laufstall gelegt, weil er da mehr Bewegungsfreiheit hat als im Bettchen oder der Babywippe. Auch das hat er wahrscheinlich gut gefunden, denn lange lag er darin ohne zu meckern. Hat sich einfach umgesehen.

 

Donnerstag, 09.08.2007

 

Die Wachphasen von Nils waren heute noch ausgeprägter als gestern. Über Mittag, wenn unser Steven schläft, lege ich mich meistens mit Nils ins Bett, stille ihn und dann schlafen wir ein bisschen. Die ungestörte Zeit mit ihm genieße ich richtig. Doch heute Mittag hat Nils fast gar nicht geschlafen. Er hat mir dann dafür beim Staubsaugen zugehört und „zugesehen“. Er schaut aufmerksam in der Gegend umher, streckt sich und hebt die Ärmchen über den Kopf oder rudert damit herum. Manchmal schläft Nils mit halb offenen Augen, man sieht wie seine Pupillen herumwandern, als würde er wirr hin- und herschauen. Zuerst habe ich gar nicht gemerkt, dass er schläft, weil er so wach wirkt. Aber das sind wohl diese REM-Schlaf-Phasen, von denen Babys besonders viele haben.

 

Samstag, 11.08.2007

 

Nils war heute Abend wieder so nervös, hat geweint und sich nur schwer beruhigen lassen. Mir ist dann eingefallen, dass ich mal gelesen habe, dass es doch angeblich bei vielen Babys so ist, wenn sie gegen Abend weinerlich sind und ihre „Schreistunden“ haben. Scheint ja nichts unnormales zu sein. Ich habe ja noch Glück, dass sich Nils im Ernstfall meistens durch das tragen am Körper beruhigt, auch wenn das für mich anstrengend ist.

 

Dienstag, 14.08.2007

 

Auch heute war das Einschlafen von Nils wieder so problematisch, ich glaube es war sogar schlimmer als die letzten Tage. Nils war wieder total hektisch, konnte nicht mehr trinken, wollte nicht liegen, hat auch einmal richtig schlimm geweint. Es ist jetzt 22:40 und endlich scheint er richtig zu schlafen. Zwischendurch ist er immer mal wieder eingeschlafen, aber dann haben seine Ärmchen wild angefangen herumzurudern, Nils wurde wieder hektisch und ist aufgewacht. Manchmal kam noch ein Bäuerchen nach, was ihn wohl quälte, aber manchmal hat Nils auch anscheinend grundlos geweint. Obwohl, einen Grund hatte er sicher, ich habe ihn nur nicht erkannt. Wenn ich dieses „Theater“ nicht noch von Steven damals kennen würde (und wüsste dass es auch wieder vorbei geht), wäre ich jetzt wirklich ziemlich verunsichert. Ansonsten verläuft der Tag mit Nils eigentlich ganz unproblematisch. Er schläft zwar nicht mehr so viel und will dann in den Wachphasen nicht alleingelassen werden oder viel stillen, aber das funktioniert schon irgendwie. Notfalls füttere ich Steven und habe nebenbei Nils auf dem Schoß und stille ihn. Ich muss Nils eben leider öfter nebenbei mit „abfertigen“, weil unser „großer“ Steven ja auch versorgt und bespielt werden will.

 

Donnerstag, 16.08.2007

 

Gestern habe ich bei Nils mal wieder den Schnuller ausprobiert. Das hatte ich schon einmal in den ersten Tagen versucht, nachdem wir aus der Klinik heimgekommen waren, aber damals wollte der Kleine den Nucki absolut nicht haben. Nun, gestern hat er ihn immerhin zwei mal für einige Minuten drin behalten und genuckelt. Allerdings fällt das Ding ja irgendwann einmal heraus und das Geschrei geht wieder los. Ich wäre schon ganz froh, wenn Nils den Schnuller ab und an nähme, damit er sich besser beruhigen kann. Gestern habe ich abends auch einmal die Zubettbring-Strategie geändert. Bisher habe ich zuerst immer Steven ins Bett gebracht und wenn der halbwegs schlief, habe ich Nils hingelegt. Das wurde dann immer recht spät, so dass ich mich gefragt habe, ob Nils vielleicht deswegen jetzt immer so hektisch ist. Vielleicht ist er ja überreizt? Also gestern habe ich erst Nils hingelegt, das war schon um 18:45 Uhr. Danach Steven. Außerdem habe ich Nils in sein eigenes Bett gelegt, weil ich doch noch einmal versuchen will, ihn daran zu gewöhnen. Aber es war eine einzige Katastrophe, Nils hat immer geweint, wenn er ins Bett gelegt wurde. Bei dem Geschrei konnte auch Steven nicht schlafen und ich hatte zu tun, zwischen beiden Kinderzimmern hin und herzulaufen und abwechselnd beide Kinder zu beruhigen. Schließlich schlief dann Steven irgendwann ein und um 22:40 Uhr war dann auch Nils eingeschlafen. Heute Abend habe ich nun Steven wieder zuerst ins Bett gebracht. Aber Nils habe ich trotzdem wieder in sein eigenes Bettchen gelegt und diesmal konnte ich seinen Unwillen ganz gut damit beruhigen, dass ich sein Händchen gehalten habe. Nils hat zwar noch ein wenig mit dem anderen Arm herumgerudert und leise gequengelt, aber er ist immerhin eingeschlafen. Hoffentlich ist das nun keine Ausnahme sondern klappt abends immer etwas besser.

 

Samstag, 18.08.2007

 

Das Einschlafen im eigenen Bettchen funktioniert nun schon etwas besser. Aber da bei Nils immer nach einiger Zeit noch verspätete „Bäuerchen“ kommen, wacht er öfter wieder auf und ich muss ihn dann wieder hochnehmen bis es ihm besser geht. Das ist insgesamt doch ziemlich anstrengend. Was das Stillen betrifft, so muss ich Nils nicht mehr ganz so häufig stillen. Tatsächlich schaffen wir nun schon einen ganzen Spaziergang, ohne dass ich einen vor Hunger schreienden Nils heim schieben muss oder wir einen Stillpause auf dem Spielplatz einlegen müssen. Wenn ich Nils wickele und er sich dann ohne die einengende Windel zufrieden auf dem Wickeltisch reckt und streckt, rede ich mit ihm und er schaut er sich ganz wach um. Meistens spielt Steven dann irgendwo anders und wir haben ein paar ruhige Momente. Ich genieße die kurze Zeit wo wir nur „Mama und Baby“ sind. Leider haben ich nur selten wirklich Ruhe, mich mit Nils richtig intensiv zu beschäftigen, weil ja fast immer Steven mit dabei ist. Gestern habe ich auch einmal mit einem Spielzeug versucht, die Aufmerksamkeit von Nils zu fesseln und ihn dazu zu bewegen, sein Köpfchen danach zu drehen. Seine Augen folgen dem Spielzeug schon, aber den Kopf dreht er meistens nur auf die linke Seite. Nils kann ihn zwar auch nach rechts drehen, aber er bevorzugt es meistens, nach links zu schauen. Auch wenn er im Bett liegt oder irgendwo anders, ist das so. Das muss ich einmal beobachten, nicht dass es da später Probleme gibt. Außerdem habe ich Nils kürzlich zum ersten mal für längere Zeit auf den Bauch gelegt und festgestellt, dass er in dieser Lage meistens schnell einschläft. Das wäre ja optimal zum Einschlafen abends, aber wegen dem Risiko des plötzlichen Kindstods wird davon abgeraten. Ich habe natürlich auch Angst, dass etwas passieren könnte und lasse es lieber sein.

 

Montag, 20.08.2007

 

Heute Abend lief das einschlafen besser. Nils blieb ruhig in seinem Bettchen liegen (nachdem ich ganz viele „Bäuerchen“ aus ihm „rausgeklopft“ habe) und schlief schnell ein. Aber zwischendurch muss ich ihn immer mal wieder rausnehmen weil er durch ein verspätetes „Bäuerchen“ geweckt wird und dann natürlich anfängt zu weinen. Glücklicherweise ist Nils aber danach wieder eingeschlafen. Vielleicht wird es ja doch ganz langsam besser mit der Schlaferei.

 

Mittwoch, 22.08.2007

 

Der heutige Tag verlief ziemlich entspannt. Nils hat viel geschlafen und wenn er wach war, war er meistens ganz ruhig. Vielleicht lag es daran, weil er hat Nacht nicht so gut geschlafen hat und deswegen müde war. Nils hatte gestern und heute Nacht nämlich Blähungen und hat sich zweitweise ziemlich damit herumgequält. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich ihm wieder das SAB-Simplex gegeben habe, damit er seine Bäuerchen besser loskriegt. Ich hatte ja mit der Medikamentengabe eigentlich aufgehört, weil ich keinen besonderen Effekt bemerkt habe. Aber ich wollte es nun trotzdem noch einmal versuchen, habe aber wieder keine merkliche Besserung zu verzeichnen. Heute Abend habe ich es wieder weggelassen. Nils`s Einschlafen ging ganz gut, jedoch ist er immer mal wieder aufgewacht, weil er aufstoßen musste. Nun schläft er aber schon eine ganze Weile.

 

Donnerstag, 23.08.2007

 

Beim Spaziergang heute war Nils das erste mal längere Zeit über wach. Er hat sich umgesehen, aber ich glaube viel hat er wohl von seiner Umgebung nicht mitbekommen. Gegen Ende des Ausfluges hat Nils zwar wieder geweint weil er wohl Hunger bekommen hat, aber immerhin hat er längere Zeit wach durchgehalten. Das freut mich schon. Das Einschlafen hat auch ganz gut geklappt heute Abend, obwohl Nils erst wieder so hektisch war. Das Hektische hatte er nämlich die letzten paar Tage nicht mehr. Vielleicht liegt es wirklich daran, wenn es abends für Nils zu spät wird, denn heut war es auch nach 19 Uhr, als die Nervosität bei Nils begonnen hat. Ich habe den Eindruck, dass mein kleiner Schatz wieder ein Stück gewachsen ist und zugenommen hat, jedenfalls kommt er mir schon ganz schön schwer vor. Die Größe 56 passt ihm zwar noch, aber sicher nicht mehr lange. Die Nachbarn, die Nils nur alle paar Tage einmal sehen, haben jedenfalls heute auch wieder gesagt, der Kleine sei schon wieder größer geworden. Was auch schön ist, ist folgendes: Nils beruhigt sich jetzt schon ein wenig beim Weinen, wenn ich in seine Nähe komme und ihm zurede. Früher hat er erst angefangen sich zu beruhigen, wenn ich ihn auf dem Arm hatte. Anscheinend wächst ja schon ein ganz kleines bisschen Vertrauen in ihm.

 

Freitag, 24.08.2007

 

Bisher hatte Nils fast bei jedem Windelwechsel in die Windel gekackt, heute war aber den ganzen Tag über nur Urin drin, sonst nichts. Es geht Nils jedoch gut, er hat keine Probleme mit dem Bäuchlein und trinkt ebenso viel wie sonst. Ich habe einmal gelesen, dass manche voll gestillten Babys nur alle zehn Tage einmal Stuhlgang haben und das trotzdem normal sei. Ich kann es mir zwar nur schwer vorstellen dass so etwas geht. Aber wenigstens beruhigt mich das, sonst hätte ich nämlich nun Angst, dass mit Nils etwas nicht in Ordnung ist. Vielleicht waren die Blähungen in den letzten Nächten ein Anzeichen, dass sich in Nils`s Verdauung irgend etwas umstellt? Heute war Nils auch tagsüber wieder öfter wach und hat am Nachmittag sogar Steven groß angesehen und immer den Mund aufgemacht, als der mit ihm „spielen“ wollte. Steven hat dann immer gesagt, dass der Nils „Aaa macht“.

 

Sonntag, 26.08.2007

 

Gestern Vormittag hat Nils endlich wieder in seine Windel gekackt, aber dafür gleich total viel. Gut dass die „Pampers“ einen guten Auslaufschutz haben, sonst wäre Nils wohl „ausgelaufen“. Den Rest des Tages kam dann kaum noch etwas und dafür hatte Nils heute Vormittag wieder eine richtig volle Windel. Ansonsten waren seine Windeln immer nur nass. Anscheinend hat sich seine Verdauung wirklich neu eingetaktet. Morgens gegen 4-5 Uhr beginnt Nils sich im Bett immer sehr anzustrengen und zu drücken, macht seine entsprechenden Geräusche dazu. Ich versuche dann, ihm etwas zu helfen indem ich seinen Bauch massiere oder die Beinchen etwas bewege. Es bildet sich nun auch der Milchschorf auf seinem Köpfchen. Und es ist mir aufgefallen, dass Nils eigentlich nicht mehr so viel spuckt. Früher hat er ja fast nach jeder Mahlzeit wieder etwas herausgebracht, nun passiert es nur noch ab und an. Und die „Bäuerchen“ kommen zwar immer noch recht häufig, aber sie scheinen ihn nicht mehr so heftig zu quälen. Nils wird tagsüber immer munterer und sieht sich manchmal schon richtig angestrengt um. Teilweise liegt er auch eine ganze Weile da und beschäftigt sich selbst irgendwie, indem er uns zuhört oder vielleicht auch schon zusieht (ich weiß nicht wie viel er jetzt schon erkennen kann). Dann macht er manchmal ganz lustig klingende Geräusche. Eigentlich ist Nils ein ganz braves Baby, wenn er weint hat er fast immer einen Grund.

 

Dienstag, 28.08.2007

 

Heute Nacht hatte Nils wohl Koliken, denn er hat drei mal ganz heftig geweint, richtig herzzerreißend. Er ließ sich kaum beruhigen, wollte nicht liegen und nicht auf dem Arm getragen werden. Das ging einige Minuten so, irgendwann war es dann wieder vorbei. Heute tagsüber war es aber dann wieder in Ordnung, hoffentlich kommt es nachts nicht wieder.

 

Donnerstag, 30.08.2007

 

Als Steven heut Mittag schlief, habe ich Nils wieder gewickelt. Und bei der Gelegenheit lasse ich ihn gern einmal bissel ohne Windel herumstrampeln. Ich glaube, das macht Nils unheimlich Spaß, so frei mit seinen Beinchen und Ärmchen herumzustrampeln. Jedenfalls hat er sich sehr viel Mühe gegeben dabei. Und mir hat das zusehen auch viel Spaß gemacht. Nils hat sich einmal sogar fast auf die Seite gedreht, so toll hat er sich verrenkt. Mittags wenn Steven schläft habe ich auch endlich einmal etwas mehr Zeit für Nils und kann einmal ein bisschen mit ihm spielen oder reden, ohne dass ich immer durch Steven abgelenkt bin. Es müsste viel mehr solche Momente geben, mir tut es wirklich leid, dass ich mich nicht so intensiv mit Nils beschäftigen kann wie ich es mir wünschen würde.

 

Dienstag, 02.10.2007

 

Gestern hat Nils mehrmals tagsüber auf seiner Krabbeldecke gelegen und sich selbst auf die Seite gerollt. In dieser Position hat er dann ziemlich lange gelegen und mit seinem Spieltrapez gespielt oder sich umgesehen. Manchmal kann sich Nils so wirklich gut selbst beschäftigen, ohne dass man sich direkt um ihn kümmern muss. Ich bekomme dann allerdings immer irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn da so allein liegen lasse. Andererseits gibt Nils uns ja auch deutlich zu verstehen, wenn er etwas nicht mag. Und so lang er nicht meckert oder weint, scheint es ja für ihn völlig in Ordnung zu sein. Heute hat Nils wieder oft seine Händchen, besonders seinen Daumen, im Mund gehabt und beknabbert. Ihm gefällt das, ich mache jedoch mir immer ein bissel Sorgen wegen der Daumenlutscherei. Hoffentlich wird es nicht zur Gewohnheit!

 

Mittwoch, 03.10.2007

 

Heute Abend hat Nils wieder viel geweint und auch sehr unruhig geschlafen. Immer wieder kamen Bäuerchen hoch, so viele wie schon lang nicht mehr. Aber nun schläft er endlich. Tagsüber hatte ich wieder nur so wenig Zeit für den kleinen Schatz, das tut mir so leid! Immer ist Steven mit dabei und fordert meine Aufmerksamkeit ein. Da bleibt nur so wenig Zeit, mit Nils mal ein bissel ausgiebiger zu spielen oder zu schmusen. Deswegen finde ich es auch richtig, dass Nils so oft mit bei mir im Bett schläft, weil er dann wenigstens nachts seine Mama für sich allein hat. Morgen Vormittag ist Steven für drei Stunden in der Kinderbetreuung. Ich werde versuchen, dann möglichst viel Zeit mit Nils zu verbringen, allerdings habe ich eben leider auch andere Dinge zu Hause zu erledigen, wenn Steven mal nicht da ist.

 

Donnerstag, 04.10.2007

 

Heute vor drei Monaten wurde Nils geboren, nun ist er schon ¼ Jahr alt! Wie schnell die Zeit vergeht! Heute Vormittag , als Steven in der Kinderbetreuung war, habe ich mich mit Nils noch mal für eine Stunde ins Bett gelegt und ihn mal ganz in Ruhe gestillt. Wir sind dabei aber wieder eingeschlafen, so dass mit Spielen nicht viel war. Aber ich versuche, ihn nun öfter mal herumzutragen und hochzunehmen, auch wenn Steven mich eigentlich fordert. Ich will mir einfach mehr Zeit für unseren kleinen Nils nehmen! Heute Abend hat Nils auch mal nicht geweint beim Schlafsack anziehen und das Schlafen legen hat schnell geklappt. Dafür hat Nils aber ca. eine Stunde vorm Schlafengehen angefangen, ganz oft am Däumchen zu lutschen und zu knabbern, das war richtig heftig. Ich dachte erst, er hat Hunger, wollte aber nicht stillen. Aber dann direkt beim Schlafengehen hat er doch die Brust dem Daumen vorgezogen ;-)

 

Freitag, 05.10.2007

 

Das Schlafen hat wieder gut funktioniert heute Abend, Nils hat nicht geweint. Auch nicht beim Schlafsack-Anziehen. Aber dafür hatte Nils heute oft Bauchweh, er hat gejammert und sich gekrümmt. Es war richtig schlimm. Ich wüsste nicht, was ich „Verbotenes“ gegessen haben sollte, dass es Nils mit dem Bäuchlein nicht gut geht. Da dachte ich nun, die ersten drei Monate sind jetzt vorbei, in denen es diese Koliken gibt. Und bei uns geht es nach den ersten drei Monaten wohl erst los? Heute beim Spaziergang hat wieder eine Bekannte gesagt, Nils sähe unserem Steven sehr ähnlich, als sie in den Kinderwagen schaute. Das habe ich jetzt schon öfter gehört. Ich entdecke eigentlich keine besondere Ähnlichkeit. Wahrscheinlich sehe ich meine beiden Kinder einfach zu oft, so dass mir das gar nicht mehr auffällt.

 

Samstag, 06.10.2007

 

Ich habe heute gehört, dass auch Birnen Bauchweh bei Stillkindern verursachen können. Vielleicht hat Nils deswegen diese Probleme in den letzten Tagen? Wir haben so leckere Birnen hier, da habe ich schon immer was davon gegessen. Seit heute Nachmittag lasse ich die Birnen nun weg und hoffe, dass es unserem kleinen Schatz nun auch wieder besser geht. Heute Abend habe ich Nils das erste Mal einen richtigen Schlafanzug angezogen, bisher gab es keinen Unterschied zwischen Tages- und Nachtbekleidung bei ihm. Immer hatte er einen Strampelanzug an, aber nun ist er ja schon ein „großer Junge“, mit ¼ Jahr ;-)

 

Montag, 08.10.2007

 

Trotz Birnen-Stop hat Nils immer noch Bauchweh, heute am Tage kam es ziemlich oft. Deswegen hat Nils heute viel gequengelt und es war ein recht anstrengender Tag mit meinen beiden Kindern. Am Vormittag hatte ich Nils dann auch seit langem endlich mal wieder im ERGO, was ihm wohl ausschließlich gut gefallen hat. Er hat sofort aufgehört zu quengeln und ganz andächtig darin gesessen bzw. gelegen. Im Gegensatz zum letzen ERGO-Einsatz vor ca. 3 Wochen, als Nils noch recht teilnahmslos darin lag, hat er mich nun richtig intensiv angesehen und vor sich hingelächelt. Ich kam mir tatsächlich richtig „beobachtet“ vor, aber ich musste immer über Nils` Gesichtsaudruck schmunzeln. Leider konnte ich meinen kleinen Schatz nicht allzu lang im ERGO tragen, weil er doch schon ziemlich schwer wird. Ich bin schon gespannt, wie viel er nun schon auf die Waage bringt. Am Donnerstag haben wir ja den Termin zu U4 und da wird ja das Gewicht genau ermittelt.

 

Donnerstag, 11.10.2007

 

Heute zur U4 verlief alles bestens. Nils wiegt nun schon 6200 Gramm und ist 64 cm groß. Die Ärztin untersuchte ihn ausführlich und hatte überhaupt nichts zu bemängeln. Nils ist ein ganz gesunder kleiner Junge. Wir haben ein Vitamin-D-Präparat verschrieben bekommen, nur zur Prophylaxe, das hole ich morgen. Meine Bedenken, dass ich mich zu wenig um Nils kümmere, hat die Ärztin zerstreut, Nils würde keineswegs den Eindruck eines „vernachlässigten“ Kindes machen ;-) Als Nils heute auf der Seite lag, hat er sich einmal fast ganz auf den Bauch gedreht, das hat er auch noch nie getan. Aber dann hat er geschimpft, weil er die Bauchlage nicht mag. Und beim Spielen hat er haute einmal ganz viel gelacht, richtig schön laut. Das war total niedlich.

 

Sonntag, 14.10.2007

 

Die letzten zwei Tage kam ich nicht zum Schreiben, weil ich krank war. Seltsamerweis hat Nils an diesen beiden Tagen sehr viel geschlafen, als ginge es ihm er ebenfalls nicht besonders gut. Dafür hat er dann abends beim Schlafengehen ziemlich viel Theater gemacht, ich musste ihn lange herumtragen, bis er endlich eingeschlafen ist. Aber heute geht es mir wieder besser und auch Nils war tagsüber wieder „normal“ und ist heut Abend schnell eingeschlafen. Als ich krank war, habe ich nicht viel gegessen und ich glaube, das hat die Milchproduktion beim Stillen eingeschränkt. Heute hat Nils beim Stillen jedes Mal „leer getrunken“, ich hatte den Eindruck, dass nichts mehr kam, obwohl er noch nicht sehr lang getrunken hatte und dann ganz doll gesaugt hat. Nils macht jetzt oft mit der linken Hand eine Faust, streckt den Arm aus und schaut sich sein Fäustchen lange an. Als ich ihm gestern ein Spielzeug mit Greifring hinhielt, hat er ganz langsam die Fingerchen auseinandergerollt und ganz bewusst nach dem Ring gegriffen. Das haben wir ein paar Mal geübt, ich war richtig stolz auf meinen kleinen Schatz.

 

Dienstag, 16.10.2007

 

Wenn Nils quengelt, dann ist meistens sein Bäuchlein schuld oder er wird „vernachlässigt“. Beides gute Gründe, finde ich. Aus diesen Gründen hat er hat er heute auch wieder sein Missgefallen kundgetan, aber leider konnte ich ihm nicht viel Abhilfe schaffen. Heute war wieder mal so ein Tag, wo „alle was von mir wollten“ und ich gar nicht wusste, was ich zuerst machen soll. Im Haushalt habe ich ja auch noch Dinge zu erledigen. Und so musste sich der kleine Nils heute wieder öfter damit begnügen, auf der Decke zu liegen und nur zuzusehen, was wir tun. Mir tut er dann immer so Leid, aber ich weiß auch nicht wie ich es besser machen kann. Ich liebe die kleine Maus doch auch von ganzen Herzen und ich wäre froh, wenn der Tag 26 Stunden hätte, damit ich mich die zwei restlichen Stunden ganz intensiv mit ihm beschäftigen könnte! Aber ich hoffe, das wird mit der Zeit besser, wenn Nils älter wird und immer besser „mitziehen“ kann. Ich bin gestern auch wieder auf die Ähnlichkeit von Nils mit Steven angesprochen worden, aber wie gesagt, das fällt mir persönlich gar nicht auf.

 

Donnerstag, 18.10.2007

 

Heute war irgendwie kein guter Tag für Nils, er hat oft gequengelt und ich habe manchmal wirklich nicht gewusst warum. Abends ist er dann auch nicht so gut eingeschlafen. Seine Fingerchen steckt er auch wieder mal recht oft in den Mund, das macht er auch nicht jeden Tag. Nun ja, ich hoffe einfach, dass es morgen wieder besser wird.

 

Freitag, 19.10.2007

 

Auch heute war Nils wieder irgendwie unzufrieden und hat viel herumgequengelt. Entweder er wächst wieder oder er hat tatsächlich so ein feines Gespür für meine Stimmungslagen, dass es ihm auch nicht gut geht wenn ich mich nicht gut fühle. Es heißt ja, der Stress der Mutter überträgt sich auf das Kind. Und ich hatte heute und auch gestern Ärger mit meinem Mann, was mich natürlich seelisch doch ziemlich aufwühlt. Heute beim Spazierengehen hat Nils auch wieder so gebrüllt, als ich ihn in den Kinderwagen legte. Und er hat erst nach ziemlich langer Zeit in den Schlaf gefunden. Das war auch gestern schon so.

 

Samstag, 20.10.2007

 

Heute Nachmittag hat sich Nils das erste mal vom Rücken in die Bauchlage gedreht. Er lag auf der Decke am Boden, ich hantierte daneben am Tisch herum und schaute nicht immer zu Nils hin. Dann hörte ich so ein seltsames Gurgelgeräusch, was mich natürlich sofort nach ihm sehen ließ. Und da war unser kleiner Nils doch tatsächlich aus der Seitenlage auf den Bauch und von der Decke herunter gekullert und machte unzufriedene Geräusche. Ich „rettete“ ihn natürlich sofort und lobte ihn besonders, weil ich mich wirklich über diesen Fortschritt freue! Heute Nachmittag ging es mit Nils auch wieder besser, aber morgens und vormittags war bei ihm die gleiche Unzufriedenheit und Quengelei angesagt wie in den letzten zwei Tagen. Er schläft dann auch nur so wenig, obwohl er eigentlich sonst gegen 8 Uhr und gegen Mittag ein längeres Schläfchen hält. Der Schlaf fehlte ihm natürlich und heute schlief mir Nils dann schon beim Stillen um 17:30 Uhr ein. Er ist dann erst gegen 19 Uhr wieder aufgewacht, danach habe ich ihn gleich fürs Bettchen fertiggemacht, noch mal gestillt und seitdem schläft der kleine Schatz wieder friedlich in meinem Bett. Seit ich mir klar gemacht habe, dass Nils ja tagsüber nicht so viel Nähe von mir bekommt wie es vielleicht nötig wäre, sehe ich es viel positiver, wenn Nils mit bei mir im Bett schläft. Ich lege ihn kaum noch rüber in sein eigenes Bettchen und habe auch kein schlechtes Gewissen dabei. So bekommt Nils wenigstens nachts seine volle Dosis Mama ;-)

 

Montag, 22.10.2007

 

Nachdem der gestrige Tag mit Nils auch wieder recht anstrengend war, ging es doch heute schon wieder besser mit ihm. Es ist jetzt auch ziemlich kalt geworden draußen und ich musste nun doch die dicke Wintermütze für Nils schon heraussuchen. Ich hatte ja befürchtet, dass er beim Aufsetzen mit heftigen Widerstand reagieren wird, weil er Mützen zum Binden bisher überhaupt nicht mochte. Aber seltsamerweise hat Nils sie sich ohne Gebrüll aufsetzen lassen und danach auch noch recht heiter in der Gegend herumgeschaut. Man erlebt doch immer wieder Überraschungen mit seinen Kindern ;-)

 

Mittwoch, 24.10.2007

 

Gestern war wieder ein ziemlich quengeliger Tag mit Nils, heute war aber fast alles wieder in Ordnung mit ihm. Nils war wieder recht gut gelaunt und er konnte sich auch wieder etwas länger selbst beschäftigen. Er hat nun auch einen größeren „Wortschatz“, sein Repertoire an Tonlagen und Geräuschen hat sich erweitert. Nils lag heute Nachmittag, als ich in der Küche hantierte, neben mir auf der Decke am Boden und hat lange „Reden“ gehalten. In den Kunstpausen habe ich mit ihm gesprochen und dann hat er wieder losgelegt. Das war richtig nett. Steven ist auch immer gekommen und hat ihm Küsschen gegeben oder ihn gestreichelt. Leider kam Steven dann auf die Idee, Nils in die Hand zu beißen, einfach so. Nils hat natürlich sofort losgeweint, ich habe ihn getröstet und herumgetragen. Er tat mir so leid, der kleine Schatz! Man hat sogar auf den Fingerchen die Abdrücke von Stevens Zähnen gesehen, so fest hat der zugebissen! Zum Glück hat sich Nils schnell wieder beruhigt und es ist nichts schlimmeres passiert. Ich hoffe nur, Steven macht das nicht noch einmal. Es ist schwierig, ich kann ja auch nicht ständig Steven von Nils fernhalten, es sind ja Geschwister. Und Steven meint es ja meistens gut, wenn er sich mit Nils beschäftigen will. Die ganze Zeit über war Steven lieb zu ihm und dann so etwas! Außerdem greift jetzt Nils schon etwas geschickter mit seinen Händchen zu, bevorzugt aber momentan die linke Seite. Heute hat Nils auch irgendwie ständig in die Windel gekackt, das ist auch neu. Ich musste ihn sogar heute Nacht einmal wickeln, auch weil er solche Blähungen hatte, das habe ich auch schon lang nicht mehr machen müssen. Mir fällt auch absolut nichts ein, was ich gegessen haben könnte, was ihm dann durchs Stillen diese Schwierigkeiten macht. Ich weiß nicht, ob das Durchfall ist oder ob sich nur wieder in seiner Verdauung etwas „umgepolt“ hat, sonst geht es Nils ja anscheinend gut. Ich werd es mal beobachten, wie das weitergeht.

 

Freitag, 26.10.2007

 

Zur Zeit verläuft mit Nils alles prima. Er ist tagsüber gut gelaunt und quengelt nur wenig, abends schläft er schnell und problemlos ein. Er hält jetzt auch schon seine Spielzeuge schön mit beiden Händchen und versucht, sie in den Mund zu stecken. Allerdings wenn es für ihn zu kompliziert ist, sie zu halten, dann lässt er noch los. Auf die Seite dreht er sich, wenn er Lust dazu hat, aber nicht allzu oft. Auf den Bauch hat er sich noch gar nicht wieder gedreht. Das war vor einigen Tagen wohl eher ein „Versehen“. Da muss ihn schon etwas ganz besonders interessieren, dass er sich so sehr bemüht, aber so viele interessante Dinge gibt es hier anscheinend auch nicht. Eigentlich müsste ich Nils öfter auf den Bauch legen, aber oft vergesse ich es. Oder ich habe gerade genug mit Steven und anderen Dingen zu tun, so dass ich nicht so lang geduldig neben ihm sitzen bleiben mag und ihn bespielen, damit er sich in der ungeliebten Position nicht so unwohl fühlt. Nils hat gern den Überblick und mag es sehr, wenn man ihn so halb schräg sitzend auf dem Schoß nimmt und er gut sehen kann, was um ihn herum passiert. Dann sagt er keinen Ton und schaut sich nur mit großen Augen um.

 

Sonntag, 28.10.2007

 

Heute Nacht war ja die Zeitumstellung auf Winterzeit und ich war schon besorgt, wie Nils die Umstellung im Tagesrhythmus verkraftet. Immerhin durfte er erst eine Stunde später schlafen gehen, weil ich es anders nicht schaffe. Steven muss ja vorher erst noch ins Bett und der braucht das 18-Uhr-Sandmännchen bei seinem Einschlafritual. Das mussten wir also erst abwarten. Aber ich habe mich umsonst gesorgt. Nils war zwar ziemlich müde und quengelig in den letzten Minuten, aber er ist gut eingeschlafen. Unser kleiner Schatz ist wirklich unproblematisch, was das Einschlafen abends betrifft. Und auch sonst gibt es kaum Anlass zum klagen. Weil es jetzt draußen schon ziemlich kühl ist, habe ich für Nils schon einen Schneeanzug bestellt. Der kam gestern und wir haben ihn schon angezogen. Das ist allerdings eine Größe 74, weil ich hoffe dass Nils damit über den ganzen Winter kommt. Jetzt hat Nils jedoch erst Kleidergröße 62/68, der Anzug ist also wirklich sehr reichlich. Der kleine Nils sieht darin ein bissel verloren aus, die Händchen schauen kaum aus den Ärmeln raus, aber es ist ein total niedlicher Anblick. Und beim Anziehen gab es auch kein Geschrei, da hab ich mich gefreut. Beim Spazierengehen hat Nils dann wunderbar fest geschlafen, wahrscheinlich fand er es auch total gemütlich warm darin. Heute Nacht irgendwann war Nils plötzlich munter und „redete“ angeregt und lautstark neben mir im Bett vor sich hin. Ich bin davon aufgewacht und habe versucht, ihn wieder zum Einschlafen zu bewegen, ehe er noch die anderen aufweckt. Zum Glück hat sich Nils dann zum Stillen „überreden“ lassen, obwohl er gar nicht besonders hungrig war, und ist wieder eingeschlafen. Hoffentlich macht er das heute Nacht nicht wieder! Vormittags gegen 9 Uhr und gegen Mittag ist Nils immer sehr müde und müsste ein Schläfchen halten, aber wenn wir zu Haus sind ist es oft einfach zu laut zum Einschlafen für ihn. Steven schafft es noch nicht so recht, einmal ein paar Minuten ruhig zu spielen, damit ich Nils in den Schlaf stillen kann. Immer wieder schreckt Nils dann auf und findet nicht in den Schlaf. Heute hat es eher zufällig geklappt, Steven war gerade intensiv im Nachbarzimmer mit Spielen beschäftigt. Da habe ich die Chance genutzt, weil Nils so müde und quengelig war. Ab in mein Bett, zum Stillen anlegen den kleinen Kerl, ein paar Schluck trinken und ruckzuck, waren die Augen zu. Dann hat Nils noch ein wenig mit geschlossenen Augen getrunken und plötzlich war er eingeschlafen. Ich konnte mich rausschleichen und wieder zu Steven gehen. Wenn es so klappt, ist es wirklich optimal.

 

Mittwoch, 31.10.2007

 

Ich lege Nils jetzt wieder öfter auf den Bauch und seit vorgestern meckert er auch nicht unbedingt sofort los, wenn er so da liegt. Er hebt jetzt sein Köpfchen besser an und versucht, es eine Weile oben zu lassen und sich umzuschauen. Und erst wenn er dann erschöpft ist, fängt Nils an zu weinen. Ich „rette“ ihn dann schnell. Gestern hatte Nils wieder ein bissel Probleme mit dem Bäuchlein und hat deswegen etwas gequengelt. Und es passiert jetzt häufiger, dass ich Nils in den Schlaf stille und er einschläft, obwohl er noch gar nicht satt ist. Dann wacht er natürlich recht schnell wieder auf und will erneut trinken. Aber wenn ich versuche, Nils wach zu halten um ihn zu einer größeren Trinkmenge zu bewegen, nützt das nicht viel. Wenn Nils schläft, dann schläft er. Und ich mag ihn auch nicht mit Gewalt wieder wach machen. Seit die Zeitumstellung auf Winterzeit stattgefunden hat, könnten wir ja theoretisch eine Stunde länger schlafen. Aber meine beiden Jungen wachen morgens jetzt immer ca. eine Stunde eher auf, eben zu der Zeit, wo sie früher aufgewacht sind. Bei Steven schaffe ich es, dass er dann wieder einschläft. Aber mein kleiner Nils liegt dann neuerdings munter im Bett und erzählt und strampelt fröhlich. Und anstatt zu schlafen wickele ich ihn schon mal und ziehe ihn an, bis dann auch Steven wieder aufwacht und unser Tag beginnen kann. Morgens, ca. halb sechs, in Deutschland ;-)


Freitag, 02.11.2007

 

Nils wird bzw. ist krank. Er hustet manchmal und wenn er weint oder „spricht“, klingt das so „kehlig“ oder heiser. Gestern Abend fing es an und Nils hat deswegen auch schlecht geschlafen. Heute tagsüber war eigentlich alles in Ordnung mit ihm, aber gegen Abend hat Nils dann häufig geweint, wollte getragen werden und war auch etwas schläfrig. Hoffentlich wird es mit der armen Maus nicht schlimmer! Ich hoffe ja, dass die Antikörper in meiner Muttermilch ihn vor Schlimmerem bewahren. Obwohl... ich habe auch Kopfweh und fühle mich irgendwie nicht hundertprozentig fit. Es gibt aber auch positive Dinge zu berichten: Nils kann nun noch besser greifen und schafft es nun auch recht zuverlässig, ergriffene Sachen schnell zum Mund zu führen. Nils will nun eigentlich alles in den Mund stecken, was er bekommen kann. Manchmal, wenn es Nils richtig gut geht, kann er minutenlang auf der Decke liegen und sich mit seinen Fingerchen oder einem Spielzeug beschäftigen, vor sich hin brabbeln oder in der Gegend herumschauen. Allerdings dreht er sich dabei meistens auf die linke, seine bevorzugte Seite, auch wenn es rechts eigentlich etwas viel interessanteres zu sehen gibt. Das müssen wir mal beobachten und bei der U5 ansprechen.

 

Samstag, 03.11.2007

Nils ist nicht kränker geworden, er war heute nicht mehr heiser. Dafür hat er uns heute damit überrascht, dass er sich das erste Mal vom Bauch auf den Rücken gedreht hat. Ich lege Nils ja jetzt öfter mal bäuchlings hin, weil es ihm nun besser gefällt. Er schaut sich dann längere Zeit um und hat heute in dieser Position sogar schon nach seiner Rassel gegriffen. Nils versucht nun schon öfter zu kommunizieren. Wenn ihn jemand anspricht, lacht er ihn ganz lieb an. Seit ein paar Nächten wacht Nils leider schon sehr früh morgens auf, so gegen 5 Uhr, und plappert und ist ganz vergnügt. Ich weniger, denn dann ist die Nachtruhe für mich vorbei.

 

Sonntag, 04.11.2007

Ich habe mich wohl zu früh gefreut, was Nils Erkältung betrifft. Heut Abend hat er wieder gehustet und beim Atmen hat man den Schleim in seinen Atemwegen gehört, er hat so geröchelt. Aber tagsüber gab es keine Probleme bei Nils. Heute Nachmittag habe ich mich einmal getraut, einen kleinen „richtigen“ Kaffee mit Koffein zu trinken. Sonst trinke ich immer koffeinfreien, weil ich ja stille und Bedenken habe, dass Nils dann nicht schlafen kann. Aber beim einschlafen heute Abend gab es keine Probleme. Mal schauen, wie die Nacht wird.

 

Dienstag, 06.11.2007

Von Nils Erkältung gibt es nichts Neues. Gegen Abend hustet er manchmal oder man hört etwas Schleim rasseln, aber Nils fühlt sich nicht schlecht und es wird auch nicht schlimmer. Wenn Nils gewickelt wird und er mal nackt strampeln darf, genießt er das total. Dann strampelt er wie wild herum und die Beinchen treten ganz schön schnell und kräftig zu. Das hat er mit seinem Brüderchen gemeinsam, Steven hat das Strampeln auch immer geliebt. Wenn Nils auf den Bauch gelegt wird hält er das Köpfchen nun schon recht lange oben und schaut sich um. Mittlerweile redet er dabei sogar vor sich hin. Was mir ein wenig Sorgen macht, ist, dass Nils es favorisiert, nach links zu schauen und sich zu drehen. Oft schaut er dabei auch noch nach hinten, überstreckt also Kopf und Körper nach links, um zu schauen, was hinter ihm passiert. Besonders extrem ist es auf dem Wickeltisch, da schaut Nils immer die Bordüre mit bunten Tierchen an, die an der Wand hinter ihm klebt. Ich muss ihn dann oft „gewaltsam“ wieder in die richtige Richtung biegen, damit ich ihm die Windel richtig ranmachen kann oder dass er sich mal für etwas anderes interessiert. Ich überlege nun schon, ob ich die Bordüre entfernen soll, aber dann sieht die Wand nicht mehr sehr schön aus. Eigentlich ist es ja nicht tragisch, wenn Nils sich gern nach links dreht. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass er sein Köpfchen in normaler Haltung nun auch etwas neigt, eben leicht nach links. Und das soll ja nicht passieren. Wenn wir das nächste mal beim Arzt sind, muss ich das Thema mal ansprechen. Bald muss ich ja wieder hin zum ersten Impfen.

 

Mittwoch, 07.11.2007

Heute war sehr schlechtes, kaltes Regenwetter und wir waren nicht draußen zum Spazierengehen. An solch einem Tag komme ich immer ein wenig mit der Tagesplanung durcheinander, weil der Spaziergang nachmittags eigentlich zum „festen Programm“ gehört und Nils so nicht zu seinem ausgedehnten Schläfchen kommt. Dafür habe ich aber einmal heute Nachmittag mehr mit Nils spielen können, während sich Steven allein beschäftigt hat. Das war auch mal richtig schön. Nils hat auch wieder toll gestrampelt und auch schon seine Beinchen ziemlich weit hochgehoben. Mal schauen, wann er versucht, die Füßchen zu fassen! Aber dafür muss Nils wohl noch besser greifen können. Nils streckt momentan auch gern die Zunge raus, wenn man mit ihm redet oder Späßchen macht. Das sieht ganz lustig aus. Jedenfalls war dieser Nachmittag dann doch ganz nett, nur abends war Nils aufgrund des fehlenden Schlafes doch ziemlich quengelig. Aber das Schlafen legen hat auch heute wieder super geklappt, meine beiden Buben schlafen beide ziemlich zuverlässig noch vor 19 Uhr ein. Ich bin richtig stolz darauf, ich hätte nicht gedacht, dass das mal so gut klappen würde.

 

Samstag, 10.11.2007

 

Die letzten Tage verliefen alle recht ruhig. Doch heute morgen war Nils plötzlich ganz quengelig. Es wurde immer schlimmer, er fing dann an zu weinen. Ich wusste nicht, was los war. Nils wollte nicht trinken, nicht getragen werden. Liegen wollte er erst recht nicht und daran, dass er eine neue Windel brauchen könnte, lag es auch nicht. Nils hat dann ganz fürchterlich und herzzerreißend geweint und ich konnte ihm nicht helfen. Irgendwann habe ich ihn dann in den Schlaf stillen können, aber auch da hat er während des Trinkens immer wieder geweint. Nach ca. einer Stunde ist Nils wieder aufgewacht und war gut gelaunt, als sei nichts geschehen. Er hat gelächelt und war auch anschließend beim Einkaufen seelenruhig und freundlich, obwohl er recht lang in der Babyschale liegen musste. Ich weiß nicht, was heute mit ihm los war, vielleicht meldet sich ja der erste Zahn an? Wäre möglich, denn Nils sabbert auch teilweise ziemlich.

 

Sonntag, 11.11.2007

 

Auch heute war Nils teilweise wieder recht quengelig. Aber von Zähnen ist noch nichts zu sehen. Nachmittags hat Nils auch wieder toll „geredet“. Er hat wieder neue Töne und übt sich in sämtlichen Tonlagen. Es macht unheimlich Spaß, ihm dabei zuzuhören.

 

Dienstag, 13.11.2007

 

Es gibt zur Zeit gar nicht viel zu berichten. Nils ist lieb und macht keine Probleme. Heute Nacht war es etwas kompliziert, weil Steven erkältet ist und oft wach war. Gegen vier Uhr morgens waren dann beide Kinder gleichzeitig wach und ich wusste nicht, zu wem ich als erstes gehen sollte. Steven brauchte Trost, Nils hatte Hunger. Weil Steven so herumgeweint hat, habe ich dann schweren Herzens drei mal das Stillen unterbrochen und bin zu Steven ins Zimmer gegangen. Nils tat mir so leid, wie ich ihm einfach so seine Milchquelle weggezogen habe und er dann herumgesucht und leise gequengelt hat! Beim dritten Mal war Nils dann auch untröstlich und ich musste dann Steven streng sagen, dass nun der Nils auch mal dran ist. Dann hat Steven zwar erst noch mehr herumgezetert, aber zum Glück ist er dann eingeschlafen und ich konnte den kleinen Nils in Ruhe weiterstillen. Manchmal passiert es einfach, dass Nils schlechter wegkommt als Steven, weil er sich nicht besser wehren kann und auch irgendwie geduldiger ist. Aber ich muss ja auch schauen, wie ich am besten solch eine Situation meistere, ohne dass das Geschrei zu groß wird. Auch wenn ich mich dabei nicht gut fühle, weil ich Nils nicht ganz gerecht behandele.

 

Donnerstag, 15.11.2007

 

Ich habe kürzlich in einer Zeitschrift einen Artikel darüber gelesen, dass sich bei Babys der Kopf verformen kann, wenn sie sich oft nur in einseitiger Liegeposition befinden. Da wir dieses Problem damals bei Steven hatten, achte ich bei Nils schon darauf und wir haben bisher noch keine Deformationen am Kopf bemerkt. Meistens gibt es ja dann eine platte Stelle am Hinterkopf oder seitlich, so war es jedenfalls bei Steven. Aber da sich Nils ja trotzdem bevorzugt nach links dreht, habe ich mir seinen Kopf gestern noch einmal ganz genau angesehen. Und tatsächlich: wenn man ganz gerade von oben auf seinen Scheitel schaut, sieht man, dass Nils Kopf irgendwie schief ist. Aus anderen Sichtpositionen fällt das gar nicht auf, nur direkt von oben. Was mich dabei doch etwas erschreckt hat: bei den Ohren ist wirklich eines ein Stück weiter vorn ist als das andere. Gerade dieser Punkt mit dem Ohransatz wurde in dem Zeitungsartikel angesprochen und ich hatte das eigentlich recht absurd gefunden. Nun bin ich ziemlich unsicher, ob ich deswegen schon zum Arzt rennen muss. Bei Steven damals wurde auch erst empfohlen, ihn anders zu lagern und so das Problem zu beheben. Krankengymnastik wurde erst verschrieben, als sich bei Stevens Motorik Defizite aufzeigten. Ich weiß ja durch Stevens Behandlungen damals schon, was man tun kann und hoffe nun, dass wir bei Nils die Verformungen am Kopf wieder ausgleichen können. Nils ist ja noch ziemlich klein und ich denke, dass man da doch noch eine Menge tun kann. Ganz wichtig wäre es, dass Nils möglichst wenig die Gelegenheit hat, seinen Kopf im Liegen nach links zu drehen. Das heißt entweder, ihn viel abzulenken und zu bespielen, wofür mir aber oft die Zeit fehlt. Oder Nils ganz oft in die Bauchlage zu bringen, damit er schnell die Kraft bekommt, sein Köpfchen lange oben zu halten und vielleicht schneller krabbeln lernt. Ich favorisiere die letztere Variante und wir üben schon seit gestern ganz heftig das Bauchliegen, auch wenn Nils das nicht so toll findet. Aber ich glaube, er hält nun schon etwas länger durch als noch vor einigen Tagen. Nils hustet auch immer noch ein wenig, aber es wird nicht schlimmer. Nur gestern Abend hat er einmal ziemlich geweint und klang ganz heiser, vielleicht hatte er ja Halsweh? Ich weiß es nicht, kann es nur vermuten.

 

Samstag, 17.11.2007

 

Nils hustet immer noch. Ich glaube, es ist sogar etwas schlimmer geworden. Außerdem bekommt er nun tatsächlich sein erstes Zähnchen. Es ist seltsamerweise unten links, ziemlich weit seitlich. Es kann eigentlich nur ein Eckzahn sein. Das wundert mich ziemlich, denn eigentlich kommen doch meistens zuerst die Schneidezähnchen durch. Als Nils neu geboren war, hatte er an dieser Stelle schon ein weißes Pünktchen am Kiefer. Ich habe es öfter gesehen aber nicht weiter beachtet, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass dies ein Zahn werden könnte. Nun ist das Pünktchen etwas größer geworden und tritt ganz leicht spitz hervor. Und Nils quengelt seit gestern viel, sabbert und beisst auf allem herum, was er mit seinen Händchen zu seinem Mund führen kann. Gestern war wirklich ein anstrengender Tag mit Nils, er hat viel geweint und ich musste ihn oft herumtragen. Da kam wahrscheinlich alles zusammen, die Erkältung und das Zahnen. Zum Glück ist mein kleiner Nils nur selten so schwierig, meistens ist er ja wirklich ganz unkompliziert. Nach Absprache mit meiner Hebamme habe ich Nils ein paar Löffelchen verdünnten Husten- und Bronchialtee eingeflößt. Aber er hat dann schnell den Mund zugemacht, wahrscheinlich hat es ihm nicht geschmeckt. Das war ja auch das erste mal überhaupt (von den Medikamenten mal abgesehen), dass Nils etwas anderes als Muttermilch in den Mund bekommen hat.

 

Montag, 19.11.2007

 

Nils ist immer noch erkältet. Er fühlt sich aber anscheinend nicht beeinträchtigt, deswegen finde ich es nicht recht sinnvoll, zum Arzt zu gehen. Er hat ja auch keinen Schnupfen. Ich werde es noch etwas länger beobachten und wenn es vorm Wochenende nicht besser wird, gehe ich mit Nils doch einmal zum Arzt. Impfen kann ich ihn ja auch noch nicht lassen, wenn er krank ist. Heute Vormittag hat Nils zwar ziemlich gequengelt, aber das lag eher daran, dass er müde war. Als Nils dann endlich eingeschlafen war, hat er auch sehr lang geschlafen. Wenn Nils sich ärgert oder unzufrieden ist, gibt er immer so einen typischen „Unmutslaut“ von sich. Es lässt sich schlecht beschreiben, früher hat Nils ein ähnliches Geräusch gemacht, wenn er Bauchweh hatte. Es klingt irgendwie so quengelig und gepresst, als würde Nils sich gerade anstrengen. Momentan gebraucht Nils dieses Geräusch ziemlich oft, auch wenn er beim Spielen seine Lieblingsrassel fallen lässt oder nicht genügend beachtet wird. Dafür weint Nils aber dann nicht so schnell, er „grummelt“ lieber. Nils kann nun auch schon Spielzeug von einer Hand in die andere nehmen. Nils findet es manchmal langweilig, nur auf der Decke zu liegen und mit seinen Rasseln zu spielen, wenn ich anderweitig beschäftigt bin. Dann macht Nils auch sein Geräusch und wenn ich dann nicht schnell genug darauf reagiere, weint er. Ich versuche nun schon, Nils andere Dinge zum Spielen und untersuchen zu geben, muss aber immer darauf achten, ob sie schon „sicher“ für den kleinen Kerl sind und er sie auch halten kann. Heute morgen habe ich Nils die leere Verpackung von den Frühstücksbrötchen gegeben, die hat er erst mal genau untersucht und war dabei anscheinend sehr zufrieden.

 

Mittwoch, 21.11.2007

 

Heute war ich nun doch mit Nils beim Arzt, weil er schlimmer gehustet hat und dieses Geräusch –die Ärztin nannte das „giemen“ – auch mittlerweile fast zum Dauerton geworden ist. Nun haben wir ein Inhalationsgerät bekommen und Nils muss alle 4-6 Stunden inhalieren. Heute Abend haben wir es zum ersten Mal gemacht und Nils war ganz tapfer. Ich hatte ihn auf meinem Schoß und habe ihm die Atemmaske direkt über Nase und Mund gehalten und der kleine Schatz hat ganz brav und still dagesessen und alles eingeatmet. Hoffentlich wirkt die Behandlung schnell, nicht dass es eine Lungenentzündung wird. So was kann nämlich, laut Kinderärztin, auch passieren. Nun bin ich doch froh, dass ich beim Arzt war. Ich habe auch das Thema Köpfchen angesprochen. Die Ärztin sagte aber, nun würden wir erst mal die Erkältung behandeln, nicht alles auf einmal. Und dass sich das höchstwahrscheinlich mit der Asymmetrie wieder verwachsen wird. Aber man kann auch Krankengymnastik machen, aber erst mal beobachten. Die Tipps mit der unterschiedlichen Lagerung und Bauchlage hat sie mir auch gegeben. Aber das weiß ich ja schon und halte es ja auch ein, so gut es geht.

 

Freitag, 23.11.2007

 

Der gestrige und der heutige Tag waren beide nicht besonders. Nils ging es wohl nicht sehr gut, er hat viel gequengelt und wollte oft getragen werden. Der Husten war auch schlimmer, vor allem Nachts. Letzte Nacht hat Nils nicht gut geschlafen und ich musste ihn oft hochnehmen, damit er richtig abhusten konnte. Aber wenigstens der Husten schien heute lockerer zu werden. Leider hab ich es heute nur geschafft, Nils zwei mal inhalieren zu lassen. Der Tag war so stressig, weil auch Steven erkältet und quengelig ist. Und Nils hält mittlerweile so eine ganze Inhalationssitzung nicht mehr ruhig durch, nach einer Weile quengelt er und dreht das Köpfchen immer weg. Heute Abend habe ich dann sogar etwas eher aufgehört, weil er dann anfing lauthals zu schreien. Nils hat heute auch vormittags und mittags viel geschlafen und nachmittags hat er einen recht müden Eindruck gemacht, hat aber nicht mehr einschlafen können. Trotzdem hat das Zubettbringen eben ganz gut funktioniert, Nils ist mir wieder beim Stillen eingeschlafen und hat sich seitdem noch nicht wieder gemeldet. Hoffentlich geht es dem kleinen Kerlchen bald wieder besser, es ist sowohl für ihn als auch für mich sehr anstrengend.

 

Samstag, 24.11.2007

 

Ich glaube, es geht Nils etwas besser. Vormittags und Mittags schlief er zwar wieder viel, aber den Rest des Tages war er nicht mehr so quengelig. Und der Husten ist auch etwas weniger geworden. Inhaliert haben wir aber auch nur wieder zwei mal, weil wir das zeitmäßig mit den Abständen von 4-6 Stunden nicht anders geschafft haben. Nils hat aber wieder mächtig herumgezappelt beim Inhalieren, er mag es einfach nicht. In der Bauchlage lag Nils anfangs ja nur auf die Unterarme gestützt da. Aber jetzt schafft er es schon manchmal, sich etwas höher zu drücken, wenn auch nur kurz.

 

Montag, 26.11.2007

 

Nils scheint es weiterhin etwas besser zu gehen, das „giemen“ ist nur noch manchmal zu hören und der Husten kommt auch nicht mehr ganz so häufig. Am Mittwoch müssen wir des Inhalationsgerät wieder zurückgeben, aber ich glaube, bis dahin haben wir den Husten in den Griff bekommen. Nils hat sich wieder öfter in der Bauchlage hoch gedrückt, manchmal streckt er dabei sogar seine Ärmchen ganz durch. Und wenn man Nils auf seine rechte Seite legt, versucht er sich daraus immer auf den Bauch zu rollen. Das klappt auch meistens, nur liegt er dann auf deinen Armen und schafft es noch nicht so recht, sie unter dem Körper hervorzuziehen. Dann „grummelt“ Nils immer herum und ich muss ihn aus der Situation retten und seine Ärmchen richtig platzieren.

Ich bin nicht ganz sicher, ob man vorne unten neben dem ersten Zähnchen noch einen kleinen Schneidezahn sieht, jedenfalls ist dort ein ganz kleines weißes Pünktchen zu sehen.

 

Dienstag, 27.11.2007

 

Unser Nils lacht gern. Wenn man sich etwas Zeit für ihn nimmt und etwas mit ihm herumkaspert, kann Nils so schön lachen! Als sich heut Nachmittag sein Papa ein wenig mit ihm beschäftigt und Grimassen geschnitten hat, kicherte und lachte unser kleiner Schatz in sämtlichen Tonlagen. Wir mussten alle mitlachen, so ansteckend war das! Und Nils hat heute das erste Mal seinen großen Bruder „erkannt“. Als Steven heute beim Stillen wieder neben mir saß und erzählte, hat Nils ihn nicht aus den Augen gelassen. Steven lachte ihn dann an und streichelte ihn, und da war es mit Stillen vorbei. Nils hatte nur noch seinen Bruder im Kopf und schäkerte mit ihm herum. Bisher hat Nils Steven eher unbeachtet gelassen. Nils hat auch wieder neue „Worte“, wenn er anfängt zu reden, gibt er sich ganz viel Mühe und redet deutlich und voller Hingabe sein Baby-Kauderwelsch.

 

Donnerstag, 29.11.2007

 

Seit einigen Tagen bzw. Nächten schläft Nils schlechter, wacht öfter auf und will auch öfter trinken. Da ich ihn sowieso bei mir im Bett stille, ist das nicht weiter tragisch. Aber ich frage mich schon, woran es liegt. Nils ist auch immer noch etwas erkältet, er hustet noch manchmal und das „giemen“ hört man teilweise auch noch. Ich werde wohl nächste Woche noch einmal mit ihm zum Arzt gehen wenn es weiter anhält, morgen schaffe ich es zeitlich leider nicht. Wenn Nils jetzt auf dem Bauch liegt, biegt er sich manchmal schon richtig durch, Beine nach oben und den Oberkörper hebt er auch an. Wie beim „Trockenschwimmen“. Manchmal hat Nils an anderen Dingen mehr Interesse als an mir. Dann möchte ich eigentlich ein bissel mit ihm reden, aber er schaut mich nur kurz an und widmet sich dann lieber anderen Betrachtungen. Beispielsweise wenn er auf dem Wickeltisch liegt und seine geliebte Bordüre an der Wand anhimmelt. Ich muss das zwar nicht persönlich nehmen, aber irgendwie macht mich das dann nicht ganz glücklich. Schließlich hört und ließt man überall, die Mama sei beim Baby stets die „Nummer eins“. Ich glaube, Nils weiß schon jetzt ziemlich genau was er will und setzt das auch gern durch. Auch wenn er seinen Unwillen über bestimmte Dinge äußert, er kann manchmal ganz schön konsequent nörgeln ;-)

 

Freitag, 30.11.2007

 

Heute Abend ist mir Nils das erste Mal seit Wochen beim Stillen nicht eingeschlafen. Sonst habe ich ihn ja dann gleich in meinem Bett liegengelassen und bin rausgeschlichen. Aber heute habe ich ihn dann in sein eigenes Bett gelegt, um dort einzuschlafen, so wie es ja eigentlich sein soll. Und ich konnte es kaum glauben, Nils ist ohne zu meckern einfach eingeschlafen. Ich war richtig stolz auf meinen kleinen Schatz, denn eigentlich habe ich befürchtet, dass Nils beim Einschlafen Probleme hat. Schließlich ist er es ja nicht mehr gewohnt, in seinem eigenen Bettchen einzuschlafen. Allzu lange kann ich Nils sowieso nicht mehr allein in meinem Bett liegen lassen. Denn wenn er es lernt, sich richtig zu rollen, dann besteht ja die Gefahr, dass er aus dem Bett heraus fällt.

 

Samstag, 01.12.2007

 

Nils mag nicht mehr gern auf dem Bauch liegen. Bis vor zwei Tagen hat er sich noch schön auf den Unterarmen abgestützt und konnte so recht lange in dieser Position bleiben und sich auch etwas selbst beschäftigen. Er hat sich dann umgesehen oder versucht, ein Spielzeug, was vor ihm lag, zu greifen. Nun spielt Nils aber „Trockenschwimmer“, hebt Beine und Arme an und strampelt. Dann legt er die Arme auf dem Boden ab, aber nicht vor sich sondern nach hinten. Natürlich kann Nils nun den Oberkörper nicht mehr oben halten und landet mit dem Gesicht auf dem Boden. Das gefällt ihm nicht und schon geht das Genörgel los. Nun muss ich Nils „retten“, weil es auch ein ziemlich mitleiderregender Anblick ist, wie der kleine Kerl mit dem Gesichtchen auf der Decke liegt. So gut Luft bekommt er sicher auch nicht in dieser Lage. Nun frage ich mich: hat Nils das Aufstützen verlernt oder ist dies ein normaler Entwicklungsschritt vom Stütz auf den Unterarm zum Stützen auf den Händen? Hoffentlich dauert diese Phase nicht allzu lang an, Nils ist nämlich momentan etwas anstrengend. Ich muss ihn jetzt oft hochnehmen und tragen. Dann ist Nils zufrieden, weil er alles wunderbar sehen kann, ohne sich anzustrengen. Von Steven kenne ich dieses Verhalten nicht, weil unser „Großer“ in der motorischen Entwicklung ziemlich spät war und das Stützen aus der Bauchlage irgendwie übersprungen hat. Heute waren wir auch bei einer Bekannten zu Besuch, die Nils noch nicht weiter gesehen hat. Ich habe mal vorsichtig gefragt, ob ihr auffällt, dass an seinem Köpfchen irgendwie etwas schief ist. Sie hat mir recht glaubhaft versichert, dass ihr das nicht aufgefallen ist, bevor ich sie darauf hingewiesen habe. Das hat mich schon ein bissel beruhigt, man macht sich ja doch immer Sorgen, wenn irgend etwas bei seinem Kind nicht ganz in Ordnung ist.

 

Montag, 03.12.2007

 

Heute war Nils tagsüber gut drauf und freundlich. Das Abstützen hat er zwar immer noch nicht gelernt aber die Bauchlage hat er doch besser akzeptiert als gestern. Nur beim Schlafen legen war es heute ein bissel problematisch. Nils war beim Stillen nicht eingeschlafen und als ich ihn dann wach in sein Bettchen legte, begann er zu weinen. Ich habe ihn dann noch ein paar Mal rausgenommen, es kam verspätet noch ein dickes „Bäuerchen“. Aber in seinem Bett wollte er trotzdem nicht schlafen. Letztendlich habe ich Nils dann noch mal in meinem Bett gestillt und dort ist er dann auch eingeschlafen.

 

Mittwoch, 05.12.2007

 

Im Moment gibt es nicht viel zu berichten, Nils ist meistens lieb und quengelt nicht viel. Außer wenn er sich langweilt und sich mehr Beachtung wünscht. Nur nachts hat Nils jetzt ständig Hunger, so dann ich laufend Stillen muss. Dann schlafen wir beide dabei ein, und Nils trinkt sich nicht richtig satt. Im Endeffekt wacht er deswegen schneller wieder auf und ist wieder hungrig. Das geht dann die ganze Nacht so, das ist gerade etwas anstrengend.

 

Freitag, 07.12.2007

 

Der Tag heute war mit Nils sehr anstrengend. Wenn er wach war, wollte Nils fast ständig getragen oder bespielt werden. Am liebsten hat er es, wenn er auf meinem Schoß „sitzt“ oder auf dem Arm und einen guten Überblick hat. Dann schaut er sich um und ist völlig zufrieden. Sobald ich mich einmal nicht um Nils gekümmert habe, hat er gequengelt. Und quengeln kann Nils sehr konsequent, wie ich schon einmal erwähnte. Vielleicht wird der Kleine wieder krank, wer weiß? Ich bekomme jedenfalls auch schon wieder eine Erkältung, da wäre es ja bei Nils naheliegend. In den ERGO getraue ich mich noch nicht, Nils hineinzusetzen, obwohl das an solchen Tagen wie diesen optimal wäre. Für den Neugeborenen-Einsatz ist Nils nun schon zu groß und für die normale Bauch-Trage wohl noch etwas zu klein. Jetzt ist Nils fünf Monate alt. Wenn er dann ½ Jahr alt ist, werde ich ihn schon mal hineinsetzen.

 

Freitag, 07.12.2007

 

Heute Nachmittag habe ich Nils auf dem Bauch gelegt und er stützte sich mit den Händchen auf. Da kam Steven angerannt und stellte sich neben uns. Leider hat er nicht nach unten geschaut und ist voll auf Nils linke Hand getreten. Ich habe es gleich gesehen und Steven schnell weggehoben, noch ehe der Schmerz bei Nils richtig ankam. Es dauerte dann noch einen kurzen Moment, dann fing der kleine Schatz herzzerreißend an zu weinen. Ich habe ihn gleich hochgenommen und getröstet, aber Nils hat schon schlimm geweint. Er hat sich dann erst langsam wieder beruhigt, als ich ihn gestillt habe. Ich habe mal gelesen, Muttermilch hilft gegen Schmerzen. Das es schmerzhaft war, kann ich mir gut vorstellen, denn Steven hat mich kürzlich auch schon einmal getreten und mir tat das auch weh. Er hat nämlich Spezialschuhe mit einer besonderen Sohle, die ziemlich derb ist. Aber ich konnte Steven deswegen auch nicht schimpfen, er hat es ja nicht absichtlich getan. Ich hoffe nun mal, dass die Fingerchen von Nils nichts Schlimmeres abbekommen haben. Aber ich glaube, dann wäre er heute Abend nicht so friedlich eingeschlafen und hätte nicht mehr richtig greifen können.

 

Mittwoch, 12.12.2007

 

Ich habe lange nichts geschrieben, aber es gibt momentan auch nicht allzu viel neues zu berichten. In unserer Familie sind alle erkältet, nur Nils scheint es nicht erwischt zu haben. Das wundert mich schon, denn ich habe wirklich starken Schnupfen und bei Nils läuft die Nase kein bisschen. Dabei ist unser Kontakt ja so innig, dass er sich bei mir schon längst einmal angesteckt haben müsste. Bei Nils klappt das Abstützen in der Bauchlage immer noch nicht so richtig, so dass er oft unzufrieden ist und ich ihn oft tragen oder auf den Schoß nehmen muss. Ich habe deshalb kürzlich doch einmal probiert, ob man Nils schon in den ERGO hineinsetzten kann, praktisch wäre es ja. Aber seine Beinchen sind noch viel zu klein, er kann noch gar nicht richtig im Spreizsitz hineingesetzt werde. So muss ich doch noch eine Weile warten. Beim Schlafen hat Nils seit ein paar Nächten wieder die Angewohnheit, gegen 4 Uhr wach zu werden. Er ist dann ganz munter lässt sich nicht wieder in den Schlaf bringen. Ich wickele ihn dann, obwohl seine Windel doch noch gar nicht so voll ist. Anschließend schläft Nils nach einer Weile wieder ein, aber kurze Zeit später ist dafür Steven wach und der Tag beginnt für mich leider meistens schon kurz nach 5 Uhr. Hoffentlich hält diese Aufwach-Phase nicht lange an bei Nils, ich habe ihn doch schon seit Monaten nachts nicht mehr wickeln müssen!

 

Donnerstag, 13.12.2007

 

Heute begann der Tag zwar auch schon um 5:15 Uhr für mich, weil Nils aufwachte. Aber wenigstens ist er diese Nacht nicht zwischendurch gegen 4 Uhr wach geworden wie in den letzten Nächten immer. Und überhaupt war heute ein guter Tag, Nils war wieder total zufrieden und freundlich, wie früher. Vielleicht hatte er in den letzten Tagen einen Entwicklungs- oder Wachstumsschub, weil er immer so quengelig war?

 

Freitag, 13.12.2007

 

Die erste Hälfte des Tages war Nils wieder ein reiner Sonnenschein, gegen Nachmittag wurde er aber wieder quengelig und ich habe ihn viel herumtragen müssen. Es hat ihn immer wieder aufgestoßen, obwohl eigentlich sonst die „Bäuerchen“ kein großes Problem mehr darstellen. Übermorgen hat Nils seine erste „große Fahrt“ vor sich: wir besuchen meine Schwester in Schwäbisch Hall, das sind ca. 260 km Entfernung. Ich fahre allein mit den Kindern im Auto und bin schon sehr gespannt, wie die Fahrt ablaufen wird. Im schlimmsten Fall schläft Nils nicht, will gestillt werden und braucht eine frische Windel. Vor allem das Wickeln ist in dieser Jahreszeit ziemlich problematisch: im Auto kann ich es nicht machen (kein Platz), draußen ist es zu kalt und da ich eigentlich Landstraße fahren will, habe ich nicht viele Gelegenheiten, eine Raststätte mit Wickelplatz zu finden. Ich bin auch gespannt, ob der Schlafrhythmus, der sich bei uns ja wunderbar eingespielt hat, durcheinander kommt. Außerdem werden Steven, Nils und ich alle in einem Zimmer schlafen, hoffentlich wecken sich die Kinder nicht gegenseitig immer wieder auf.

 

Samstag, 14.12.2007

 

Nils hustet manchmal, aber sonst wirkt er nicht erkältet. Hoffentlich wird es nicht schlimmer. Heute war es tatsächlich so weit: Nils hat sich mehrmals mit seinen Händen aufgestützt und kraftvoll nach oben gedrückt. In dieser Position hat er es dann auch länger ausgehalten und sich umgesehen. Er fand es wohl selbst gut, so weit oben zu sein. Noch besser findet es Nils allerdings, wenn er „sitzen“ kann. Wenn Nils liegt und man ihm die Finger reicht, hält er sich so fest, dass man ihn zum Sitzen hochziehen kann. Dann schaut Nils ganz stolz und wenn man ihn dann wieder zurückplumpsen lässt (auf dem Bett geht das ja super, weil die Matratze schön weich ist), dann lacht Nils. Diesen Spielchen kann man mehrmals mit Nils spielen, es wird ihm so schnell nicht langweilig. Ich bin richtig stolz auf die Fortschritte, die er so macht. Im Januar ist ja Nils auch dann ½ Jahr alt und wir wollen dann den Brei versuchen. Ich bin schon gespannt, ob Nils darauf Appetit hat, Steven fand das damals nämlich gar nicht so toll. Aber wenn wir bei Tisch sitzen, schaut Nils schon ziemlich interessiert zu, ich glaube er würde schon gern mal probieren. Morgen geht es auf die „große Fahrt“, dann werde ich einige Tage nicht schreiben können. Mal schauen, was es dann wieder neues gibt.

 

Mittwoch, 19.12.2007

 

Wir sind wieder vom Besuch zu Hause. Auf der Fahrt verlief alles wunderbar. Nils hat die ganze Hinfahrt über geschlafen. Und auf dem Rückweg ist er zwar nach ca. 2/3 des Weges aufgewacht, lag aber ganz brav in seiner Babyschale und hat die ganze Zeit über weder gequengelt noch geweint. Nur am Ende der Fahrt war Nils doch ziemlich hungrig und hat immer so etwas wie „Mamma mam mam“ gesagt. In den letzten Tagen hat Nils nämlich das „mam“ entdeckt und benutzt diese Silben besonders, wenn er Hunger hat. Er redet dann ganz eindringlich und ernsthaft und zieht ganz süße Gesichtchen dabei. Das Stützen auf den Händen hat Nils weiter verbessert, manchmal hält er schon ganz lange durch in dieser Position. Mit dem Schlafen hat es abends auch recht gut geklappt, Nils und Steven haben sich auch nicht gegenseitig geweckt, wenn einer nachts munter wurde. Und Nils ist immer noch nicht erkältet, obwohl Steven und ich schon wieder einen recht heftigen Schnupfen durchgemacht haben. Der „Nestschutz“ über das Stillen scheint hervorragend zu funktionieren, Nils hüstelt nur gelegentlich einmal.

 

Donnerstag, 20.12.2007

 

Heute hatten wir den Termin zur U5. Nils ist nun schon 7320 Gramm schwer und 68 cm lang. Entwicklungsmäßig ist alles bestens und die Ärztin sagte sogar, dass Nils ziemlich viel Kraft habe, weil er sich so toll an den Fingern festhält, dass man ihn ohne weitere Hilfe zum Sitzen hochziehen kann. Es gibt aber auch weniger gute Nachrichten. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass Nils Harnröhre wahrscheinlich etwas gebogen ist, weil der Ausgang nach oben zeigt und Nils so auch nach oben pinkelt. Das kann sich zwar im Laufe des Wachstums noch korrigieren, aber wir sollen es trotzdem mal von einem Urologen ansehen lassen. Ebenso steht es mit der Asymmetrie. Dass das Köpfchen von Nils nicht ganz symmetrisch ist, wusste ich ja schon. Aber auch seine Beine sind nicht ganz gleich lang. Auch das sollen wir lieber einmal überprüfen lassen und so werde ich einen Termin in einer Münchner Klinik vereinbaren. Impfen lassen habe ich Nils heute lieber nicht, da er ja doch ab und an hustet. Der Husten ist zwar nicht schlimm, aber für eine Impfung sollte man ja völlig gesund sein. Das müssen wir dann möglichst schnell im neuen Jahr nachholen.

 

Freitag, 21.12.2007

 

Meistens scheitert der Versuch, Nils abends wach in sein eigenes Bettchen zu legen. Ich probiere es daher nicht oft aus. Außerdem schläft mir Nils ja sehr oft bei Stillen ein und ich kann ihn in meinem Bett liegen lassen. Jedenfalls heute Abend ist Nils beim Stillen nicht eingeschlafen und ich habe ihn mal wieder in das eigene Bettchen gelegt. Er war gut gelaunt und auch völlig entspannt. Ich habe Nils noch mal gestreichelt, gut zugeredet und bin aus dem Zimmer gegangen. Und tatsächlich ist er dann irgendwann eingeschlafen, ohne zu weinen oder irgendwie zu protestieren. Das lässt mich hoffen, dass die Umgewöhnung in das eigene Bett für Nils vielleicht doch nicht so kompliziert wird wie ich befürchte. Denn wenn Nils noch mobiler wird und sich besser drehen kann, besteht ja die Gefahr, dass er aus meinem Bett herausrollt. Da wäre er in seinem Gitterbettchen schon besser aufgehoben. Es wird nicht mehr lang dauern bis es soweit ist. Nils spielt jetzt auch schon manchmal mit seinen Füßchen, wenn er auf dem Wickeltisch liegt. Er versucht sie zu greifen und wenn er eins erwischt, hält er es fest und staunt es an. Heute hatte Nils schon einen kleinen Schutzengel bei sich. Wir waren in Stevens Kindergruppe zur Weihnachtsfeier und da stand so eine Matratze mit Holzboden, die war aus Platzgründen hochgeklappt. Plötzlich fiel sie laut knallend um, weil sie wohl nicht ausreichend gesichert war. Hätte Nils nicht in seinem Baby-Safe gesessen, wäre das Ding voll auf ihn draufgeknallt, und zwar mit der Holzseite. Ich mag gar nicht daran denken, was dann passiert wäre. Zum Glück hatte ich Nils schon eingepackt und nicht mehr auf seiner Krabbeldecke liegen! So ist die Babyschale nur nach hinten gekippt, Nils lag mit den Füßen nach oben und hat nur einen großen Schrecken bekommen (Ich natürlich auch).

 

Samstag, 22.12.2007

 

Heute lag Nils auf der Decke am Boden und rollte sich mal nach rechts, mal nach links. Dann drehte er sich auf den Bauch, damit ist er aber schon von der Decke heruntergerollt. Ich ließ ihn erst einmal so in der Position, weil er sich gut auf den Armen abstützte und um sich herumschaute. Plötzlich kam es Nils in den Sinn, sich gleich noch mal umzudrehen, wieder in Rückenlage. Allerdings weiter in die Richtung von der Decke weg. Und so landete das Köpfchen von Nils ziemlich unsanft nach der gelungenen Drehung auf dem Laminatboden. Da gab es natürlich großes Geschrei, es hat Nils anscheinend doch ziemlich wehgetan oder erschreckt. Nun muss ich ja davon ausgehen, dass Nils das nun öfter machen wird. Da ich die Decke nicht vergrößern kann hoffe ich mal, dass Nils sich das nächste Mal etwas vorsichtiger herumrollen wird. Nils hat heute auch etwas mehr gehustet.

 

Dienstag, 25.12.2007

 

Weihnachten ist nun fast vorbei, das war das erste Weihnachtsfest in Nils Leben. Der kleine Schatz hat natürlich noch nicht viel davon mitbekommen. Aber den Christbaum hat er schon mit leuchtenden Augen angesehen. Und zum Krippenspiel in der Kirche lag Nils ganz brav in der Babyschale und hat geschlafen oder sich still mit großen Augen umgeschaut. In den letzten Tagen ist nicht viel geschehen, nur ab und an fallen mir nette Kleinigkeiten auf. Als wir vorgestern am Esstisch saßen und Steven Kartoffelsuppe aß, hatte ich Nils auf dem Schoß. Es hat ihn sehr interessiert, was sein Brüderchen da mit dem Löffel in den Mund beförderte. Plötzlich hat Nils angefangen zu schmatzen, ich glaube am liebsten hätte er mal einen Löffel von der Suppe probiert. Ich will ja im Januar mit dem Zufüttern von Brei beginnen und ich denke, Nils wird da schon Appetit entwickeln. An Stevens Kinderzimmerlampe hängt so ein Mobile mit Holzteddys dran. Das habe ich Nils schon oft im Vorbeigehen gezeigt, aber er hat es nur angesehen und das wars. Seit ein paar Tagen ist Nils aber total begeistert, wenn wir davor stehen. Ein unglaubliches Lächeln erstrahlt auf seinem Gesichtchen, er juchzt vor Freude. Und dann streckt Nils sogar ein Händchen danach aus und versucht, einen Teddy zu greifen. In solchen Momenten bin ich richtig glücklich. Heute zum Weihnachtsessen habe ich mir erlaubt, Rotkohl zu essen. Ich muss ja ständig wegen dem Stillen auf irgendwelche Dinge verzichten, damit Nils nicht unnötig Blähungen bekommt. Aber einmal im Jahr wollte ich mir das nicht entgehen lassen, trotz schlechtem Gewissen. Nun hoffe ich, dass das Bäuchlein von Nils vielleicht doch ganz gut damit zurechtkommt. Morgen werde ich es wissen.

 

Donnerstag, 27.12.2007

 

Der Rotkohl hat bei Nils keinen Schaden angerichtet. In der Nacht und am Tag danach habe ich bei ihm keine Blähungen etc. bemerkt. Nur heute morgen hat sich Nils mit seinem Bäuchlein etwas herumgeplagt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das noch Nachwirkungen von vorgestern sein sollen. Ich versuche jetzt, Nils abends und nachts häufiger in sein eigenes Bettchen zu legen. Manchmal klappt es ganz gut, wie zum Bsp. heute Abend. Aber oft gefällt es Nils ganz und gar nicht und er murrt und knurrt vor sich hin, bis er anfängt zu weinen. Dann braucht es mehrere Anläufe, bis er einschläft. Oder ich gebe nach und nehme Nils wieder mit zu mir ins Bett, dann beruhigt er sich auch ganz schnell. Aber ich denke, so lange es immer wieder positive Einschlafergebnisse gibt, macht es auch nichts, wenn ich Nils bisweilen wieder mal bei mir schlafen lasse.

 

Samstag, 29.12.2007

 

Nils kann sich nun immer besser auf den Armen abstützen. Früher hatte er noch die Hände zu Fäusten geballt, heute hatte Nils die Hände endlich flach auf dem Boden. Und er hat es lange so ausgehalten! Zwischendurch ist Nils immer wieder „geschwommen“ und als die Kraft nachließ, hat er auch den Kopf auf dem Boden abgelegt. Ich wollte Nils dann „retten“ und wieder auf den Rücken drehen. Doch da fing er plötzlich er an zu protestieren, so dass ich ihn wieder auf den Bauch umgedreht habe. Nils wollte anscheinend so lange selber kämpfen, bis er an seine Grenzen kommt. Doch irgendwann war doch die Kraft zu Ende und dann habe ich Nils wieder auf den Rücken gelegt. Und das hat er diesmal auch ohne Protest mitgemacht. Ich war wirklich erstaunt, wie lange Nils sich oben gehalten hat und wie ausdauernd er dabei war. Ich bin richtig stolz auf ihn! Neuerdings wacht Nils ziemlich regelmäßig ca. eine Stunde nach dem Schlafen legen wieder auf und will noch mal trinken. Heute auch wieder, aber dann ist er noch zweimal aufgewacht und hat immer ziemlich heftig geweint. Es klang anders als sonst, als hätte er Angst oder Schmerzen. Aber ich konnte ihn dann mit Hochnehmen, Streicheln und Stillen wieder beruhigen. Vielleicht hat Nils auch nur schlecht geträumt?

 

Sonntag, 30.12.2007

 

Heute war Nils insgesamt irgendwie quengelig. Ich musste ihn oft herumtragen, dann wurde seine Stimmung schlagartig besser. Und wenn wir am Teddy-Mobile im Kinderzimmer oder der blauen Pendelleuchte im Wohnzimmer stehengeblieben sind, streckte Nils sein Ärmchen aus, lächelte selig und die Welt war wieder in Ordnung. Auch das Schlafen klappt heute nicht so gut, ich war schon mehrmals bei Nils oben, weil er aufgewacht ist und geweint hat. Als Steven und ich heut mit Nils herumgespaßt haben und einmal besonders albern waren, hat Nils plötzlich ein neues Geräusch gemacht. Ein lautes, völlig begeistertes Jauchzen mit einen Blick auf uns, der ganz deutlich sagte, dass wir mit dem Unsinn doch bitte weitermachen sollten.

 

Montag, 31.12.2007

 

Auch heute Abend schläft Nils wieder schlecht, er ist schon mehrmals wachgeworden. Der Tag an sich war aber nicht besonders quengelig. Nils greift sich beim Wickeln, wenn er ohne Windel –und dadurch viel beweglicher- ist, gern seine Füßchen und kullert hin und her. Ich bin gespannt, wann Nils es schafft, sie auch in den Mund zu stecken, er nimmt ja alles was er erwischen kann, in den Mund. Heute ist nun auch Silvester. Den letzten Jahreswechsel hat mein kleiner Schatz ja noch in meinem Bauch miterlebt. Das Knallen draußen scheint Nils aber nicht zu stören, davon wacht er jedenfalls nicht auf. Ich wünsche Dir, kleiner Nils, für das neue Jahr alles Liebe und dass es ein spannendes, schönes Jahr für Dich wird! Es gibt so viel zu lernen und zu entdecken!

Dienstag, 01.01.2008

 

Das neue Jahr hat für Nils nicht so toll begonnen, er hat den ganzen Tag heute recht viel herumgequengelt. Ich schätze, Nils zahnt, denn oft hat er in seinen Mund hineingefasst und gesabbert. Aber man sieht noch nicht neues in seinem Mund. Hoffentlich geht diese Phase des Unmuts bald wieder vorbei, die letzen Tage waren schon recht anstrengend mit Nils. Er schläft jetzt auch wieder oft in meinem Bett, denn wenn die Nächte für ihn schon so unruhig sind, will ich es ihm nicht noch schwerer machen.

 

Mittwoch, 02.01.2008

 

Auch heute war Nils teilweise nicht so gut drauf, hat öfter gequengelt. Vormittags und mittags hält er ja immer ein Schläfchen, aber es war für ihn so schwer in den Schlaf zu finden. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, bis es geklappt hat, obwohl Nils schon sehr müde war. Gegen Abend ist er dann beim Stillen schon einmal vorm Zubettbringen eingeschlafen, so müde war er. Heute beim Wickeln und Strampeln hätte es Nils fast geschafft, seine Füßchen in den Mund zu nehmen, es hat nicht mehr viel gefehlt. Und seine Strampler Größe 68 werden nun auch langsam zu klein, ich kann sie Nils bestimmt nur noch wenige Tage anziehen.

 

Donnerstag, 03.01.2008

 

Tagsüber war Nils auch heute nicht so richtig zufrieden und mit dem Schlafen hat er sich auch bissel schwergetan. Aber es war immerhin besser als gestern. Aber auch heute Abend schläft Nils unruhig und wacht oft auf. Doch es gibt auch positive Dinge zu berichten: Heute hatte Nils seinen ersten Brei! Ich hatte ja schon zwei mal probiert, ob Nils Tee vom Löffel annimmt und das hatte ganz gut geklappt. Das war so zur Brei-Vorbereitung gedacht, damit Nils schon mal weiß, was man mit einem Löffel anstellt. Eigentlich wollte ich auch mit dem Brei noch mindestens bis morgen warten, wenn Nils auch laut Kalender sechs Monate alt ist. Aber heute, als ich Steven eine Banane geben wollte, lag Nils so dabei und sah das. Plötzlich machte er „mam,mam“ und schmatzte laut herum. Da dachte ich mir: „wenn das mal kein Wink mit dem Zaunspfahl ist!“ und habe kurz entschlossen das Gläschen Karottenbrei hervorgeholt, was wir kürzlich als Werbegeschenk bekommen haben. Ich wollte sowieso mit Karotten anfangen, falls Nils sie akzeptiert. Nun, jedenfalls habe ich Nils dann ein Lätzchen umgebunden und ihn zu mir auf den Schoß geholt. Ich habe nicht gezählt, aber ich glaube, es waren ca. vier Löffel Brei, die Nils gegessen hat. Es war zwar etwas kompliziert für ihn, den Brei richtig vom Löffel herunter zu lutschen. Aber wenn es nicht im ersten Anlauf geklappt hat, ist Nils mit dem Mündchen von selbst noch mal hinterher gegangen und hat es noch mal probiert. Und ich glaube, Nils fand es gar nicht schlecht und war auch stolz darauf, dass er den Brei so schön gegessen hat. Morgen Mittag probieren wir es wieder, mal schauen, ob Nils dann etwas mehr essen möchte. Ich hatte nur den Eindruck, dass Nils auch gern von unserem anderen Essen mal gekostet hätte und es nicht verstanden hat, wieso er das dann nicht durfte. Und dass von daher für ihn auch ein wenig Grund zum Quengeln bestand, wenigstens zu den Essenszeiten.

 

Freitag, 04.01.2008

 

Vom Brei hat Nils heute auch wieder so ca. 4 Löffelchen gegessen. Es macht ihm noch Schwierigkeiten, den Brei vom Löffel herunterzuschlecken. Manchmal klappt es recht gut, manchmal ziehe ich den Löffel genauso voll wieder aus dem Mündchen raus, wie ich ihn hineingesteckt habe. Aber grundsätzlich scheint schon das Interesse da zu sein, ich bin zuversichtlich.

 

Sonntag, 06.01.2008

 

Das Essen hat heute wieder etwas besser funktioniert. Manchmal hat Nils den Löffel richtig schön abgeschleckt,

manchmal aber auch nicht, und es waren auch nur ein paar Löffelchen, die er gegessen hat. Aber ich denke, wir sind schon auf dem richtigen Weg. Nur die Nächte sind derzeit ein kleine Katastrophe. Nils wacht so häufig auf und oft lässt er sich auch durch das Stillen nicht gleich wieder beruhigen. Ich weiß nicht, wie oft ich heute Nacht wegen Nils wach war, aber mir kam es vor, als hätte ich kaum geschlafen. Ich hatte manchmal den Eindruck, Nils quält sich irgendwie mit seinem Bäuchlein herum. Kann es sein, dass er wegen dem Karottenbrei Verdauungsprobleme hat? Ich weiß nicht so recht, wie ich mich da verhalten soll. Einfach mit dem Brei pausieren? Aber Nils wartet doch mittags schon darauf. Und einfach eine andere Gemüsesorte nehmen kann ich ja auch nicht, man soll ja mit der Einführung eines neuen Breies ein paar Tage warten, wegen dem Allergierisiko. Und Nils isst ja erst seit vier Tagen diese Karotten. Ich fürchte, ich werde abwarten müssen, bis noch ein paar Tage vergangen sind und dann mal schauen, ob es mit Kartoffel-Karotten oder einer anderen Gemüsesorte besser wird.

 

Dienstag, 08.01.2008

 

Heute war Nils zum ersten Impfen. Ich habe nur die 5-fach-Impfung machen lassen, das habe ich bei Steven damals auch so gehandhabt. Meine Hebamme sagte damals, fünf Impfstoffe wären für den kleinen Organismus schon anstrengend genug. Gestern habe ich noch Thuja-Globuli beim Arzt geholt, die soll man am Abend vorm Impfen geben. Ich hatte Nils während den Impfens auf dem Arm und der Arzt hat ihm seitlich in die Pobacke gestochen. Trotz Ablenkung hat Nils doch ziemlich geweint, aber nur kurz. Ich hab ihn schnell wieder beruhigen können und danach war alles vergessen. Es ging Nils auch den ganzen Tag über super, es schien ihn nicht beeinträchtigt zu haben. Heute Mittag hat Nils zum ersten Mal „richtig“ gegessen. Ich hatte ca. 1/3 Gläschen Karottenbrei in seinem Schälchen aufgewärmt und er hat alles weggeputzt. Nils schien es richtig eilig zu haben beim Essen. Der kleine Mund ging immer wieder auf wenn der Löffel kam und am besten hat das Abschlecken funktioniert, wenn der Löffel seitlich in den Mund hineingeschoben wurde. Ich habe heute das letzte Gläschen Karotten geöffnet, wenn es leer ist gibt’s dann Karotten mit Kartoffel. Nils hatte dann acht Tagen lang nur Karotte, ich denke, nun kann ich schon ein neues Gemüse wagen.

 

Donnerstag, 10.01.2008

Wenn Nils sich etwas vorgenommen hat, dann zieht er das auch durch, er hat einen ziemlich starken Willen. Gestern hatte er sich vorgenommen, von meinem Firmenabendessen nichts zu verpassen. Unsere Projektgruppe war von unserem Chef zu ihm nach Hause zum Essen eingeladen worden. Da ich gern hingehen wollte, musste ich Nils aber mitnehmen, da er ja noch nicht ohne mich auskommt. Ich war davon ausgegangen, dass mir Nils im Auto einschläft und auch etwas länger schlafen wird, weil es ja seine Schlafenszeit ist. Nur wie gesagt, Nils war da anderer Meinung und nachdem ich endlich im Wohnzimmer meines Chefs stand, einen kleinen Aperitif in der Hand, meldete sich auch schon Sohnemann im Nebenzimmer. Und Nils hielt standhaft durch, fast drei Stunden lang. Er war zwar todmüde, aber immer gut aufgelegt. Nils lächelte meine Kollegen an, ließ sich auch von meinem Tischnachbarn auf den Arm nehmen und zeigte sich von seiner besten Seite. Alle Versuche, ihn zum schlafen zu bringen, scheiterten und so fuhr ich mit ihm dann auch schon eher wieder heim. Im Auto schlief Nils übrigens sofort ein. Heute Mittag hat Nils auch zum ersten Mal Karotten-Kartoffelbrei gegessen, ein halbes Gläschen hat er verdrückt. Das Essen klappt immer besser bei ihm. Heute war ich mit Steven bei der Augenärztin und bei der Gelegenheit hat sie auch gleich einmal bei Nils nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist. Es scheint mit den Augen alles okay zu sein, jedoch hatte die Ärztin manchmal dein Eindruck, Nils würde sie nur mit einem Auge richtig ansehen. Sie war sich allerdings nicht sicher, bei solch kleinen Kindern kann man ja auch noch nicht viel untersuchen. Mir ist allerdings noch nichts dergleichen aufgefallen, ich kann mir auch nicht richtig vorstellen, wie sie das meint. Aber vorsichtshalber sollen wir in einem halben Jahr noch einmal zur Kontrolle vorbeikommen.

 

Samstag, 12.01.2008

Das Breiessen klappt jetzt schon gut, Nils schafft mittags sein halbes Gläschen . Es scheint, dass er schon weiß, dass mittags Brei dran ist anstatt Stillen. Jedenfalls hat er gestern das Stillen verweigert und erst nachdem er den Brei gegessen hat, noch etwas getrunken. Und heute beim Füttern hat Nils plötzlich mittendrin gemurrt. Ich dachte schon, er mag den Brei nicht mehr. Dann habe ich ihm ein paar Löffelchen Fencheltee gegeben und Nils hat wieder gegessen. Anscheinend hatte er Durst. Nils hat sich heute sehr oft aus der Rückenlage auf den Bauch gedreht. Kaum hatte ich ihn auf den Rücken hingelegt, lag er auch schon bäuchlings da. Nur das Drehen wieder zurück auf den Rücken klappt noch nicht so gut, ich muss ihn meistens wieder selbst zurückdrehen, wenn ihn seine Kraft verlässt.

 

Sonntag, 13.01.2008

Seit gestern Abend schläft Nils wieder besser, er wacht nicht mehr so oft auf und trinkt nachts auch nicht mehr so häufig. Ich habe ihn jetzt auch wieder öfter in sein eigenes Bettchen gelegt und Nils protestiert auch nicht so dagegen wie noch vor ein paar Nächten. Zum Brei bekommt Nils jetzt immer ein paar Löffelchen Tee mit dazu, das gefällt ihm. Und auch wenn wir am Esstisch sitzen und Nils ist dabei, quengelt er oft herum, bis ich ihn auf den Schoß nehme und etwas Tee mit dem Löffel gebe. Dann ist er vorerst zufrieden. Nils will anscheinend schon richtig mitessen wie ein „Großer“.

 

Montag, 14.01.2008

Auch die letzte Nacht hat Nils gut geschlafen, ist nur selten aufgewacht um zu trinken. Und heute Abend verlief das Zubettbringen super. Ich habe Nils wach in sein Bettchen gelegt und die Spieluhr angemacht. Dann bin ich hinausgegangen und Nils ist tatsächlich eingeschlafen, ohne irgendein Quengeln. Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die Kinder doch sind! Als Steven so alt war, war überhaupt nicht daran zu denken, dass er mal so einfach allein in seinem Bettchen eingeschlafen wäre. Nils hat sich heute wieder so oft auf den Bauch gedreht. Kaum liegt er auf dem Rücken, schon rollt er sich in die Bauchlage. Das Problem ist nur, dass Nils sich so oft in missliche Situationen bringt, aus denen er allein noch nicht wieder herauskommt. Vorhin zu Beispiel hat er sich im Bett so gerollt, dass er in der Bauchlage ganz am Gitter lag und nicht vor und nicht zurück konnte. Er hat dann jämmerlich um Hilfe geschrien, der arme kleine Kerl. Oder Nils bleibt so lang auf dem Bauch, bis ihn die Kraft zum Hochstützen verlässt und er mit dem Gesichtchen auf dem Boden liegt und jammert. Auf die Idee, sich wieder zurückzudrehen, kommt er fast nie, obwohl er es eigentlich kann.. Wenn Nils rollt, kullert er natürlich auch immer wieder von der Decke herunter und auf den harten Laminatboden. Das scheint ihn aber nicht zu stören, so lange er nicht noch mal auf den Rücken dreht und mit dem Hinterkopf aufschlägt. Nils schiebt sich dann, ohne es eigentlich zu wollen, langsam mit den Ärmchen rückwärts auf dem Boden entlang.

 

Donnerstag, 17.01.2008

Seit einigen Tagen schläft Nils nur noch in seinem Bettchen, wenn ich nicht mit dabei liege. Ich lege ihn schlafend oder auch wach hinein und er schläft dann ohne Meckern drin. Nur wenn ich Nils nachts stille und dabei einschlafe, bleibt er bei mir liegen. So muss ich mir keine Gedanken mehr machen, dass Nils mal aus dem Bett herausrollt, er ist ja nun schon viel mobiler geworden. Das Schlafen klappt auch wieder ganz gut. Es gibt sonst nicht allzu viel zu berichten, Nils ist wieder schön unkompliziert und lieb, da kann ich gar nicht klagen. Heute beim Wickeln und Strampeln ohne Windel hat Nils zum ersten Mal seinen rechten großen Zeh in den Mund gesteckt. Hat zweimal dran gesaugt und mich angegrinst.

 

Samstag, 19.01.2008

 

Heute war Nils wieder etwas anstrengend. Er war sehr zeitig wach, hat den Tag über nicht viel geschlafen und war dementsprechend heute Abend auch fix und fertig und ist ganz schnell eingeschlafen. Er hat heute oft gequengelt und wollte viel Zuwendung. Wenn Nils tagsüber im Laufstall oder im Gitterbettchen liegt, dreht er sich immer quer und tritt dann kräftig mit dem Füßchen gegen die Gitterstäbe, als wollte er „laufen“. Heute Mittag habe ich Nils zusätzlich zu seinem Brei von unserem Mittagessen ein wenig Kartoffel zerdrückt und mit etwas Fencheltee verrührt, gegeben. Weil Nils doch immer so mit unserem Essen liebäugelt. Er hat drei winzige Löffelchen gekostet, es war aber wohl nicht ganz sein Geschmack. Es hat aber auch nicht besonders geschmeckt, ich habe ja auch mal gekostet. Heute habe ich auch gesehen, dass an der kahlen runden Stelle an Nils Hinterkopf wieder ein paar Haare sprießen. Ein Zeichen dafür, dass er nicht mehr so oft auf dieser Stelle liegt.

 

Montag, 21.01.2008

 

Auch heute war Nils wieder ein wenig quengelig, besonders nachmittags und abends. Ich schätze, es lag an der Müdigkeit. Nils lässt sich neuerdings beim Stillen sehr schnell ablenken, er schaut bei Geräuschen etc. in der Gegend herum anstatt zu trinken. Wenn ich dann Nils tagsüber in den Schlaf stillen will und unten im Wohnzimmer poltert Steven herum, dann findet Nils nicht in den Schlaf. Immer wieder gehen die Äuglein auf. Oder manchmal kommt unsere Katze vorbei und schnurrt so extrem laut, dass Nils auch davon abgelenkt ist. Aus diesem Grund bekommt Nils anscheinend nicht so oft sein Schläfchen, wie er es eigentlich haben müsste: nämlich eins am frühen Vormittag, eins gegen Mittag und eins am Nachmittag. Auch nachts ist das Schlafen gerade nicht so toll, Nils hat öfter Hunger und wacht dementsprechend oft auf. Und Morgens gegen 4:30 -5 Uhr ist er einmal hellwach, schläft nur mit viel Glück wieder richtig ein, nachdem ich ihn gewickelt habe. Aber ansonsten ist mein kleiner Nils so brav, das ist wirklich toll. Wenn ich mit Nils unterwegs bin und er sitzt in der Babyschale, dann sagt er keinen Ton, schaut sich nur still um. Und wenn ihn jemand anspricht, lächelt er die Person ganz süß an, so dass wir beim Einkaufen im Supermarkt ständig von älteren Damen angesprochen werden, was das für ein kleiner niedlicher Kerl ist. Ich bin auch gespannt, wann die Augenfarbe endgültig feststeht. Von Steven weiß ich nicht mehr, wann das war. Momentan sind Nils Augen noch blau, aber ich habe den Eindruck, früher waren sie „dunkelblauer“. Jetzt ist der Farbton eher Graublau. Da mein Mann und ich braungrüne Augen haben und Steven braune, wäre es ja erstaunlich, wenn Nils graue oder blaue Augen bekäme. Lassen wir uns überraschen!

 

Mittwoch, 23.01.2008

 

Morgen haben wir einen Termin mit Nils beim Urologen und einen wegen seiner Kopfasymmetrie in einer Münchener Klinik. Da können wir aber nur hinfahren, wenn mein Mann frei bekommt. Hoffentlich geht das bei ihm morgen gut, ich bin nämlich schon gespannt, was bei den Untersuchungen herauskommt. Ansonsten müssen wir den Termin noch mal verschieben. Nils war heute wieder ziemlich lieb, hat auch endlich einmal etwas länger geschlafen morgens, nämlich bis nach 6 Uhr. Wenn man Nils beide Daumen hinhält, zieht er sich ja zum Sitzen hoch. Aber früher musste man ihn ja sitzend ziemlich abstützen, damit er nicht umfällt. Nun reicht es bereits, wenn man ihm die Hände zum festhalten dalässt, dann sitzt er fast aus eigener Kraft. Es sieht total drollig aus, wenn das kleine Kerlchen so dasitzt und furchtbar stolz dreinschaut. Ich werde wohl bald auch abends mit dem Brei anfangen, denn wenn wir beim Essen sitzen, will Nils immer öfter mit am Tisch dabei sein. Er schaut gierig aufs Essen, schmatzt sogar ein wenig und versucht meinen Teller zu greifen, wenn ich ihn in seiner Reichweite stehen habe. Einerseits ist es doch schön, wenn die Kleinen immer “selbstständiger“ werden. Und ich muss dann nicht mehr immer präsent sein, weil auch ein anderer Nils füttern kann. Aber andererseits macht es mich auch etwas wehmütig, dass sich mein Baby schon so weit „abnabelt“ von mir. Steven wollte damals ewig nichts essen und ich habe ihn über 8 Monate voll gestillt. Irgendwie hatte ich mich innerlich darauf eingestellt, dass es bei Nils eben so sein würde. Aber Kinder sind eben nicht kalkulierbar, jedes ist auf seine Weise einzigartig.

 

Freitag, 25.01.2008

 

Der Arztbesuch verlief gestern recht positiv. Die urologische Untersuchung hat ergeben, dass alles in Ordnung ist. Was die Asymmetrie des Kopfes betrifft, so weichen die gemessenen Diagonalen des Schädels um 1 cm voneinander ab. Ab 1,5 cm Abweichung wäre eine Helmtherapie zu empfehlen, aber dafür ist Nils Kopf glücklicherweise zu symmetrisch. Wir sollen weiterhin versuchen, Nils möglichst auf der rechten Seite liegen zu lassen, damit sein Köpfchen nicht zu einseitig belastet wird. Das wussten wir ja schon, also war das Ergebnis nicht überraschend. Wir können in einigen Wochen noch mal zur Kontrolle kommen, ob sich der Kopf gebessert hat. Ich bin aber ganz guter Hoffnung, dass sich im Laufe der Zeit noch einiges an Nils Kopfchen zum positiven verändern wird, schließlich wächst er ja noch. Und je mehr sich Nils mit den Händen aufstützt oder gar sitzen und krabbeln kann, desto weniger wird das Köpfchen aufliegen und einseitig gedrückt. Heute habe ich auch für Nils einen Abendbrei gemacht, einen Milchbrei mit Grieß. Nils hat auch gekostet, aber nur ein paar wenige Löffelchen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass er mehr isst, schließlich schmeckte der Brei gar nicht schlecht. Aber vielleicht muss Nils sich auch erst an den neuen Geschmack gewöhnen. Morgen Abend probiere ich es jedenfalls wieder. Als wir gestern in München waren, fiel leider aus Zeitgründen der Mittagsbrei für Nils aus, ich habe ihn gegen 11 Uhr gestillt und konnte ihn dann erst wieder um 15:30 Uhr stillen, als wir wieder zu Hause waren. Das waren ja 4,5 Stunden für Nils ohne Essen und trotzdem war er ganz brav, hat kaum gequengelt. Aber dafür war Nils dann ganz oft nachts wach und wollte trinken.

 

Samstag, 26.01.2008

 

Heute ging der Abendbrei schon etwas besser bei Nils, aber er hat trotzdem nicht allzu viel gegessen. Zwischendurch hatte ich den Eindruck, es würgt ihn manchmal. Der Geschmack oder die Konsistenz des Grießbreis ist für ihn wohl zu gewöhnungsbedürftig. Sowohl gestern als auch heute ist Nils abends schlecht eingeschlafen, hat geweint, Bäuerchen gemacht und brauchte mehrere Anläufe, bis er endlich geschlafen hat. Da Nils auch gestern das erste mal den Abendbrei hatte, überlege ich, ob es vielleicht damit zusammenhängt.

 

Montag, 28.01.2008

 

Vormittags war Nils heute sehr quengelig, weil er so müde war. Ich habe ihn dann zum Stillen hoch ins Bett mitgenommen und da ist er dann relativ schnell eingeschlafen. Wenn Nils richtig quengelig oder ärgerlich ist und ich will ihn stillen, beruhigt er sich zwar sofort, fängt aber anfangs immer wieder an zu murren und zu weinen. So als müsse er mir immer noch einmal das erzählen, was ihm missfällt. Das ebbt dann langsam ab und am Ende ist Nils ganz ruhig, trinkt und schläft meistens auch ein. Heute Abend hat Nils das erste Mal seinen Brei aufgegessen, anfangs hat er ihn richtig „reingeschlungen“. Ich habe nur 50 ml Brei zubreitet, weil Nils ja noch nie viel gegessen hat. Und das hat auch gerade gereicht, es sind nur ca. 2 Löffel übrig geblieben. Nun bin ich mal gespannt ob Nils dann heute Nacht besser schläft, es heißt ja immer, dass Babys mit Brei schneller durchschlafen. Ich habe Nils heute einmal kurz bei mir auf dem Schoß sitzen lassen und er war nur mit seiner rechten Schulter an mich angelehnt. So konnte Nils tatsächlich aufrecht sitzen, ich habe ihn aber schnell wieder weggenommen, er ist ja noch zu klein länger um in dieser Position zu bleiben.

 

Dienstag, 29.01.2008

 

Nils hat gestern trotz Abendbrei trotzdem nicht länger geschlafen. Ich habe heute Abend auch mal 75 ml Brei angerührt, weil Nils gestern ja so gut gegessen hatte. Aber heute hat Nils wieder nur wenig gegessen, ich weiß auch nicht, woran es liegt.

 

Mittwoch, 30.01.2008

 

Heute Abend hat der Brei Nils wieder besser geschmeckt, er hat sein Schälchen wieder leergegessen.. Wenn ich Nils zum Schlafen lege, stille ich ihn ja meistens, bis er eingeschlafen ist. Die Kunst besteht dann darin, ihn so in sein eigenes Bettchen zu legen, ohne dass er aufwacht. Das klappt nicht immer, meistens dann nicht, wenn es wichtig wäre, dass Nils schläft. Als wüsste er das und wollte mir einen Streich spielen. Heute war das auch wieder so. Und nachts klappt es auch fast nie, Nils wieder in sein Bettchen zu legen. Den ganzen Abend über ist es eigentlich kein Problem, ich lege Nils vorsichtig hin, halte ihn noch ein wenig am Bauch fest und Nils schläft weiter. Aber wenn ich dann selbst schlafen gehe und neben ihm in meinem Bett liege, fängt Nils an zu quengeln und schläft erst wieder ein, wenn ich ihn stille, natürlich in meinem Bett. Und so liegt er wieder die ganze Nacht neben mir. Mein kleiner Nils hat anscheinend ein ganz feines Gespür dafür, was Mama wann beabsichtigt oder tut und zieht seinen eigenen Vorteil daraus ;-)

Samstag, 02.02.2008

 

Nun ist doch das erste Zähnchen bei Nils durchgekommen, unten rechts schaut ein kleines Schneidezähnchen heraus. Das erklärt vielleicht, weshalb Nils die letzten Tage wieder etwas quengeliger war und schlechter schlief. Was die kleine weiße Spitze in Nils Unterkiefer betrifft, wo ich vor einigen Wochen dachte, es kommt ein Eckzahn durch, da hat sich nichts weiter getan. Aber das neue Zähnchen ist „echt“, hundertprozentig! Seinen Abendbrei hat Nils heute fast völlig verschmäht. Ich frage mich, ob ich ihn vorerst wegfallen lassen sollte. Den Karotten-Kartoffelbrei mittags dagegen erwartet Nils immer schon sehnsüchtig und der schmeckt ihm auch. Gestern habe ich Nils mal ein winziges Stückchen Banane gegeben, aber er hat es wieder ausgespuckt. Zur Zeit begeistert sich Nils besonders für Mobiles, Hängelampen, den angeschalteten Fernseher oder Computermonitor und Mobiltelefone, wenn das Display leuchtet. Dann juchzt Nils vor Freude, lacht und gibt fröhliche Geräusche von sich. Diese Begeisterung für technische Geräte hat er wohl von seinem Papa geerbt ;-)

 

Montag, 04.02.2008

 

Heute Abend hat Nils seinen Brei fast völlig verweigert. Der Mund wurde einfach nicht geöffnet, wenn der Löffel kam. Ich habe dann mal ein Stück Banane zermatscht und versucht, ihm als Brei zu geben, aber das wollte Nils auch nicht. Er hat ein angeekeltes Gesichtchen gezogen. Dabei ist das doch süß und angeblich lieben Babys Süßes. Ich habe nun folgende Theorie aufgestellt: wenn Nils was süßes schmeckt, dass muss es Muttermilch sein. Alles andere Süßes empfindet er als schlechte Muttermilch-Kopie und wird verschmäht. Herzhaft dagegen ist etwas Neues und das probiert Nils gern aus. Ich weiß natürlich nicht, ob meine Theorie richtig ist, Nils kann es mir ja nicht verraten ;-) Wenn wir unterwegs sind, werden wir oft auf Nils strahlend blauen Augen angesprochen. Ich bin wirklich gespannt, ob die nun so bleiben oder ob sie ihre Farbe noch ändern werden.

 

Mittwoch, 06.02.2008

 

Nils schläft heute Abend sehr schlecht. Er wurde heute wieder geimpft, vielleicht liegt es daran? Die Impfung verlief eigentlich ganz gut, Nils hat zwar geweint, aber nur kurz. Ich hatte aber gestern vergessen, die Globuli zu besorgen, die unsere Ärztin vor dem Impfen empfiehlt. Vielleicht würde Nils dann besser schlafen? Das nächste Mal hole ich die besser wieder, man weiß ja nie.

 

Freitag, 08.02.2008

 

Heute Abend gab es für Nils einen Getreidebrei ohne Milch und ohne Zucker. Das war auch so ein Werbepäckchen, was ich einmal bekommen habe. Ich habe mal gekostet und fand es schrecklich, der Brei hat nach nichts geschmeckt, nur nach Grieß. Aber Nils hat mehrere Löffel davon gegessen, mehr als jemals von dem süßen Grießbrei. Nun werde ich wohl zukünftig den Getreidebrei füttern, mal schauen wo ich den bekomme. Heute Abend schläft Nils schlecht, er ist wacht immer wieder auf und weint. Er hat wahrscheinlich Bauchprobleme, schließlich hat er heute noch kein einziges Mal in seine Windel gekackt und das quält Nils bestimmt. Nils liebt es, sein Spiegelbild zu betrachten. Immer wenn wir an einem Spiegel vorbeikommen, schaut Nils genau hin und wenn er das Baby im Spiegel entdeckt hat, lächelt er es ganz freundlich an. Das Spiegel-Baby lächelt natürlich genauso freundlich zurück, was Nils natürlich noch mehr Freude macht. Das ist wirklich ein drolliger Anblick, Nils vorm Spiegel.

 

Samstag, 09.02.2008

 

Tagsüber war alles wie immer, Nils war fröhlich und hat ganz normal gegessen bzw. getrunken. Ich habe ihn abends noch im Bett gestillt und er ist dabei eingeschlafen (ich übrigens auch ;-). Nach ca. einer Stunde bin ich aufgewacht und da hat sich Nils gerade ziemlich heftig erbrochen, es kam ein großer Schwall heraus. Ich wollte es gerade wegmachen, da kam noch einmal eine Ladung Erbrochenes raus. Nils hat gleich angefangen zu weinen, ich habe ihn auf den Arm genommen. Er war ganz an der Brust und am Hals ringsum ganz nass Da er nicht mehr brechen musste, habe ich Nils umgezogen und versucht zu trösten. Der kleine Kerl war ganz aufgelöst, hat sich kaum trösten lassen. Ich hab ihn dann noch mal gestillt, weil er anders nicht zur Ruhe kam. Aber, ich hatte es mir schon gedacht, nach einigen Minuten kam erneut eine Ladung Erbrochenes bei Nils. Und wieder war Nils patschnass (ich übrigens auch) und das Umziehen ging erneut los. Vor zwei Jahren hatte Steven mal eine Magen-Darm-Grippe und musste sich nachts mehrmals erbrechen. Damals sagte die Ärztin zu mir, es sei in Ordnung, wenn ich ihn trotzdem stille. Deswegen habe ich Nils auch jetzt noch einmal etwas gestillt, damit er sich wieder beruhigt. Er hat gar nicht viel getrunken und es ist bisher nicht wieder rausgekommen. Nils liegt nun oben in meinem Bett und schläft fest, hoffentlich geht es ihm nun wieder besser. Der kleine Schatz sah vorhin gar nicht gut aus, ganz blass, er tat mir ganz schön leid. Ich kann es mir auch nicht erklären, weswegen Nils sich erbrechen musste. Vielleicht hat ihn auch ein Virus erwischt?

 

Sonntag, 10.02.2008

 

Heute ging es Nils wieder gut, man hat überhaupt nichts davon gemerkt, dass es ihm gestern Abend so schlecht ging. Und heute Mittag gab es für Nils einen neuen Brei: Karotte-Kartoffel-Erbsen, das nannte sich „Gemüse-Allerlei“. Und es hat Nils anscheinend super geschmeckt, das Mündchen ging immer wieder auf und der Löffel wurde gründlich abgeschleckt. Mit Nils Verdauung bin ich jetzt etwas verunsichert. Heute hat er nicht in seine Windel gekackt und gestern auch nicht, wenn ich mich recht entsinne. Und am Samstag- laut Tagebucheintrag- hat er auch nichts gemacht. Nun frage ich mich, ob Nils Verstopfung hat. Es geht ihm ja eigentlich ganz gut, nur manchmal drückt und quengelt er ein wenig herum, wie wenn ihn sein Bäuchlein drückt. Das passiert aber nicht oft und so was macht Nils ja auch sonst manchmal, es ist also nichts ungewöhnliches. Und ich habe auch sein Bäuchlein vorhin mal angesehen und massiert, es ist nicht hart oder aufgebläht.

 

Dienstag, 12.02.2008

 

Weil Nils den ungesüßten Getreidebrei so gut angenommen hat, habe ich ihm heute Abend mal nicht 50 sondern 100 ml zubereitet. Er hat dann etwa 70 ml davon gegessen. Auf den Packungen steht ja immer, dass eine Mahlzeit mit 200 ml Wasser zubereitet werden soll, davon sind wir noch weit entfernt. Auch mittags hat Nils nach einem halben Gläschen genug. Auf das Stillen werden wir also noch lange nicht verzichten. Die Verdauung funktioniert bei Nils auch wieder besser. Gestern Vormittag hat er schon einmal eine Windel voll gekackt, heute Abend kam auch wieder was. Aber relativ fest, ich denke Nils muss mehr trinken. Ich gebe Nils ja zu den Mahlzeiten Tee löffelweise, das sind natürlich keine großen Mengen. Ich habe es gestern bei ihm auch mal mit einem Trinklernaufsatz an der Flasche probiert, aber Nils kam damit nicht so gut zurecht. Wir müssen da wohl noch häufiger üben. Nils liegt jetzt fast ständig auf dem Bauch. Wenn man ihn auf den Rücken hinlegt, dreht er sich meistens sofort um. Nils versucht dann, Spielsachen zu greifen. Ganz toll findet Nils es, wenn man ihm einen kleinen Ball hinkullert. Den will er dann auch nehmen, aber meistens rollt er wieder weg und Nils lacht über das Spielchen. Es ist schon goldig, wie er lacht oder mit uns „redet“. Letzteres hat er in den letzten Tagen wieder häufiger und auch recht laut gemacht, einfach herrlich.

 

Donnerstag, 14.02.2008

 

Heute Abend hat Nils ca. 120 ml Brei gegessen, gestern waren es ca. 100 ml. Er steigert sich langsam. Die letzte Nacht war auch etwas ruhiger bei Nils und heute Abend schläft er auch schon eine ganze Weile ohne trinken zu müssen. Vielleicht hilft es ja wirklich beim Schlafen, wenn der Magen mit was „Festem“ gefüllt ist. Wenn Nils auf dem Bauch liegt und sich mit den Händen aufstützt, merkt man jetzt, dass seine linke Hand stärker ist. Mit der Linken stützt er sich immer kräftig ab, rechts dagegen lässt er auch oft die Hand einfach nur aufliegen und verdreht sie auch etwas nach innen. Aber er kann auch richtig stützen mit rechts, wenn er nur will. Das müssen wir mal beobachten. Ich animiere Nils jetzt auch oft, mehr mit der rechten Hand zu machen. Heute war ich mit dem Auto unterwegs und habe kurz beim Bäcker was zum Essen geholt. Ich habe während der Fahrt ab und an mal in ein Hörnchen hineingebissen und Nils vom Beifahrersitz aus hat mich die ganze Zeit angesehen. So richtig strafend hat er geschaut, weil ich ihm nichts abgegeben habe. Nach einer Weile hat Nils dann auch mit dem Mund Kaubewegungen gemacht, so richtig penetrant. Ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil Nils solchen Appetit hatte. Aber erstens sind süße Bäckersachen nichts für ein Baby und zweitens hat er erst ein winziges Zahnspitzchen, da kann ich ihm doch auch noch nichts Festes geben. Ansonsten würde ich es ja bei Nils mal mit einer Reiswaffel versuchen, aber weil er nicht kauen kann, ist es mir noch zu gefährlich. Zu Hause habe ich Nils dann mal von einem Brötchen ein kleines Stückchen vom weichen Inneren gegeben. Christian, mein Mann (und Papa von beiden kleinen Rackern), ist dabei geblieben und hat dann erzählt, Nils habe minutenlang auf dem winzigen Stück herumgelutscht. Aber ausgespuckt hat er es nicht wieder. Also hat es Nils geschmeckt, denn Banane spuckt er beispielsweise wieder aus, die mag er nicht.

 

Freitag, 15.02.2008

 

Beim Frühstück habe ich heute auch Nils ein winziges Stückchen vom Brötchen abgegeben. Er hat es gelutscht und schien sehr zufrieden. Deswegen hat er dann noch 2 Mal was abbekommen und beim Abendessen durfte Nils auch ein paar Brotkrümel kosten. Das hat ihm gefallen und er hat nicht gequengelt. Ansonsten ist Nils nämlich oft unzufrieden, weil er uns nur zusehen darf und nichts abbekommt. Vom Abendbrei hatte ich heute einmal 120 ml zubereitet, aber Nils hat nicht aufgegessen. Da habe ich mich verkalkuliert. Heute hat Nils auch zum ersten mal versucht, sich mit seinen Beinchen in der Bauchlage irgendwie wegzuschieben oder den Po hoch zu drücken. Bisher hat Nils nämlich nur mit den Beinen gestrampelt oder mit den Fußspitzen auf die Unterlage geklopft. Vielleicht versucht er ja bald zu krabbeln, das wäre toll!

 

Sonntag, 17.02.2008

 

Abends schauen wir immer das Sandmännchen, das gehört zu Stevens Einschlafritual. Wenn ich dann mit Nils auf dem Arm ins Zimmer komme und zum Fernseher laufe, um ihn einzuschalten, ist unser Jüngster vor Begeisterung kaum zu bremsen. Sein Gesichtchen blitzt vor Freude und er macht ein Geräusch, das lässt sich gar nicht beschreiben. Damit scheint er aber aller Welt ausdrücken zu wollen, was doch ein Fernseher für ein unglaublich tolles Ding ist. Ich muss jedes Mal darüber schmunzeln. Tagsüber ist Nils oft einmal quengelig, ich glaube das liegt an seiner Verdauung, wenn ihn was drückt. Meistens quengelt er nämlich, bevor er was „Großes“ in die Windel macht. Aber wenn dann alles wieder in Ordnung ist, haben wir einen ganz freundlichen, fröhlichen Sonnenschein. Beim Stillen ist Nils jetzt häufig total unkonzentriert, ihn lenkt alles ab. Ich stille ihn fast nur noch bei mir im Bett, dort kommt er am schnellsten zur Ruhe. Nachts ist es kein Problem, da klappt das Stillen super. Und Nils schläft momentan nicht so toll. Bis ich gegen 0:30 Uhr dann ins Bett gehe, ist Nils so ca. viermal aufgewacht. Entweder wegen eines Bäuerchens oder –meistens- weil er trinken will. Nachts trinkt er dann aber auch noch öfter. Und im eigenen Bettchen schläft Nils derzeit nur sehr selten, dabei hat das vor einigen Wochen doch noch so gut geklappt. Glücklicherweise weiß ich schon aus Erfahrung mit unserem ersten Söhnchen, dass das alles nur Phasen sind, die kommen und gehen. Es wird auch wieder besser!

 

Montag, 18.02.2008

 

Nils ist heute morgen schon um 4:45 Uhr munter gewesen und ließ sich nicht mehr zum Einschlafen bewegen. Er war dann den ganzen Tag über sehr quengelig, hat auch nicht so viel gegessen wie sonst. Heute Abend nach dem Schlafengehen ist er wieder mehrmals aufgewacht, hat geweint und wollte immer wieder trinken. Entweder Nils wird krank (ich hatte den Eindruck, er hat ein wenig geschnieft) oder es kommt noch ein Zähnchen. Anders kann ich mir jetzt nicht erklären, weshalb der Kleine heute so schlecht drauf ist.

 

Dienstag, 19.02.2008

 

Meine Vermutungen betreffs Zahnen oder krank werden haben sich nicht bestätigt. Aber dafür hatte Nils heute morgen die Windel ziemlich voll, vielleicht hat das ihn das gestern so sehr zu belastet. Er ist heute wieder so zeitig wach gewesen. Wenn das so weiter geht, muss ich mal drüber nachdenken, ob ich Nils vielleicht abends später ins Bett bringen sollte. Zum Glück war aber Nils heute wieder besser gelaunt und der gesamte Tag lief recht entspannt ab. Wenn ich Nils zu den Breimahlzeiten etwas zu trinken gebe, habe ich jetzt versucht, den Löffel wegzulassen und Nils direkt aus einem Becher trinken zu lassen. Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass man Stillbabys nicht extra noch an den Flaschensauger gewöhnen sollte sondern gleich an den Becher, das ist ja auch praktischer. Als Steven damals aus dem Becher trinken lernte (allerdings erst mit ca. 1 Jahr), haben sich solche kleinen Plastik-Schnapsgläschen bewährt. Es sieht nun etwas lustig aus, wenn Nils aus dem Schnapsgläschen trinkt, aber er macht das erstaunlich gut. Manchmal läuft zwar auch etwas daneben, aber manchmal trinkt Nils auch richtig gut Schluck für Schluck, ohne Kleckerei. Ich denke, wenn wir das eine Weile üben, wird das schon bald richtig klappen. Ich erhoffe mir ja davon, dass Nils tagsüber so mehr trinkt und vielleicht nachts nicht mehr so oft aufwachen muss. Ich gebe Nils ja nur ungesüßten Tee oder Wasser, weil ich ihn erst so spät wie möglich an den ganzen Süßkram gewöhnen will. Wenn er es nicht anders kennt, wird er es sicher akzeptieren, jedenfalls war das auch bei Steven so, der trinkt jetzt mit über 2 ½ Jahren immer noch gern Mineralwasser.

 

Donnerstag, 21.02.2008

 

Auch gestern und heute war Nils schon gegen 4:45 Uhr munter. Das lag aber daran, weil er sich so abgemüht hat, was in die Windel zu machen. Es ist schon einungünstiges Timing, dass Nils Verdauungssystem gerade zu so früher Stunde beschließt, seine Stoffwechselendprodukte loszuwerden. Heute früh hat Nils auch direkt die Windel voll gekackt, danach war er wieder ganz lustig. Aber zum Glück habe ich Nils heute dann dazu bewegen können, noch einmal einzuschlafen. Müde war er ja, hat sich die Äuglein gerieben. Als er nach mindestens einer dreiviertel Stunde Kampf endlich wieder schlief, hat er tatsächlich bis 7 Uhr weitergeschlafen. Das war richtig toll. Heute war der Tag mit Nils auch wieder schön, er war fröhlich und hat nur wenig gequengelt. Abends isst Nils jetzt knapp 100 ml Brei. Ich habe festgestellt, dass er die Konsistenz wohl eher ziemlich dick mag und so rühre ich etwas mehr Getreideflocken rein als vorgesehen. Heute habe ich auch Rindfleisch gekauft und ab morgen will ich dann zum Mittagsbrei Fleisch zugeben. Ich hoffe nur, ich bekomme es richtig fein zerkleinert, damit Nils es auch isst.

 

Freitag, 22.02.2008

 

Heute hat Nils tagsüber fast nichts beim Stillen getrunken. Er war immer total abgelenkt, hat sich in der Gegend umgeschaut oder mich angegrinst. So waren wir dann nachmittags ziemlich ungestillt spazieren. Und als wir wieder heim kamen und es war Zeit für den Abendbrei, da war Nils total ungeduldig und hat geschrien, bis endlich sein Essen auf den Tisch kam. Erst heute Abend im Bett hatte Nils dann wieder zum Stillen großen Hunger. Seinen Mittagsbrei mit dem Rindfleisch hat er auch gegessen, allerdings in zwei Etappen, weil Nils zwischendurch auch da nicht besonders viel Appetit gezeigt hat.

 

Sonntag, 24.02.2008

 

Ich habe vorerst das Trinken aus dem Becher bei Nils aufgegeben, weil er so einfach zu wenig trinkt. Es läuft zu viel daneben. Aus dem Fläschchen mit dem Trinklernaufsatz trinkt Nils nun dagegen recht gut, also werden wir es erst einmal dabei belassen. Beim Stillen hat mich Nils kürzlich ein paar mal gebissen, wenn er keinen rechten Hunger hatte. Das tut ganz schön weh, auch wenn er nur ein kleines Zähnchen hat. Mir wäre es lieber, Nils würde mir auf andere Weise zeigen, dass er keinen Appetit mehr hat. Das Stillen tagsüber hat heute und gestern auch etwas besser geklappt und Nils war auch wieder ziemlich ausgeglichen und fröhlich. Heute ist mir nur etwas Dummes passiert: ich habe uns ausgesperrt. Das Schlimme war, Nils war noch drinnen, Steven und ich standen ohne Schlüssel vor der Wohnungstür. Wir hatten nur schnell den Müll raus bringen wollen und ich hatte Nils so lang ins Bett gelegt. Zum Glück hat unser Nachbar geholfen, so dass ich nach ca. eine halben Stunde wieder im Haus und bei Nils war. Aber es war total schrecklich für mich, als ich so tatenlos vor der Tür stehen musste und Nils drinnen geweint hat und ich nicht zu ihm konnte. Ich war wirklich glücklich, den kleinen Schatz dann endlich wieder im Arm zu halten. Er hatte ganz rote Äuglein und hat geschnieft. So lange hat er noch nie geweint, ohne dass jemand zum ihm gekommen ist, es war für ihn sicher auch ganz schlimm!

 

Mittwoch, 27.02.2008

 

Der heutige Tag war wieder ein guter Tag, ohne viel Gequengel. Nils schläft derzeit nur zwei Mal tagsüber, vormittags und nachmittags. Dafür ist aber endlich diese schreckliche Phase vorbei, in der er morgens regelmäßig gegen 4:45 Uhr wach wurde. Wenn Nils so gegen 6 Uhr wach wird, damit kann ich ganz gut leben. Einschlafen tut er ja so gegen 18:30 Uhr, dann kommt er etwa eine Stunde später noch mal und will trinken. Danach werden die Pausen länger, aber ist stille ihn eigentlich die ganze Nacht hindurch immer wieder. Mittags isst Nils ein knappes halbes Gläschen Gemüse-Allerlei mit den Rindfleischstückchen. Vormittags und nachmittags wird er gestillt und zum Abendessen um 17 Uhr bekommt Nils seinen Getreidebrei, davon isst er immer noch nur ca. 100 ml. Zum Einschlafen wird Nils dann wieder gestillt. Also ich finde, ein „Vielfraß“ ist er nicht gerade. Wenn wir am Tisch sitzen und es gibt Brot oder Brötchen, gebe ich Nils auch meistens ein paar Brotkrümel ab, die er dann andächtig kaut. Heute habe ich ihm dann auch einmal eine Brotrinde zum Herumkauen gegeben, aber die hat er nicht lang beknabbert. Und heute habe ich Nils auch wieder einmal ein Stückchen Banane zum Probieren gegeben, diesmal hat er sie im Mund behalten. Seinen Fencheltee trinkt Nils gut und gern aus dem Fläschchen, da kommen etwa 100 ml täglich zusammen. Wenn Nils mal am Schimpfen ist, so „sprudelt“ er neuerdings dabei. Er grummelt und macht solche „Brrr“-Geräusche, dabei kommen dann immer Spucke-Bläschen mit rausgesprudelt. Nils meint das todernst, aber eigentlich sieht der kleine Mann dann eher niedlich und lustig aus, wenn er so in Rage ist.

 

Freitag, 29.02.2008

 

Heute hat Nils wieder ein bissel Banane bekommen und hat sie gegessen. Ich glaube, er hätte auch noch mehr davon genommen. Die Brotkrümel, die er bekommt, werden auch langsam etwas größer. Es wird wohl gar nicht mehr so lang dauern, bis Nils manchmal von unserem Essen mitessen kann. Ich habe heute auch wieder einmal den ERGO ausprobiert. Und diesmal hat es tatsächlich geklappt, Nils ließ sich problemlos hineinsetzen und hat auch nicht gemeckert. Dafür hat er versucht, einen Träger abzuschlecken, der in der Nähe seines Mundes verlief. Also kann ich, wenn es draußen etwas wärmer wird, endlich unterwegs den ERGO nehmen und muss Nils nicht immer mit der Babyschale durch die Gegend schleppen. Der ist nämlich ganz schön schwer!

 

Sonntag, 02.03.2008

 

Nils hat heute Nachmittag das erste Mal etwas pürierten Apfel bekommen, sein Speiseplan erweitert sich immer mehr. Ich denke, es hat ihm geschmeckt, aber er hat schon über den neuen Geschmack gestaunt. Die Nächte sind derzeit etwas anstrengend, weil Nils nur noch bei mir im Bett schlafen will. Früher bin ich damit besser klar gekommen. Aber mittlerweile habe ich oft Rückenschmerzen, weil sich der kleine Kerl ganz schön breit macht und ich dann recht unbequem am Rand des Bettes liege. Aber sobald ich Nils in sein eigenes Bett befördere, wacht er auf und quengelt. Und ehe ich den Rest der Nacht damit verbringe, Nils zum Einschlafen zu bringen, nehme ich ihn lieber wieder mit ins Bett. Ein Teufelskreis, ich weiß ;-) Aber ich bin sicher, es kommen auch wieder bessere Nächte! Heute hat Nils zum erstem Mal „mit Werkzeugen gearbeitet“, wenn man das so nennen kann: er lag auf dem Bauch am Boden und hat mit Bausteinen auf den Boden geklopft. So richtig gezielt, mit der Absicht, Lärm zu erzeugen. Dieser Beschäftigung hat er sich recht lang und voller Hingabe gewidmet.

 

Montag, 03.03.2008

 

Heute Abend ist wieder mal Unglaubliches passiert: ich habe Nils nach dem Stillen wach in sein Bettchen gelegt, weil er einfach keine Anstalten machte, einzuschlafen. Ich habe die Spieluhr aufgezogen und bin rausgegangen. Und mein Nils hat sich nicht mehr gemeldet, ist einfach eingeschlafen. Und nun schläft er schon seit zwei Stunden, Wahnsinn! Der Tag verlief heute teilweise sehr quengelig, es wurde erst besser, als Nils sein erstes Schläfchen gehalten hatte. In der Nacht war Nils ja auch wieder gegen drei Uhr für längere Zeit wach. Aber trotzdem scheint er momentan insgesamt schnell unzufrieden zu sein. Kaum legt man Nils mal hin, schon protestiert er und will wieder hochgenommen werden. Am besten auf dem Schoß und am Tisch, damit er alles sehen und eventuell auch was mitessen kann. Ich habe Nils heute auch wieder ein paar kleine Bananenstückchen gegeben und oftmals etwas Brot. Nils gibt sich kaum noch zufrieden, wenn er am Essen nicht irgendwie teilhaben darf. Ich denke, das wird erst besser, wenn Nils endlich sitzen und sich besser beschäftigen kann und so auch mehr sieht. Bis dahin müssen wir wohl noch eine Menge Geduld haben.

 

Dienstag, 04.03.2008

 

Heute vor 8 Monaten ist Nils zur Welt gekommen! Wie schnell die Zeit vergeht... damals trug er Kleidergröße 50 und wog reichlich 3 kg, heute hat er teilweise schon die 74 und wiegt... eine Menge. Gewogen habe ich ihn lange nicht, aber es sind sicher schon 9 kg. Ich freue mich über meinen kleinen Schatz und kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn wäre. Außer nachts, da wünsche ich mir oft, dass ich mehr Schlaf bekäme ;-) Heute Abend habe ich Nils aber auch wieder ins ein eignes Bettchen gelegt, wenn auch schlafend. Aber bisher hat er sich nicht beklagt und hat auch nach erneutem Aufwachen wieder brav in seinem Bett weitergeschlafen.

 

Freitag, 07.03.2008

 

Das Schlafen im eigenen Bettchen klappt bei Nils wieder so gut wie früher, darüber bin ich wirklich froh. Heute Mittag gab es für ihn auch wieder einmal ein neues Gläschen: Hühnchen mit Reis, Karotten, Erbsen und Tomate. Er hat es ohne Beanstandung gegessen, aber wieder nur gerade so ein halbes Gläschen, wie immer. Nils wird nun morgens vor dem Aufstehen gestillt, zum Frühstück kostet er bei uns etwas Brot und trinkt Tee (und das auch über den restlichen Tag verteilt immer mal wieder). Vormittags wird gestillt, er hat zum Glück wieder guten Appetit dazu, auch wenn er sich sehr schnell ablenken lässt. Mittags bekommt Nils dann ein halbes Gläschen Brei und am frühen und späten Nachmittag noch eine Stillmahlzeit. Abends isst er ca. 100 ml Getreidebrei und kostet hinterher noch bei Stevens Abendbrot mit, wenn es Brot, Banane oder Apfel gibt. Zum Einschlafen und nachts wird wieder gestillt. Ich bin noch nicht sicher, wie und wann ich in Nils Speiseplan die nächste Stillmahlzeit ersetzen werde. Mal schauen, ich habe es ja nicht eilig. Gestern hatten wir Besuch von einer Freundin und ihrem Partner. Nils ließ sich von ihnen ohne Probleme auf den Arm nehmen, füttern und auch einmal eine ¾ Stunde „babysitten“, als ich Steven kurz in den Miniclub gefahren habe. Zu Fremdeln schein er also noch nicht, aber das müsste nun ja auch bald losgehen, schließlich ist Nils jetzt schon über 8 Monate alt. Hoffentlich wird es nicht so schlimm, manche Babys haben ja dann Angst vor jedem fremden Gesicht. Lassen wir uns überraschen!

 

Sonntag, 09.03.2008

 

Nils bekommt sein zweites Zähnchen. Aber nicht wie üblicherweise im Unterkiefer, wo er ja auch schon eines hat, sondern im Oberkiefer. Da schaut vom linken Schneidezahn schon ein ganz schmaler Streifen raus. Nils hat heute auch manchmal geweint und gequengelt, das lag sicher an dem neuen Zähnchen.

 

Montag, 10.03.2008

 

Seit gestern kreiselt Nils in Bauchlage um die eigene Achse. Man legt ihn auf die Decke und nach einer Weile ist der Kopf dort, wo zuvor die Füße waren. Vielleicht geht es ja doch ein wenig vorwärts in Richtung Krabbeln. Heute Mittag hat Nils fast nichts von seinem Brei mit Fleischstückchen angerührt, gestern dagegen hat er das selbe Essen ganz aufgegessen. Dafür hat Nils dann beim Stillen mehr Appetit, leider ist er tagsüber immer noch so schnell abgelenkt. Heute Nachmittag hätte Nils eigentlich Hunger gehabt. Aber weil Steven immer um uns herumgeschlichen ist und herumgealbert hat, konnte Nils sich nicht auf das Trinken konzentrieren. Lieber hat er sich nach seinem Brüderchen umgesehen und mit Steven herumgelacht und ist hungrig geblieben. Morgen ist auch die nächste Impfung an der Reihe. Leider habe ich es heute Abend nicht mehr geschafft, die Globuli zu holen, es ist mir zu spät eingefallen. Hoffentlich verläuft trotzdem der Tag und die Nacht nach dem Impfen gut mit Nils. Das letzte Mal hatte er ja so schlecht geschlafen hinterher...

 

Dienstag, 11.03.2008

 

Heute war Nils ja zur dritten Impfung. Er hat sie diesmal in den Oberschenken bekommen und nicht in die Pobacke. Und dieses Mal hat Nils gar nicht geweint. Dafür war Nils dann nach dem Mittagsschlaf total weinerlich, hat immer wieder angefangen zu schreien. Auch schien Nils immer noch müde zu sein, obwohl er ja gerade geschlafen hatte. Also es war total schwierig, so viel geweint hat Nils schon lange nicht mehr. Erst nachdem wir dann lange spazieren waren und Nils die ganze Zeit im Kinderwagen geschlafen hat, wurde es wieder besser. Hätte ich nur gestern die Globuli besorgt, vielleicht wäre es dann besser gelaufen heute! Stillen konnte ich Nils tagsüber auch fast nicht, dafür war er zu abgelenkt. Aber das wird er wahrscheinlich heute Nacht nachholen.

 

Mittwoch, 12.03.2008

 

Gestern Nacht hat Nils eigentlich nicht mehr getrunken als sonst und heute war der Tag mit ihm wieder gut. Heute Abend habe ich ihm an Stelle des Getreidebreis einen Mais-Grießbrei mit Wasser und Öl gemacht, nur mal zum Probieren. Aber es hat Nils anscheinend super geschmeckt, er hat mehr gegessen als sonst, auch wenn ich jetzt nicht genau weiß, wie viele Milliliter es waren. Nun warte ich mal die Nacht ab, ob Nils eventuell Bauchweh bekommt. Ansonsten werde ich ihm den Brei öfter mal kochen.

 

Donnerstag, 13.03.2008

 

Wenn ich es richtig gesehen habe, kommt bei Nils auch das zweite Schneidezähnchen unten, da war irgendwas Helles zu sehen. Aber weil Nils den Mund nicht lang genug offen gelassen hat, bin ich nicht ganz sicher. Ich werde morgen noch einmal nachschauen. Heute Mittag hat Nils auch das erste Mal ein ¾ Gläschen Brei geschafft. Abends durfte er dann mal ein paar winzige Stückchen Kiwi kosten, was ihm auch geschmeckt hat. Stück für Stück erweitert sich sein Speiseplan, da sind ein paar neue Zähnchen herzlich willkommen. Geschlafen hat Nils heute tagsüber wieder nur zwei Mal, aber auch nicht allzu lang. Und morgens ist er meistens schon gegen 5 Uhr wach, das ist hoffentlich wieder nur eine vorübergehende Phase. An der Stelle, wo Nils geimpft worden ist, ist eine kleine Verhärtung und etwas gerötet ist es auch. Aber es scheint Nils nicht zu stören und ich glaube auch, dass das nach Impfungen normal ist, aber mir ist es noch nie so aufgefallen.

 

Sonntag, 16.03.2008

 

Das zweite Schneidezähnchen kommt tatsächlich bei Nils, ich hatte recht. Man sieht zwar nur einen ganz schmalen hellen Streifen blitzen, aber es ist unverkennbar. Nils dreht sich bisher fast immer nur über die rechte Schulter auf den Bauch, wenn er hingelegt wird. Manchmal kommt er dann nach einiger Zeit auf die Idee, sich wieder vom Bauch auf den Rücken zu drehen, aber das passiert nur sehr selten. Jedenfalls behält Nils dabei auch diese Richtung bei. Theoretisch könnte man Nils ganz rechts auf die Bettkante legen und allein liegen lassen, weil er ja immer nur nach links kullert und nicht aus dem Bett fällt. Praktisch macht man das natürlich nicht, man weiß ja nie, auf welche Ideen plötzlich unser Baby kommt und doch die Richtung wechselt ;-)

Es ist eigentlich schade, dass ich in meinem Tagebuch meistens nur Entwicklungsschritte und Daten dokumentieren kann. Die vielen kleinen Begebenheiten am Tag, die uns zeigen, was für ein liebenswertes kleines Wesen unser Nils ist, kann man gar nicht so einfach aufschreiben. Nils lacht so süß und macht so niedliche Geräusche, ist oft so geduldig und freut sich über jede Ansprache. Man kann das alles gar nicht in Worte fassen oder fotografieren. Da bin ich wirklich froh, dass ich das alles so hautnah Tag für Tag miterleben darf und in meinem Herzen und meinem Gedächtnis „abspeichern“ kann. Ich werde es sicher nicht vergessen, auch wenn Nils dann älter ist.

 

Montag, 17.03.2008

 

Heute war wieder ein guter Tag, es lief alles sehr entspannt ab. Nils hat verhältnismäßig wenig geschlafen, vormittags und nachmittags nur ca. ½ Stunde. Aber da er seit vorgestern nicht mehr morgens gegen 5 Uhr sondern erst gegen 6 Uhr wach wird, reicht Nils wahrscheinlich der Schlaf trotzdem aus. Nils „kuschelt“ neuerdings gern mit seiner Auflagefläche. Früher hat er in Bauchlage immer, wenn ihn die Kraft verließ und er sein Köpfchen auf den Boden legen musste, mächtig herumgeschimpft. Nun legt Nils oft sein Köpfchen seitlich hin, kuschelt sich an den Boden und lächelt ganz süß vor sich hin, wie ein Engelchen!

 

Dientag, 18.03.2008

 

Natürlich war heute morgen schon wieder alles beim alten: um 4:38 Uhr war Nils munter und wollte nicht mehr schlafen. Ich konnte versuchen was ich wollte, es hat nichts genützt. Unser Tag hat zwar sehr zeitig begonnen, aber alles in allem war es wieder ein schöner Tag. Nils ist heute sehr oft und gut um die eigene Achse gekreiselt und war auch sonst sehr agil. Ich habe ihn mehrmals auf dem Laminatboden mitten im Wohnzimmer gelegt, weil er sowieso immer von seiner Decke herunterkullert. Nils hat sich dann langsam rückwärts über den Boden geschoben, weil der Boden ja recht glatt ist und seine Hände besseren Halt finden als die Füße. Und immer, wenn Nils Füße einen Gegenstand berührt haben, hat er sich um seine Achse gedreht, bis er erkennen konnte, worum es sich handelt. Manchmal hat Nils dann den Gegenstand auch erwischt, oder er ist daran vorbeigerutscht. Aber Nils war sehr ausdauernd, es schien ihm gefallen zu haben. Und das Zusehen hat mir auch viel Spaß gemacht! Den Speiseplan haben wir um weitere Gläschen erweitert: Kartoffeln mit Rind oder Schweinefleisch und Gartengemüse. Nils schmeckt das alles recht gut und er isst nun schon ca. ein ¾ Gläschen davon.

 

Mittwoch, 19.03.2008

 

Nils hat heute Abend wirklich gut gegessen. Aber als ich ihm dann nach dem Brei noch etwas Banane gegeben habe, blieb ein Stückchen in seinem Hals hängen und Nils würgte. Und dann kam das ganze schöne Abendessen mit einem großen Schwall wieder rausgeschwappt. Ich weiß nicht, ob alles kam, aber es war schon eine größere Menge Erbrochenes. Aber Nils ging es hinterher wieder gut und er hat auch nicht gemeckert, weil der Bauch ja wieder leerer war. Auch unser Tag war insgesamt wieder gut. Nils hat nur vormittags geschlafen aber es hat ihm bis abends gereicht und er war auch nicht sehr quengelig. Er hat sich heute wieder viel am Boden entlang geschoben, gekreiselt und „geredet“. Im Moment ist also alles super bei uns.

 

Freitag, 21.03.2008

 

Das zweite Schneidezähnchen oben schaut seit heute morgen mit einer kleinen Spitze bei Nils heraus. Nun sind tatsächlich alle vier Schneidezähnchen zu sehen, der eine mehr und die anderen weniger. Und ich bin froh, dass es keine größeren Probleme beim Durchbruch derselben gab. Nils Speiseplan hat sich wieder erweitert: er hat ein paar Reiskörnchen, an denen etwas Tomatensoße klebte, gegessen. Wenn ich Nils auf dem Arm habe und seine Füße stoßen an einen Widerstand, w. z. Bsp. meine Knie wenn ich sitze, dann drückt er seine Beinchen öfter mal durch, als wollte er stehen. Aber zuerst einmal muss er ja sitzen können und das schafft Nils nur mit Festhalten. Gestern ist mir Nils auch aus dem Bett gefallen. Eigentlich weiß ich gar nicht, wie das passieren konnte, denn er lag genau in der Mitte des Doppelbettes und normalerweise rollt er ja nur eine Drehung weit und dann wäre er nur an der Wand oder am Fußende an einem Stapel Decken herausgekommen. Aber Nils scheit sich rückwärts geschoben zu haben, auf diesem Untergrund hätte ich ihm das nie zugetraut. Zum Glück ist nichts passiert, es gab keine Schramme und Berührungen haben ihm auch nicht wehgetan. Nils hat nur heftig geweint. Dann hat er sich wieder beruhigt, wollte aber lange auf meinem Arm bleiben. Aber nach dem Nachmittagsspaziergang war glücklicherweise alles wieder in Ordnung. Mir bleibt das natürlich ein Lehre, ich werde ihn nie mehr unbeaufsichtigt auf dem Bett lassen, auch wenn es nur kurze Zeit ist.

 

Sonntag, 23.03.2008

 

Nun erlebt Nils also sein ersten Ostern, aber er bekommt noch nicht viel davon mit. Und auch den Schoko-Osterhasen, den er von unseren Nachbarn bekommen hat, darf sein Brüderchen Steven dieses Jahr noch essen. Nächstes Jahr wird Nils aber schon einmal von der Schokolade kosten. Seit gestern blitzen nun auch die äußeren Schneidezähnchen oben bei Nils durch. Das geht ja jetzt richtig schnell mit dem Zahnen! Aber bis auf gelegentliche kleine Quengeleien und teilweise Unlust zum Stillen macht das unserem Nils zum Glück keine Probleme.

 

Montag, 24.03.2008

 

Heute war auch wieder ein ganz entspannter Tag. Nils hat gut gegessen und auch zwei Mal geschlafen, kaum geweint. Alles bestens. Nur heute Abend ist er schon zwei mal weinend aufgewacht, weil er sich auf den Bauch gedreht hatte, ganz am Gitter des Bettchens lag und nicht allein wieder zurück kam.

 

Mittwoch, 26.03.2008

 

Immer noch ist Nils unkompliziert und freundlich, es passt eigentlich alles. Heute zu Mittag habe ich Nils auch ein paar Stückchen von gekochten Nudeln zum Kosten gegeben, auch das hat er ohne Probleme und mit viel Interesse gegessen. Seine Großeltern sind momentan bei uns zu Besuch und Nils fremdelt auch noch kein bisschen. Das soll ja demnächst losgehen mit dem Fremdeln, schließlich ist Nils schon fast neun volle Monate alt. Ich staune immer wieder, wie schnell die Zeit vergangen ist mit unserem kleinen Schatz.

 

Donnerstag, 27.03.2008

 

Heute morgen war Nils mal wieder ganz zeitig wach, um 4:51 Uhr hat er mich geweckt. An Einschlafen war nicht mehr zu denken, Nils hat sich quicklebendig und freundlich brabbelnd im Bettchen herumgekullert. Letztendlich hat ihm wohl seine Verdauung zu schaffen gemacht, denn noch vor dem Frühstück hat er dann eine volle Windel gehabt. Heute Abend hat Nils dann ziemlich wenig gegessen, vielleicht lag es an der halben Banane, die er nachmittags verdrückt hat. Sogar abgebissen hat Nils selbst. Richtig große Stücke hat er im Mund gehabt und reingemampft, da habe ich gestaunt.

 

Sonntag, 30.03.2008

 

Seit gestern hustet Nils manchmal. Ich hoffe, dass er keine Erkältung bekommt! Unser Steven ist momentan auch krank und hat ein seltsames Fieber, hoffentlich erwischt das Nils nicht auch noch. Immer noch ist bei uns alles bestens, es gibt keinen Grund zum Klagen. Außer vielleicht, dass Nils so gern zeitig aufsteht. Letzte Nacht wurde ja auch die Sommerzeit eingestellt, nun wird es noch später dunkel. Nils wollte heute Abend deswegen auch nicht so recht einschlafen, wir haben mehrere Anläufe gebraucht bis er endlich einschlief. Ich habe die Kinder auch erst nach 19 Uhr schlafen gelegt, also um die eine Stunde zeitversetzt.

 

Montag, 31.03.2008

 

Auch heute brauchte das Einschlafen bei Nils etwas länger. Ich hab ihn auch heute wieder erst nach 19 Uhr ins Bett gebracht, schließlich hat er heute morgen auch bis 6:30 Uhr geschlafen. Mit dieser Aufwachzeit komme ich ganz gut zurecht. Gehustet hat Nils zum Glück kaum, vielleicht haben wir ja Glück und er bleibt gesund. Nils kostet ja sehr gern bei unserem Essen, wenn es „babytaugliche“ Sachen gibt. Er verlangt regelrecht lautstark seine Ration, wenn wir ihm mal nicht freiwillig etwas abgeben. Ich muss mich langsam einmal schlau machen, was ich ihm denn schon so alles füttern kann, ob eventuell schon Käse oder ein kleines Wurstbrot für ihn geeignet sind. Unser Nils würde nämlich wirklich alles probieren, wenn er nur dürfte! Steven hat damals viel später mit essen angefangen, daher musste ich mir darüber weniger Gedanken machen.

 

Mittwoch, 02.04.2008

 

Unser Nils hat sich heute endlich dazu entschlossen, auch Drehmanöver in die andere Richtung zu machen. Bisher drehte er sich fast ausschließlich nur über die rechte Schulter nach rechts auf den Bauch und dann höchstens noch mal über die linke Schulter wieder in Rückenlage, wobei er sich dann insgesamt immer weiter nach rechts bewegte. Heute früh nun hat sich Nils wieder erst nach rechts in die Bauchlage gedreht. Und dann drehte er sich plötzlich wieder zurück in die Rückenlage. Grinste und probierte es gleich noch einmal aus. Das hat Nils dann sichtlich Spaß gemacht und er übte es heute immer wieder, besonders als ich ihn abends fürs Schlafen fertig gemacht habe. Ich konnte Nils kaum die Windeln anziehen, so eifrig ist er hin und zurück gekullert. Irgendwie ist Nils derzeit etwas unzufrieden und mag sich nicht lang selbst beschäftigen. Heute hat Nils auch tagsüber nur kurz geschlafen, immer wieder hat in ein Bäuerchen geweckt. Nachmittags war er dann so übermüdet und aufgedreht, dass ich ihn nicht mehr stillen konnte und ihn so unzufrieden und weinend für den Spaziergang in den Kinderwagen packen musste. Nils hat dann einige Zeit lang geschrien, bis er endlich eingeschlafen ist und auch lang und fest schlief, bis er sein Schlafdefizit wieder nachgeholt hatte. Glücklicherweise ist Nils trotzdem abends ganz gut eingeschlafen.

 

Donnerstag, 03.04.2008

 

Ich habe heute festgestellt, dass Nils bereits den „Pinzettengriff“ mit Daumen und Zeigefinger beherrscht. Das habe ich noch gar nicht gewusst. Ich hatte ihm ein paar Brotkrümel hingelegt und Nils hat sie tatsächlich aufgelesen. Aber in den Mund hat er sie nicht gesteckt, obwohl ich ihn vorher mit Brotstückchen gefüttert habe und er diese auch mit Appetit gegessen hat. Nils hat das Brot nur mit den Fingern zerknautscht. Bisher gab es für Nils anscheinend keine Notwendigkeit, den Pinzettengriff zu gebrauchen, weil seine Spielsachen ja so groß sind, dass sie in die ganze Hand passen. Und das Essen habe ich ihm ja immer gleich in den Mund gesteckt. Also werden wir das jetzt einmal üben, denn dann kann sich Nils ja einiges an Essen auch selbst nehmen.

 

Freitag, 05.04.2008

 

Gestern war ich mit Nils im Supermarkt, er saß wieder in seiner Babyschale im Einkaufswagen. Zuerst schlief Nils noch, dass wachte er auf und war bestens gelaunt. Dann „flirtet“ Nils gern mit anderen Leuten, lächelt und manchmal brabbelt er sie sogar in seiner Babysprache voll. Es kommt oft vor, dass die Leute ganz entzückt sind und sich mit Nils dann auch unterhalten und ihm sagen, was er doch für ein liebes, niedliches Baby ist. Ich bin dann natürlich immer mächtig stolz auf unseren süßen Fratz. Gestern kam dann auch so eine Oma vorbei und musste Nils immer wieder ansehen, sie ist regelrecht neben uns stehen geblieben. Hat dann irgendetwas von „So ein Goldstück, der Kleine“ gesagt und ich musste ihr innerlich recht geben: unser Nils ist wirklich ein richtiges kleines Goldstück! Nils hat heute auch fast eine halbe Kiwi gegessen, er hat wirklich einen großen Appetit. Nils futtert Brotstücke, beißt an Bananen, möchte überall kosten. Das Essen selbst in den Mund stecken klappt aber immer noch nicht, da muss Nils Gehirn wohl noch ein bissel wachsen ;-)

 

Montag, 07.04.2008

 

Heute hatte unser Nils einen kleinen Unfall: Er lag im Schlafzimmer auf dem Boden und spielte mit Stevens LEGO-Steinen, die dort lagen. Ein Stück weiter weg stand ein LEGO-Turm, den Steven mit seinem Papa gebaut hatte. Der war zwar nicht sehr breit, aber relativ hoch. Und Steven und ich lagen auf dem Bett, wo wir ein Buch anschauten. Steven stand dann auf und als er rückwärts aus dem Bett stieg, stieß er gegen den Turm. Unglücklicherweise kippte der geradewegs in Nils Richtung und ein Stück davon prallte genau auf Nils Stirn. Der kleine Kerl begann natürlich nach einer Schrecksekunde fürchterlich zu weinen, es hat bestimmt auch ziemlich weh getan. Ich habe Nils dann lange herumgetragen und getröstet. Nach einer Weile hörte das Schluchzen dann auch auf. Es war eine Rötung zu sehen, die ich kühlen wollte. Aber als ich das Kühlbeutelchen auflegte, begann Nils wieder heftig zu weinen, so dass ich es wieder weg nahm. Zum Glück gab es keine Beule und das Köpfchen hat den Schlag anscheinend gut verkraftet. Gestern war Nils auch wieder ziemlich unzufrieden und quengelig, es war ein anstrengender Tag. Aber heute war es schon wieder besser, bis auf den Zwischenfall mit dem LEGO-Turm.

 

Dienstag, 08.04.2008

 

Nils bekommt nun auch unten rechts das zweite Schneidezähnchen, das ist dann schon Zähnchen Nummer 7. Er benutzt seine Zähne auch gern: wenn ich Nils einen Finger an den Mund halte, macht er sich einen Spaß daraus und beißt hinein, das wird immer kräftiger. Nils grinst dann immer ganz stolz, wenn ich seine Zähnchen lobe. Aber er ist ein kluges Baby und weiß, dass er beim stillen nicht beißen darf, das wäre ja auch verheerend! Ich habe zu Nils, als er es früher ein paar mal ausprobiert hat, ziemlich energisch „Nein!“ gesagt und er hat tatsächlich gelernt, dass man Mama nicht beißen darf. Heute hat Nils keinen Nachmittagsschlaf gemacht, er wollte einfach nicht. Und trotz oder gerade wegen der Müdigkeit ist er dann ganz schlecht heute Abend eingeschlafen. Er hat viel geweint, wenn ich ihn hingelegt habe und es hat lang gedauert bis er eingeschlafen ist.

 

Donnerstag, 10.04.2008

 

Heute waren wir mit Nils wieder in der Klinik wegen seiner Schädelasymmetrie. Wir mussten ziemlich weit laufen, weil in München die Parkplätze sehr rar sind und ich oder mein Mann hatten Nils ständig auf dem Arm, auch in der Klinik. Es gab keine Möglichkeit, ihn mal hinzulegen, damit er sich mal „lang machen“ kann. Und trotzdem war unser kleiner Nils so geduldig und brav, hat fast nie gemeckert, sondern sich nur umgesehen und alles genau betrachtet. Wir wurden auch wieder darauf angesprochen, was unser Nils doch für ein braves Baby ist, weil er nicht herumgemeckert hat, wir können schon stolz auf unseren kleinen Schatz sein. Die Untersuchung hat dann ergeben, dass bei Nils eine kleine Verbesserung eingetreten ist. Die Schädeldiagonalen wichen nun nur 0,8 mm von einander ab, das letzte Mal waren es ja noch 10 mm. Allerdings sind die Messmethoden auch nicht 100%ig genau, da kann man sich schnell um einen Millimeter vertun. Aber ich habe auch vorher schon das Empfinden gehabt, dass sich bei Nils der Kopf verbessert hat, also bin ich zuversichtlich. In 6-8 Wochen sollen wir noch einmal wiederkommen, um ganz sicher zu gehen dass sich Nils Kopfzustand wirklich weiter verbessert. Heute habe ich Nils, auch wieder gebadet und es war das erste Mal, dass Nils in der Wanne angefangen hat, zu plantschen. Zuerst nur vorsichtig mit den Füßen, dann wurde er mutiger. Und am Ende hat Nils dann begeistert mit seinen beiden Beinen losgestrampelt, dass es nur so spritzte. Steven und ich mussten richtig loslachen, so lustig war unser Nils dabei anzuschauen. Beim abtrocknen habe ich dann gesehen, dass Nils unter dem rechten Arm eine Stelle hat, wo die Haut sich etwas entzündet hat. Vielleicht vom Schwitzen? Ich habe es eingecremt und hoffe, dass es morgen schon wieder besser aussieht.

 

Samstag, 12.04.2008

 

Nils hat heute einen sehr guten Appetit zum Essen gehabt. Mittags hat er ein ganzen Gläschen und abends 130 ml Getreidebrei verdrückt und hinterher noch ein paar Stückchen Brot. Dafür habe ich ihn tagsüber nur vormittags und ein mal kurz nachmittags gestillt. So langsam werde ich das Stillen tagsüber wahrscheinlich sowieso absetzen müssen, denn Nils kann nur noch trinken, wenn er absolut ungestört ist. Sobald ihn irgendetwas ablenkt, ist das Trinken unmöglich und nur noch „Krampf“. Abends und nachts klappt es aber immer noch super, da giert Nils förmlich danach. Ich möchte eigentlich auch noch eine Weile stillen, denn ich glaube, dass es für Nils das Beste ist und er scheint es ja auch noch zu brauchen.

 

Montag, 14.04.2008

 

Heute Abend hat Nils ca. 200 ml von seinem Maisgrießbrei gegessen, so viel hatte er noch nie! Außerdem habe ich Nils heute zum ersten Mal etwas verdünnte Milch im Fläschchen angeboten, aber er hat nur gekostet und dann alles weitere wieder ausgespuckt. Nils scheint also (noch) keine Kuhmilch zu mögen. Aber ich stille ja noch, also ist das nicht weiter schlimm. Heute Nachmittag wurden vor unserem Haus ein paar kleinere Bäume mit der Motorsäge gefällt. Da Steven das unbedingt bei offenem Fenster miterleben wollte, war Nils zwangsläufig mit dabei. Und Nils ist bei manchen lauten Geräuschen etwas empfindlich, deswegen habe ich ihn die ganze Zeit auf dem Arm getragen. Immer, wenn die Säge losging, hat der kleine Kerl einen lauten, etwas empörten Schrei von sich gegeben und sich dann ganz doll an mir festgekrallt, das habe ich auch noch nie erlebt. Aber geweint hat Nils nicht, er hat es dann ganz tapfer durchgestanden.

 

Dienstag, 15.04.2008

 

Unser Nils war heute Vormittag ziemlich müde, konnte aber nicht einschlafen. Ich habe mehrmals versucht, ihn in den Schlaf zu stillen, aber er wollte nicht so recht. Hat kurz getrunken und sich dann aber weggedreht, umgesehen und sogar „herumgescherzt“ (so klangen jedenfalls die Geräusche, die er dann machte). Ich habe jedenfalls dann keine Geduld mehr gehabt und Nils einfach seinen Schlafsack angezogen und ihn in sein Bettchen gelegt. Ich wollte dann wiederkommen, wenn er anfängt zu meckern. Aber Nils meckerte nicht, ich habe eine ganze Weile unten in der Küche gewartet und gelauscht. Als ich wieder hoch ins Kinderzimmer gekommen bin, lag unser kleiner Nils zusammengekullert quer im Bettchen und hat geschlafen. Unglaublich! Ich habe darauf schon so lang gewartet, dass er mal tagsüber allein einschläft, doch immer hat er mich dazu gebraucht. Doch heute hat es der kleine Schatz tatsächlich geschafft, hoffentlich klappt es zukünftig noch öfter so.

 

Mittwoch, 16.04.2008

 

Heute habe ich Nils mal wieder wach zum Schlafen ins Bettchen gelegt und er ist mir tatsächlich eingeschlafen. Toll, dass das immer mal wieder klappt, vielleicht wird es ja doch noch zum Dauerzustand! Wir hatten auch heute einen schönen Tag, Nils war lieb und freundlich. Vormittags hatte ich eine Besprechung in der Firma, zu der ich beide Kids mangels Betreuung mitnehmen musste. Und die ganze Zeit über gab es kein Gequengel. Nils lag entweder auf dem Boden oder schaute von meinem Schoß aus zu, was wir am PC machten. Total brav! Und nachmittags habe ich Nils probeweise einmal für zwei Stunden bei meiner besten Freundin gelassen, damit er sich etwas an sie gewöhnt. Nils braucht ja außer seinen Eltern auch noch ein oder zwei Bezugspersonen, die ihn im Notfall mal nehmen können. Oma und Opas wohnen ja weit weg, die können schlecht einspringen. Und Nils war auch dort ganz unkompliziert und freundlich. Als ich wiederkam, lag Nils auf dem Wohnzimmerteppich, hat sich von der zweijährigen Tochter meiner Freundin bespielen lassen und hat gelacht. Allen hat es gefallen, das werden wir sicher bald wieder machen.

 

Samstag, 19.04.2008

 

Nun kann sich Nils auch selbst Brotkrümel in den Mund stecken. Allerdings nur, wenn er auf dem Bauch liegt und sie vom Boden auflesen darf. Wenn ich Nils aber auf dem Schoß sitzen habe und ich lege Brotstückchen auf den Tisch, nimmt er sie zwar mit Daumen und Zeigefinger auf, aber dann wandern sie nicht in den Mund, sondern werden zwischen den Fingerchen geknetet und zerdrückt. Es scheint, als verstehe Nils dann noch nicht, dass das was zum Essen ist. Wer weiß, was in dem kleinen Köpfchen so vor sich geht? Nils dreht sich nun auch häufiger auf die linke Seite, nicht immer nur nach rechts. Und wenn er sich vom Bauch auf den Rücken dreht, dann weiß er mittlerweile auch, dass er auf sein Köpfchen aufpassen muss, dass es nicht hart auf den Boden prallt. Gestern Vormittag habe ich Nils auch einmal Joghurt angeboten, Natur ohne Zucker, aber Bio. Nils hat es nicht besonders geschmeckt. Er hat zwar gekostet, aber ein sehr skeptisches Gesicht dabei gemacht. Heute habe ich dann ein paar Haferflocken untergerührt. Das mochte Nils immer noch nicht. Und dann habe ich tatsächlich ein paar Löffel „richtigen“ Fruchtjoghurt dazugemischt, ca. im Verhältnis 1:3. Das hat unserem Nils dann aber geschmeckt, ruckzuck war der Becher leer. Ich bin eigentlich dagegen, Babys schon gezuckertes Essen zu geben. Aber es ist ja nicht viel Zucker dran gewesen und in handelsüblichen Baby-Breien wird ja auch oft welcher verwendet. Also mache ich mir mein Gewissen mal nicht zu schlecht, Nils ist ja auch schon über neun Monate alt. Heute habe ich Nils vormittags dann nicht weiter gestillt, schließlich gab es ja Joghurt. Heute Abend schläft Nils ziemlich schlecht, er ist schon mehrmals weinend aufgewacht. Dagegen waren die letzten Abende sehr ruhig, Nils hat sich nur selten gemeldet.

 

Montag, 21.04.2008

 

Zur Zeit bereitet das Stillen tagsüber einige Schwierigkeiten. Gegen Mittag ist Nils immer sehr müde und müsste etwas schlafen. Wenn wir unterwegs mit dem Auto sind, gibt es überhaupt keine Probleme, Nils schläft dann schon nach wenigen Minuten. Aber wenn wir zu hause sind, schläft er ohne Stillen nicht ein. Aber wenn ich Nils stillen will, ist er so furchtbar unkonzentriert, schaut sich um und macht Faxen. Noch dazu kommt, dass er beim Stillen die linke Brust bevorzugt. Will ich Nils mit rechts stillen, kommt es seit ein paar Tagen öfter mal vor, dass er mich einfach beißt. Wechsele ich dann auf die andere Seite, lässt er das Beißen sein und trinkt meistens auch. Leider muss man aber beim Stillen nun mal die Seiten wechseln, das scheint mein kleiner Schatz nicht so kapieren zu wollen. Das Stillen hat sich auch tagsüber sehr reduziert, ich stille Nils fast nur noch in der Mittagszeit. Nachts ist es weiterhin völlig unproblematisch und ich genieße die Nähe, die dabei zwischen Nils und mir entsteht. Und ich freue mich, weil Nils das auch zu genießen scheint und wie wichtig ihm das Stillen ist. Heute war ein wirklich schöner Tag, Nils war wieder ganz lieb. Nachmittags ist er im Auto weggedöst und hat noch lang in der Babyschale geschlafen, auch noch als wir wieder zu hause waren. Danach hat Nils super gute Laune gehabt, hat ganz viel gelächelt und vor sich hingeplappert. Das war total goldig, es klang so freundlich und so ernsthaft, als hätten seine Worte einen tiefen Sinn. Dabei waren es nur solche „Wab“ und „Bababab“- Geräusche. Diese Beredsamkeit ging dann bei Nils weiter bis zum Schlafengehen, er schien selbst viel Spaß an den Tönen zu haben, die er da hervorbrachte. Sein Papa hat sich mächtig gefreut, dass Nils schon „Papa“ sagen kann“.

 

Mittwoch, 23.04.2008

 

Der heutige Tag war wieder schön, Nils war fröhlich und ausgeglichen. Das einzig Unschöne war, dass dieser Tag schon um 4:20 Uhr begonnen hat. Steven kam um diese Zeit in unser Zimmer und davon wurde Nils wach. Ungünstigerweise haben sich die Kids dann abwechselnd durch irgendwelche Geräusche wach gehalten, das war nicht so toll. Aber heute Abend ging es relativ spät ins Bett, hoffentlich bleiben die beiden dann morgen mal länger liegen. Heute war Nils auch wieder bei meiner Freundin für eine Stunde zu Besuch und das hat wunderbar geklappt. Er schien mich gar nicht weiter vermisst zu haben. Ich habe Nils heute auch zum ersten Mal draußen im ERGO getragen, es hat ihm gefallen, wie es scheint. Unser kleiner Schatz hat auch einen guten Appetit zum Essen. Zum Frühstück gibt’s Brotstückchen, vormittags den Joghurt mit Haferflocken. Dann ein Stillversuch am späten Vormittag, der hoffentlich mit einem Schläfchen endet. Mittags gibt es nun ca. ein ganzes Gläschen Brei. Nachmittags Stillen und später noch mal bissel Banane oder anderes Obst. Und Abends gibt’s erst ca. 120 ml Brei und danach noch Brot und winzige Apfel oder Tomatenstückchen. Das Brot beisst Nils mittlerweile schon selbst ab, wenn es weich ist und er darf. Abends wird dann wieder gestillt und nachts auch nach Bedarf.

 

Donnerstag, 24.04.2008

 

Nils ist krank. Erkältet. Er hat heute öfter einmal gehustet und auch weniger gegessen als sonst. Außerdem hat man beim Atmen immer so ein Röcheln gehört, was wohl vom Schleim in den Atemwegen kommt. Trotzdem war Nils den ganzen Tag über fit und fröhlich. Aber seit er im Bett ist, ist er schon mehrmals aufgewacht. Das erst Mal habe ich ihn zu spät gehört und kam erst, als er schon so sehr am Schreien war. Die arme Maus tat mir so leid! Er war ganz heiser und hat so richtig „gebellt“. Er konnte sich kaum beruhigen und ich habe ihn lange herumgetragen, bis es ihm wieder besser ging. Als ich Nils dann wieder hinlegen wollte, ging das Weinen wieder los und ich habe ihn weiter auf dem Arm getragen. Ich habe Nils dann einen Husten- und Bronchilatee gemacht, weil ich ehrlich gesagt gar nicht weiß, was ich ihm sonst helfen kann außer hoch lagern, damit das Abhusten besser gelingt. Wenn Nils Schnupfen oder Fieber hätte, dagegen hätte ich Medizin im Haus. Aber bei Heiserkeit und Hustenschleim sieht es schlecht aus. Nils ist ja noch ein Baby, denen kann man ja auch nicht viel geben. Nun hoffe ich sehr, dass die Nacht nicht zu schlimm wird und es Nils morgen wieder besser geht. Sonst müssen wir noch zum Arzt mit dem kleinen Mäuschen.

 

Freitag, 25.04.2008

 

Heute war kein guter Tag. Nils hat viel gequengelt und geweint, wollte oft getragen werden. Morgens hat er sich sogar ganz heftig erbrochen, da kam jede Mange mit heraus. Danach ging es Nils aber kurz besser. Appetit hatte er auch nicht so recht zum essen, ich habe ihn dafür mehrmals gestillt. Das war auch gut so, denn ich habe gerade links eine anfangende Brustentzündung, weil sich durch das unregelmäßige Stillen einfach zu viel Milch angesammelt hat. Nun tat mir das Herumtragen von Nils total weh, weil er dann immer auf die entzündete Stelle gedrückt hat. Aber was nützt es, wenn der Kleine mich braucht muss ich ihn eben tragen. Hoffentlich bekomme ich das mit dem Stillen wieder in Griff! Ich war heute auch mit Nils beim Arzt, aber der hat Entwarnung gegeben. Nils sei in guter Verfassung (tatsächlich hat er in der Arztpraxis fröhlich aus der Babyschale herausgelächelt als sei alles bestens) und die Lunge sei total frei. Fieber hatte er ja auch keines. Nun hat Nils einen Hustensaft verschrieben bekommen, den er aber nicht trinken will. Heute Abend im Bett fühlt sich Nils etwas warm an, aber ich habe gemessen, Fieber ist es noch keines. Hoffentlich bleibt es auch so! Aber er schläft unruhig und wacht oft auf.

 

Samstag, 26.04.2008

 

Die letzte Nacht war wieder ein mittlere Katastrophe, Nils ist ständig aufgewacht und ich war im Dauerstill-einsatz. Unglücklicherweise hat es mich nun erkältungsmäßig auch voll erwischt, das macht alles noch schwerer. Nils ständige Quengelei, der Schlafentzug und meine Verfassung...echt schwer zu meistern. Ich glaube, seit Nils auf der Welt ist war das einer der anstrengendsten Tage überhaupt. Der arme kleine Kerl hat heut Abend auch wieder gebrochen, das ganze Abendessen kam heraus. Der Arzt sagte ja gestern, es sei im Zuge eines Hustenanfalls durchaus möglich, dass ein Erbrechen ausgelöst wird. Aber Nils hatte da gar nicht gehustet. Na, mal sehen, wie es morgen weitergeht! Den Hustensaft mische ich jetzt immer in Nils Tee, so dass er ihn doch im Laufe des Tages mit trinkt.

 

Sonntag, 27.04.2008

 

Heute ging es Nils insgesamt etwas besser, obwohl er trotzdem oft gehustet hat. Aber es gab auch unbeschwerte Momente, ich denke das Schlimmste haben wir überstanden. Allerdings hat Nils heute Abend wieder beim Gutenachtstillen gebrochen, der ganze Brei kam wieder raus. Ich weiß nicht, woran das liegen soll. Vielleicht ist Nils auch vom Abendessen so satt, dass die Milch beim Stillen einfach zu viel ist? Aber Nils will ja stillen. Wenn ich ihn ohne Stillen ins Bett lege, macht er Theater und will nicht schlafen.

 

Dienstag, 29.04.2008

 

Es geht Nils nun Tag für Tag etwas besser und seine Heiterkeit kehrt immer öfter und länger zurück. Man hört nun noch ein leises Röcheln und manchmal hustet Nils noch, aber nicht mehr schlimm. Morgen fahren wir für ein paar Tage zu meiner Schwester, die Kinder und ich. Ich bin schon gespannt, was sie dazu sagt, wie sich mein kleiner und mein großer Schatz entwickelt haben. Und für die Kinder ist es auch mal eine schöne Abwechslung. Hoffentlich verschläft mir Nils wieder die lange Fahrt, damit er sich nicht in der Babyschale langweilt und weint. Ich hab Nils nun auch schon einmal etwas Schnitt- und auch Frischkäse zum Probieren gegeben, das hat er auch gegessen. Ich lasse ihn nun schon manchmal bei Tisch mit kosten, wenn das Essen nicht oder kaum gewürzt ist.

 

Montag, 05.05.2008

 

Gestern Abend sind wir vom Besuch bei meiner Schwester zurück gekommen. Es war eine schöne Zeit und auch für die Kinder war es toll. Die Hinfahrt hat Nils zur Hälfte im Auto verschlafen, aber als er dann wach war, gab es eine Menge Gequengel. Nils ist noch nicht wieder gesund und war vielleicht auch deswegen unzufrieden. Ich musste dreimal anhalten, weil er geweint hat und aus der Babyschale heraus wollte. Die Heimfahrt verlief dann viel besser, Nils hat mehr geschlafen und war im Wachzustand besser gelaunt. Nils hat aber bei meiner Schwester überhaupt nicht gefremdelt und war meistens freundlich und lieb. Ich hatte leider den Babybrei zu Hause vergessen, den ich Nils abends immer füttere. Weil es diese Sorte dort nicht zu kaufen gab, haben wir ersatzweise einen Milchbrei und einen Getreide-Früchtebrei versucht, beides gesüßt. Den Milchbrei hat Nils völlig verschmäht. Vom Früchtebrei hat er immerhin einige Löffel gegessen. Aber es kam zweimal vor, dass Nils später alles wieder herausgebrochen hat. Das Erbrechen kommt nun fast täglich einmal vor, heute auch morgens und abends nach dem Essen. Ich war deswegen heute beim Arzt mit Nils, auch weil die Erkältung nicht besser geworden ist, diesmal auch bei unserer richtigen Kinderärztin. Aber das Erbrechen wurde wieder auf die Erkältung geschoben und Nils bekam ein Inhalationsgerät verschrieben. Die erste Inhalation heute Abend hat Nils nur widerwillig ertragen, er hat gemeckert und immer das Gesicht von der Atemmaske weggezogen. Und auch das Fiebermessen im Ohr mag Nils gar nicht. Aber er war ja heute insgesamt nicht so gut drauf, weil er sich nicht so gut fühlt. Schnupfen hat Nils ja auch noch bekommen, der arme kleine Schatz. Neuerdings stille ich auch wieder häufiger, wahrscheinlich verträgt er die Muttermilch besser mit seiner Brecherei. Und seit ein paar Tagen übt Nils fleißig „Mam“ und „Mamam“-Laute. Sein Papa sagt schon immer zu Nils, er soll „Papa“ sagen, nicht „Mama“ ;-)

 

Dienstag, 06.05.2008

 

Heute hat Nils zwar nicht gebrochen, aber dafür war er heute wirklich krank. Das heißt, man hat es ihm heute richtig angemerkt, dass es ihm nicht gut ging. Nils hat viel gejammert, wollte ständig getragen werden. Und er hat sich auch heiß angefühlt. Beim Fiebermessen kam zwar nur eine Temperatur von 37,6 °C heraus, aber sonst hat er immer ca. 36,5 °C, also doch erhöht. Das Inhalieren hat Nils heute ohne Protest über sich ergehen lassen. Er lag in der Zeit fast apathisch an mich gelehnt mit fast geschlossenen Augen und hat den Dampf eingeatmet. Auch sonst war Nils relativ müde, konnte aber nicht gut einschlafen. Hoffentlich geht es ihm morgen wieder besser!

 

Mittwoch, 07.05.2008

 

Die letzte Nacht war katastrophal, Nils war so oft wach und auch schwer zu trösten. Er hatte auch immer erhöhte Temperatur und morgens beim Aufwachen gab es schon wieder (oder immer noch Geschrei). Ich habe Nils dann Dolorminsaft für Kinder gegeben, ist ja ein Fieber-und Schmerzmittel. Zuerst pur auf dem Löffel, das hat Nils gleich wieder rausgebrochen. Danach habe ich es im Trinkfläschchen untergemischt, das hat Nils dann auch bei sich behalten und hinterher ging es ihm auch besser. Das Stillen bereitet mal wieder Probleme. Nils kann irgendwie nicht richtig trinken. Es kommt oft vor, dass er würgen muss, sobald er die Brustwarze im Mund hat. Nils will ja trinken, er versucht es immer wieder. Aber meistens muss er wieder aufhören, weil es fast den Brechreiz bei ihm auslöst. Vielleicht hat Nils deswegen so oft erbrochen in den letzten Tagen? Er scheint im Moment total empfindlich zu sein, wenn er etwas in den Mund bekommt.

 

Sonntag, 11.05.2008

 

Die letzten Tage kam ich leider nicht zum Schreiben. Nun weiß ich gar nicht, ob noch an alles erinnere um es aufzuschreiben. Seit gestern geht es Nils wieder besser und seit heute habe ich endlich das Gefühl, meinen „alten“ Nils wiederzuhaben. Den Nils, der öfter lacht und mit uns „redet“, sich für alles interessiert, sich auch mal selbst beschäftigen kann und einfach ein ganz lieber Schatz ist. Der Husten ist zwar noch da, aber nicht mehr so häufig und schlimm. Wir inhalieren auch noch zwei Mal am Tag, Nils erträgt das nun ganz tapfer ohne größeres Theater und manchmal schläft er sogar dabei ein. Vorgestern habe ich ihn sogar mal draußen auf unserer Terrasse damit „eingeschläfert“ und er hat, schön warm mit Decken eingepackt, über eine Stunde dort geschlafen. Erbrochen hat sich Nils seit zwei Tagen schon nicht mehr, auch das Würgen bei Stillen ist wieder weg. Es scheint wirklich mit dem Husten zusammenzuhängen, der ja nun auch wieder besser geworden ist. Ich war allerdings noch einmal mit Nils beim Arzt, weil er am Zahnfleisch eine entzündete Stelle hatte, die nicht vom Zahnen kam. Weil Nils immer so quengelig war, dachte ich, dass er vielleicht da auch Schmerzen hat und wollte es lieber Mal vom Arzt abklären lassen, aber der gab Entwarnung. Wahrscheinlich hat sich Nils dort nur selbst mit seinen Zahn, der oben schon heraus schaut, verletzt. Ich sollte Nils nur öfter Kamillentee zum Trinken geben, weil der desinfiziert. Zum Glück hatte Nils nichts gegen den Geschmack und hat brav den Tee getrunken, die Entzündung ist auch wieder gut abgeheilt. Apropos Zähne, nun hat Nils je sieben Zähnchen, vier oben und drei unten. Das sieht ganz lustig aus, weil der eine unten links noch fehlt und die anderen schon so groß sind. Nils trägt nun auch die Windeln Größe 4. Die Dreier würden zwar noch passen weil Nils relativ schlank ist, aber die haben nicht so eine gute Speicherfähigkeit und Nils ist daher in der letzten Zeit häufiger „ausgelaufen“. Seit er die Vierer trägt, gab es keinen nassen Body mehr.

 

Dienstag, 13.05.2008

 

Nils geht es weiterhin täglich besser mit seiner Erkältung, nur der Husten ist noch ab und an da. Das Wetter ist jetzt auch sehr schön, nur etwas windig, so dass ich Nils öfter einmal mit hinaus in den Garten auf die Decke nehmen kann. Wegen der Erkältung bin ich aber oft unsicher, ob ich ihn dick genug angezogen habe oder ob ich ihn vielleicht zu warm eingepackt habe. Nils wird auch schnell ungeduldig und quengelt, wenn es zu wenig zu sehen gibt oder wenn ich ihn länger einmal liegen lasse, weil ich mich um Steven kümmern muss oder was im Garten erledigen will. Das hatte ich mir eigentlich einfacher vorgestellt. Aber unser kleiner Nils weiß ganz genau was er will und wenn er nicht zufrieden ist, „sagt“ er das auch frei heraus. Mama wird sich schon kümmern, dass es wieder angenehmer wird ;-)

 

Donnerstag, 15.05.2008

 

Heute Abend habe ich einmal probiert, für Nils den Brei weg zu lassen. Es gab dafür frisches weiches Butterbrot, was er selbst abgebissen hat und kleine Tomatenstückchen. Nils hat mit gutem Appetit gegessen und schien den Brei nicht zu vermissen. Ich bin nur nicht sicher, ob er so genug Flüssigkeit zu sich genommen hat, denn getrunken hat er nicht besonders viel. Im Brei ist ja jede Menge Wasser drin gewesen. Nun, ich werde ja heute Nacht merken, wie oft Nils dann stillen will.

 

Donnerstag, 15.05.2008

 

Die letzte Nacht kam Nils nicht häufiger zum Stillen als sonst auch. Ich habe ihn auch wieder viel öfter in meinem Bett, seit er krank war. Ich hoffe, ich kann es Nils recht schnell wieder angewöhnen, in seinem eigenen Bett zu schlafen. Zur Zeit sagt Nils sehr oft „Mamam“, was sich wohl meistens auf Essen bezieht. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, er ruft mich, weil er z. Bsp. hochgenommen werden möchte. Nils darf auch häufiger beim Essen mit kosten. Heute hat er mit gutem Appetit Pellkartoffelstückchen gegessen und auch mal vom selbst gemachten Kartoffelbrei probiert. Abends gab es allerdings wieder einen Brei, da ich noch eine halbe Packung davon habe. Aber ich denke, wenn der alle ist, werde ich keinen mehr kaufen und Nils abends mit Brot, etwas milder Wurst oder Käse füttern. Er hat ja den Appetit dazu und mit seinen sieben Zähnchen schafft er das Kauen schon. Nils war heute auch wieder gut gelaunt, hat viel erzählt und gelacht und hat sich gut selbst beschäftigt.

 

Sonntag, 18.05.2008

 

Wenn es abends ans Schlafen geht, gibt es bei Nils seit Wochen fast täglich das selbe Schauspiel: Ich stille ihn in den Schlaf, dann schläft er ca. eine halbe bis eine Stunde. Danach wacht Nils plötzlich auf und weint, steigert sich ganz schnell in ein heftiges Weinen hinein und hustet ganz doll, als hätte er sich verschluckt. Ein verspätetes Bäuerchen? Ich gehe dann hin, stille Nils und langsam beruhigt er sich wieder, trinkt recht viel und schläft wieder ein. Wenn Nils dann in der Nacht noch öfter aufwacht, weint er zwar auch, aber das Husten kommt nicht mehr wieder. Seltsam. Sonst könnte man ja denken, Nils sei wieder erkältet. Ansonsten war der Tag heute wirklich super. Nils war in Höchstform, so zufrieden und unkompliziert, wie man es sich überhaupt nur wünschen kann. Ich kann mich wirklich freuen, was für einen lieben kleinen Schatz wir da haben.

 

Montag, 20.05.2008

 

Heute Mittag hatten wir eine kleine Premiere: Nils hat das erste Mal selbstgekochtes Essen bekommen- und auch gegessen. Bisher gab es ja immer Gläschen. Aber da Nils auch gern mal ein Stückchen von gekochten Nudeln gekostet hat, habe ich heute Zucchini gedünstet und püriert, etwas Tomatenmark dazu, ganz wenig Salz und Basilikum noch und fertig war die Nudelsoße. Die habe ich zu grob zerteilten Penne-Nudeln gegeben und noch zwei Teelöffel Gläschenbrei, damit es noch etwas „breiiger“ wurde. Nils hab das ganze Schälchen leergegessen. Da habe ich mich schon gefreut, dass ihm meine „Rezeptur“ geschmeckt hat. Unser Tag war ansonsten wieder sehr schön, es gab kaum Gequengel. Nils wird am Boden auch immer wendiger, auch wenn er noch nicht krabbelt. Er kreiselt hin und her und schiebt sich mit den Armen, so dass er doch irgendwie vom Fleck kommt. Heute Abend war aber das Stillen wieder etwas schwierig, Nils hat wieder mehrmals gewürgt, nachdem er die Brustwarze im Mund hatte und trinken wollte. Es hat erst nach mehreren Anläufen geklappt.

 

Donnerstag, 22.05.2008

 

Langsam wird es schwierig, Nils zu wickeln oder anzuziehen, weil er sich so gern hin und herdreht. Kaum habe ich ihn auf den Rücken gelegt, damit ich die Windel schließen kann, schon kullert mein kleiner Nils wieder weg, um sich die Welt aus der Bauchlage zu betrachten. Manchmal hilft Ablenkung mit einem Spielzeug, doch meistens muss ich Nils immer wieder zurückdrehen. Zum Glück nimmt er das Ganze meistens mit Humor, sonst wäre es echt stressig. Nils Speiseplan sieht jetzt immer öfter feste Nahrung vor. Sein Mittagsbrei wird mit Spätzle, Nudeln oder Kartoffelstückchen „getunt“ und Abends gibt’s Brot mit Wurst oder Käse. Obst kaut Nils am liebsten selbst, als Brei mag er es nicht so gern. An Apfelstückchen getraue ich mich aber noch nicht heran, weil ich Angst habe, dass Nils ein Stück in den Hals bekommt und dann keine Luft mehr kriegt (so ist es einer Bekannten mit ihrem Sohn nämlich passiert). Aber heute beim Abendessen habe ich Nils an einem Stück Gurke beißen lassen und das hat er super gut mit seinen sieben Zähnchen zerkleinert. Er hat dann noch mehrmals abgebissen, es hat ihm sichtlich geschmeckt.

 

Samstag, 24.05.2008

 

Der gestrige Tag war wieder sehr schön, Nils war bestens gelaunt. Aber in der Nacht gab es dann Probleme. Nils weinte und ich wusste nicht, wie ich ihn beruhigen sollte. Das Stillen hat ihn nicht beruhigt und ich habe ca. eine Stunde lang alles Mögliche versucht, bis Nils endlich wieder schlief. Der heutige Tag war dann ziemlich anstrengend. Nils ging es irgendwie nicht gut, er hat häufig und lang gequengelt und ich wusste oft nicht weshalb. Vielleicht war er müde, weil wir schon um fünf Uhr von Steven geweckt worden waren? Ich habe tagsüber mehrmals versucht, Nils schlafen zu legen, weil er sich die Äuglein gerieben und gegähnt hat. Nils ist nur ganz schlecht und nach mehreren Anläufen eingeschlafen. Abends hat er dann zuerst gegessen und hinterher alles wieder herausgebrochen. Doch danach schien es ihm etwas besser zu gehen. Aber auch das Schlafen legen hat dann wieder sehr lang gedauert. Nils begann plötzlich mit Weinen und wollte nicht mehr trinken. Ich habe ihn lange herumgetragen und es kam dann plötzlich ein Bäuerchen. Und danach kamen noch ein paar hinterher. Das hat Nils bestimmt die ganze Zeit gequält, aber es war sicher nicht die Ursache seines schlechten Befindens heute. Ich hoffe, dass Nils nicht wieder krank wird.

 

Sonntag, 25.05.2008

 

Auch heute war es schwierig mit Nils, der Tag verlief ähnlich wie gestern. Nils war quengelig, hat schlecht geschlafen und weniger gegessen als sonst. Auch das Erbrechen nach dem Abendessen kam wieder. Nur mit dem Unterschied, dass ich diesmal geistesgegenwärtig gleich einen Teller darunter gehalten habe, so dass Nils sich und mich nicht besudelt hat. Ich weiß nicht, ob ich mir deswegen Sorgen machen sollte. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Nils Magen etwas empfindlicher reagiert als ich es allgemein kenne. Wenn es morgen wieder so geht, werde ich wahrscheinlich mal zum Arzt gehen mit Nils.

 

Montag, 26.05.2008

 

Tagsüber war es heute mit Nils etwas besser. Aber als ich ihn ins Bett gebracht habe, ging das Elend wieder los. Nils hat erst gestillt, wollte dann aber nicht mehr trinken und hat geweint. Immer wieder fing er an, wenn ich ihn hinlegen wollte. Sobald ich Nils herumgetragen habe und wir das Zimmer verließen, hat er sich beruhigt. Aber wenn wie wieder im Zimmer waren und auf das Bett gegangen sind, ging das Gebrüll wieder los. Es kamen dann auch noch ein paar kleinere Bäuerchen, die vielleicht die Ursache des Geschreis waren. Letzten Endes ist unser kleiner Schatz dann auf meinem Arm eingeschlafen und ich habe ihn ins Bett gelegt. Hoffentlich wird diese Nacht besser, die letzte war wieder eine mittlere Katastrophe. Zum Abendessen hat Nils auch wieder gebrochen, aber nur ein wenig.

 

Dienstag, 27.05.2008

 

Heute war ich mit Nils beim Arzt, weil er am Rumpf einen blassrosafarbenen Hautausschlag bekommen hat. Meine Kinderärztin hat Nils dann untersucht und gesagt, dass Nils wohl das Dreitagefieber hatte. Beim typischen Verlauf bekommen die Babys hohes Fieber, beim atypischen Verlauf sind die Kinder nur unpässlich und das Fieber bleibt aus oder unbemerkt. Wenn das Fieber weg ist, kommt es zu einem Hautausschlag. Diese Diagnose passt genau auf Nils. Die letzten drei Tage waren ja wirklich eine mittlere Katastrophe, Nils war so schlecht drauf und nun geht es wieder aufwärts. Damit hatte unser kleiner Schatz nun seine erste Kinderkrankheit.

 

Donnerstag, 29.05.2008

 

Tagsüber geht es mit Nils wieder recht gut. Man merkt, dass er wieder gesund wird. Nur den Husten bekommt Nils nicht so richtig los, vor allem nachts im Bett hustet er immer mal wieder. Da Nils heute nur ein mal geschlafen hat, war er abends richtig müde und ist schnell eingeschlafen. Leider ist er dann gegen 22 Uhr wach geworden und konnte nicht gut wieder einschlafen. Immer wieder musste bei Nils ein Bäuerchen raus. Und außerdem ist gerade so ein heißes Wetter draußen, dass Nils in seinem Schlafsack wahrscheinlich schwitzt. Aber ohne Schlafsack finde ich es wieder zu kühl für Nils. Jedenfalls habe ich Nils wieder ca. eine Stunde lang herumtragen müsse, bis er endlich wider eingeschlafen ist. Zwischenzeitlich habe ich auch mal ein paar Minuten mit Nils auf dem Schoß am PC gesessen und gearbeitet, weil ich Nils einfach nicht hinlegen konnte ohne Geschrei. Jedenfalls ist Nils ganz ruhig bei mir sitzen geblieben und hat ganz andächtig den Bildschirm angestaunt.

 

Freitag, 30.05.2008

 

Weil das Wetter so toll ist, haben wir im Garten das Planschbecken für Steven aufgestellt. Ich habe dann Nils auch einmal mit den Füßen in das Wasser gehalten und das hat ihm gut gefallen. Er hat gestrampelt und gelacht, das war total niedlich. Ich habe Nils dann mit dem Oberkörper auf den Gummirand des Beckens gelegt, die Beine lagen auf der Wiese und die Händchen kamen gerade so ins ganz flache Wasser rein. Nils hat voller Begeisterung im Wasser herumgepatscht, hat vorbei schwimmende Spielzeuge gegriffen und wieder ins Wasser geworfen, kurzum: er hatte eine Menge zu tun. Leider konnte ich ihn nicht zu lang dort „arbeiten“ lassen, weil er sich auch den Pulli nass gespritzt hatte und ich Nils umziehen musste. Außerdem wollte ich Nils nicht zu lang in der Sonne liegen lassen, auch wenn ich ihn mit Sonnenlotion eingecremt hatte. Nils hat dann noch eine Weile auf der Decke gespielt und ist dann ganz entspannt in der Babyschale eingeschlafen. Es war wieder mal richtig schön mit Nils heute.

 

Montag, 02.06.2008

 

Zur Zeit läuft bei uns alles wunderbar entspannt ab. Nils geht’s gut, er hat ein sonniges Gemüt. Und das Wetter ist zwar heiß, aber wir verbringen die Nachmittage im Garten und auch das klappt mit Nils jetzt recht gut. Zuerst spiele ich mit ihm ein wenig auf der Decke, dann darf Nils auch mal die Füße oder Hände in Stevens Planschbecken stecken. Und dann hat Nils seinen größten Spaß: er strampelt und patscht, was das Zeug hält. Hinterher kann ich ihn dann gleich umziehen, weil er so nass ist. Und meistens beobachtet Nils dann Steven im Sandkasten und schläft dabei irgendwann ein und hält sein Nachmittagsschläfchen. Also momentan läuft es wirklich toll bei uns.

 

Mittwoch, 04.06.2008

 

Tagsüber ist noch alles super bei uns. Nils ist fit, gut gelaunt und sehr aufgeweckt, schläft nur wenig. Gestern hat er am Tag gar nicht geschlafen, heute nur am Nachmittag. Aber abends das Zubettbringen ist wieder mal problematisch. Nils kann und will lange nicht einschlafen. Immer wieder kommen Bäuerchen hoch. Das Ganze zieht sich dann ca. ½ Stunde hin, bis alles raus ist und Nils einschläft. Ich nehme ihn dann manchmal mit zum PC, er sitzt auf meinem Schoß während ich arbeite und schaut zu. Und zwischendurch stößt es Nils dann auf. Nachts stillt Nils mittlerweile gar nicht mehr so oft, dafür trinkt er ab und an auch einen kräftigen Schluck aus seiner Teeflasche. Und heute wollte Nils am Tag auch nicht viel Stillen, er war immer zu aufgedreht und ist herumgekullert. Dafür hatte ich dann mit dem Milchstau in der Brust zu kämpfen. Nils hat heute auch ein paar Mal probiert, mit dem Po hochzukommen wenn er auf dem Bauch lag, als wollte er versuchen zu krabbeln. Leider ist es nur beim Versuch geblieben. Heute hat Nils auch „gepfiffen“, das klang total lustig. Irgendwie hat er sein Mündchen gespitzt und die Luft reingesaugt, das gab solch ein pfeifendes Geräusch. Und weil es Nils wohl auch gefallen hat, hat er es immer wieder gemacht. Heute in einem Monat wird Nils übrigens schon ein Jahr alt. WOW! Wie die Zeit vergeht!

 

Donnerstag, 05.06.2008

 

Heute habe ich für Nils Taufe am 5.7. ein super schönes weißes Outfit gekauft mit passenden Schühchen. Ich habe mich richtig darüber gefreut. Nun hat mir mein Mann eröffnet, er möchte Nils zur Taufe lieber in zünftigen bayerischen Lederhosen sehen. Das finde ich nun gar nicht toll, mal schauen wie wir uns da noch einigen werden. Nils hat sich heute zeitweise auch super gut allein beschäftigt, während ich mit dem Haushalt beschäftigt war. Mittlerweile isst Nils schon recht gut feste Nahrung mit. Er kostet oft auch von unserem Essen, wenn es nicht zu gewürzt ist. Brei gibt’s nur noch Mittags und dann oft mit Kartoffel- oder Nudelstückchen oder ähnlichem. Vorhin hat Nils das erste Mal „zielgerichtet mit mir gesprochen“. Er ist aufgewacht und hat im Bett geweint, ich bin hingegangen. Als ich Nils aus dem Bettchen herausnahm, sagte er plötzlich ganz deutlich „mamam“, unser „Wort“ für Essen oder Trinken. Ich habe Nils gleich zum Stillen hergenommen und er hat ganz brav und zügig getrunken. Die Konversation hat also bestens funktioniert, ich wusste gleich was Nils wollte. Als Nils satt war, hat er einfach „abgedockt“, sich auf die andere Seite gedreht und ist eingeschlafen. Früher blieb Nils nach dem Stillen einfach liegen, wo er war. Seit ein paar Tagen dreht er sich plötzlich weg auf die andere Seite, als bräuchte er nun zum Weiterschlafen seinen eigenen Platz und keine Mama mehr. Wenn man so was nicht „Abnabelung“ nennen soll... mein kleiner Schatz wird langsam erwachsen ;-)

 

Samstag, 07.06.2008

 

Die Frage des Tauf-Outfits für Nils hat sich geklärt, es bleibt bei meinem weißen Anzug. Ich hatte es Nils einmal angezogen und es sah einfach schön aus. Ich glaube, das hat sogar der Papa eingesehen ;-) Der heutige Tag war wieder super unkompliziert mit Nils. Er war gut gelaunt und hat sich so oft und lang selbst beschäftigt, dass ich ein etwas schlechtes Gewissen hatte, weil ich mich so wenig um ihn gekümmert habe. Wenn Nils am Boden liegt, rollt und kreiselt er herum, schiebt sich rückwärts durch die Gegend bis er mit den Füßen irgendwo dagegen stößt und nicht weiter kommt. Im Schlafzimmer findet Nils viele Legosteine, mit denen er sich immer wieder gern beschäftigt. Und im Wohnzimmer und den Kinderzimmern gibt es viel Spielzeug, was Nils ansehen kann. Manchmal ist es ihm zwar auch langweilig, weil er vieles schon kennt, aber meistens ist Nils so zufrieden. Heute zum Mittagessen gab es für uns „Großen“ Pommes Frites. Da hatte Nils das erste mal Kontakt mit Fastfood: ich habe ihm aufgrund seiner penetrant gierigen Blicke und Geräusche zwei Pommes in die Hand gegeben. Und Nils hat sie tatsächlich gegessen.

 

Sonntag, 08.06.2008

 

Den ganzen Tag über war unser Nils wieder ein totaler Sonnenschein. Aber abends das Zubettbringen war heute gar nicht gut. Es ist schon die letzten Tage über nicht so besonders toll, wenn Nils ins Bett soll. Dabei hat es doch früher immer so gut geklappt: ich habe Nils gestillt, er schlief ein und das war`s. Nun stille ich Nils, er trinkt irgendwann nicht weiter, es kommen Bäuerchen, er mag nicht trinken, nicht liegen, nicht schlafen. Heute war es ganz extrem, Nils hat irgendwann angefangen zu weinen, ja zu brüllen. Wie eine kleine Furie. Ich wusste nicht, was ich am besten machen sollte. Nils wollte nicht stillen, nicht auf den Arm, nicht Fläschchen trinken, nicht liegen. Das Einzige, was er gewollt hätte, wäre mit mir eine Runde durchs Haus zu laufen, da blitzen seine Äuglein vor Freude auf. Nur nicht ins Bett! Ich wollte das aber nicht, weil ich mir nicht sicher war, ob es eine Art „Machtkampf“ ist. Denn wenn Nils weinte, klang das manchmal nicht wie richtiges Weinen sondern eher trotzig, mit Pausen wo er horchte, was passiert. Und wenn ich nachgebe, habe ich wahrscheinlich jeden Abend dieses Theater, dachte ich mir. Aber andererseits könnte es ja auch sein, dass Nils gerade zahnt und sich deswegen so schwer tut. Denn er hat sich manchmal in den Mund gefasst und heute auch tagsüber einmal ziemlich gesabbert. Weil ich mir unsicher war, bin ich aber trotzdem immer bei Nils geblieben und habe ihn immer wieder auf den Arm genommen und versucht zu trösten,. Und irgendwann ist er dann doch eingeschlafen. Erziehung hin, Erziehung her, wenn mein Baby weint kann ich es nicht schreien lassen.

 

Dienstag, 10.06.2008

 

Gestern und heute hat es bei Nils mit dem Schlafen legen abends besser geklappt. Nachts stillt Nils gar nicht mehr so viel und auch am Tage wird es immer weniger. Ich werde mich wohl langsam an den Gedanken gewöhnen müssen, dass ich bald abstille. Nils hat neben der Banane eine neue Lieblingsfrucht entdeckt, die Aprikose. Wenn ich davon eine in die Hand nehme, blitzt es schon in Nils Augen auf. Ich mache die Schale ab und dann, ruckzuck, sind die Stückchen weggeputzt. Gurke findet Nils auch toll, da beisst er von den Scheiben richtige Stückchen ab.

 

Donnerstag, 12.06.2008

 

Nils hat heute wieder viel erzählt und auch neue Töne ausprobiert. Er war fröhlich und ausgeglichen, in den letzten Tagen läuft es bei uns wirklich gut. Wenn Nils manchmal beim essen etwas in den Mund bekommt, was er schlecht zerkleinern kann, behält er es einfach drin und lutscht darauf herum. Zum Glück macht er das auch bei Dingen, die er eigentlich gar nicht in den Mund bekommen dürfte, wie zum Bsp. ein Blatt vom Blumenstock oder ein Stückchen Folie oder Papier. (So etwas findet sich leider ab und an bei uns auf dem Boden, weil ja auch Steven gern einmal was runter wirft und ich nicht immer alles bemerke). Jedenfalls so lang es Nils nicht herunter schluckt sondern nur im Mund behält, ist es ja nicht so tragisch. Wenn ich dann versuche, es Nils aus dem Mund herauszunehmen, grinst mich der kleine Kerl schelmisch an und macht sein Spielchen mit mir: er beißt zu, wenn der Finger kommt. Oha! Der kann vielleicht fest zubeißen! Das ist wirklich schmerzhaft. Und Nils lacht dann. Glücklicherweise lässt Nils seit einiger Zeit dafür das Beißen beim Stillen sein.

 

Samstag, 14.06.2008

 

Heute beim Nachmittagsspaziergang wollte sich Nils immer im Kinderwagen herumdrehen und irgendwie „aussteigen“. Es hat aber nicht funktioniert, weil ja die seitliche Abgrenzung im Wege war und Nils hat es immer wieder probiert. Aber letzten Endes nahm Nils es sportlich und mit Humor und ich habe ihn dafür ab und an mal auf dem Arm getragen, so das er auch eine Menge sehen konnte. Nils hat dann die Blätter vom Baum auf dem Spielplatz berührt und angestaunt und die Rinde gekratzt, das fand er ganz toll. Nachmittags hat Nils dann auch einmal Nektarine gekostet, das saftige Fruchtfleisch hat ihm geschmeckt. Er hat fast die ganze geschälte Nektarine verputzt. Zum Abendessen hat dann Nils fast nichts gegessen. Er hat immer wieder das Brot, was er im Mund hatte, mit der Zunge herausgeschoben und sich gefreut, wie es herunter fiel. Ich habe das Füttern dann aufgegeben. Beim Gutenachtstillen hätte Nils dann gern mehr getrunken, aber so viel Milch kommt bei mir auch nicht mehr. Nun bin ich gespannt, wie es heute Nacht wird, ob Nils mehr Hunger oder Durst hat.

 

Sonntag, 15.06.2008

 

Heute Nacht war eigentlich ganz normal, Nils hat nicht mehr gestillt als sonst auch. Zur Zeit ist es manchmal sehr lustig mit Nils. Er versucht, uns nachzuahmen. Am besten klappt das Kopfschütteln. Wenn man das macht, schaut Nils genau hin und macht es nach, das sieht so süß aus! Oder wenn Steven auf dem Rücken liegt und mit den Beinen strampelt (weil er das vorher von Nils gesehen hat), dann spornt das Nils enorm an. Und so liegen dann beide Brüder wild strampelnd auf dem Bett. Nils merkt man seine Anstrengung richtig an, dass er genau so wild strampeln will wie sein Bruder. Und das Winken haben wir heute auch einmal geübt, zwei Mal hat es Nils ganz zaghaft nachgemacht.

 

 

Montag, 16.06.2008

 

Nils wird bestimmt krank. Er hatte heute Abend ein wenig Schnupfen und ist auch schlecht eingeschlafen. Dann ist er bestimmt alle zehn Minuten weinend wieder aufgewacht und ließ sich nur schwierig beruhigen. Seit einiger Zeit schläft Nils wieder etwas fester und ich hoffe, dass diese Nacht ruhig bleibt.

 

Dienstag, 17.06.2008

 

Natürlich war letzte Nacht keine ruhig Nacht. Nils wachte häufig auf, weinte, wollte nicht trinken und kam nicht zur Ruhe. Am morgen hatte er dann mehr Schnupfen, ich musste das kleine Näschen ständig abwischen. Allgemein fühlt sich Nils wohl nicht richtig gut, hoffentlich wird es bald wieder besser. Nils hat gestern und heute ein wenig versucht, sich nach oben zu drücken, wenn er auf dem Bauch lag. Manchmal seitlich, so dass er fast zum Sitzen gekommen wäre und manchmal hat er versucht, in den Kniestand wie beim Krabbeln zu kommen. Ich habe jedes Mal vor Spannung den Atem angehalten, weil ich dachte, vielleicht schafft Nils es ja doch. Aber es fehlt noch ein bisschen Kraft in den kleinen Ärmchen und Beinchen.

 

Donnerstag, 19.06.2008

 

Gestern Abend ging es Nils überhaupt nicht gut. Er hat viel geweint und klang heiser. Bestimmt hatte er wieder Halsweh. Weil er sich kaum beruhigen ließ, habe ich ihn in seinem Tee Dolorminsaft für Kinder gemischt. Den hatte er bei der letzten Erkältung auch schon und da hatte er gut geholfen. Und auch dieses Mal ist Nils nach ca. ½ Stunde endlich eingeschlafen und hat auch in der Nacht nicht mehr so schlimm geweint. Tagsüber hatte er heute noch Schnupfen aber war nur gegen Abend etwas quengeliger. Ich habe Nils vorsorglich noch einmal Dolormin gegeben, falls das Halsweh wiederkommt. Nils rollt sich jetzt beim Einschlafen öfter mal in Bauchlage, früher hat er immer nur auf der Seite geschlafen. Und Nils versucht jetzt manchmal, sich auch ein wenig vorwärts zu schieben, wenn er ein Spielzeug haben will.

 

Samstag, 21.06.2008

 

Noch immer wacht Nils regelmäßig ca. ½ Stunde nach dem Schlafengehen wieder auf. Oft lässt er sich dann aber schnell wieder beruhigen und schläft weiter. Die Erkältung ist nicht schlimmer geworden, Nils hat nur noch einen leichten Schnupfen. Vielleicht zahnt er aber auch wieder und der Infekt rührt daher? Nils sabbert nämlich ziemlich oft. Aber bisher habe ich keine neuen Zähnchen in seinem Mund entdeckt.

 

Montag, 23.06.2008

 

Es scheint, dass nun doch endlich Zähnchen Nummer 8 kommt. Unten, wo der vierte Zahn noch fehlt, ist eine kleine weißliche Stelle am Zahnfleisch zu sehen, aber durchgebrochen ist noch nichts.

 

Dienstag, 24.06.2008

 

Mit dem Zähnchen bin ich mir einfach nicht sicher. Ist es einer oder täusche ich mich? Bleibt nur abzuwarten. Nils ist jetzt gerade mal wieder in Bestform, fröhlich und zufrieden. Wir waren heute auf dem Spielplatz und Steven war im Sandkasten. Weil Nils den Sand so anhimmelte, habe ich ihn dann auch einmal hineingesetzt. Oder besser gesagt, hineingehalten, weil er ja noch nicht sitzen kann. Nils hat es so genossen! Er hat den Sand mit den Händchen gepackt, hinein gepatscht, mit den nackten Füßchen darin herumgewühlt und gestrampelt. Es war für Nils ein richtig schönes Erlebnis, hinterher ist er zufrieden im Kinderwagen eingeschlafen. Jetzt, da wir solches schönes, heißes Wetter haben, kann man solche Vergnügen wenigstens bedenkenlos machen, ohne sich zu sorgen, dass Nils sich dabei erkältet.

 

Mittwoch, 25.06.2008

 

Heute hat sich Nils das erste Mal auf dem Boden vorwärts geschoben, mit Ärmchen und Beinchen. Wenn er etwas erblickt hat, was ihn wirklich interessierte, schob er sich zielstrebig voran. Leider kam das nicht allzu oft vor und ich glaube, unser Nils ist in dieser Hinsicht etwas faul. Aber immerhin ist ein Anfang gemacht!

 

Donnerstag, 27.06.2008

 

Nils schiebt sich nun immer öfter auf dem Boden lang. Auf dem Teppichboden nimmt er auch ein Bein mit zu Hilfe, auf dem Laminat benutzt Nils eher die Hände, um vorwärts zu kommen. Heute waren wir auf dem Volksfest, einem kleinen aber ziemlich lauten Rummelplatz. Während Steven auf den Kinderkarussells gefahren ist, hat Nils wunderbar ruhig in seinem Kinderwagen geschlafen, und das bei diesem Lärm. Kaum zu glauben! Ansonsten ist Nils nämlich eher sensibel bei lauten Geräuschen. Oft erschreckt er sich, wenn zum Beispiel Steven beim Spielen etwas fallen lässt, und weint dann los. Gestern und heute habe ich Nils auch wieder einmal etwas Milch aus einem kleinen Becherchen zum Trinken gegeben. Und diesmal hat er wirklich davon getrunken, es schien ihm sogar geschmeckt zu haben. Nils ist eigentlich auch recht aufgeschlossen neuen Geschmäckern gegenüber. Er möchte alles probieren und wenn er es nicht darf, tut Nils auch seinen Unwillen mit entsprechenden Geräuschen kund. Das zu Bett bringen abends klappt derzeit auch wieder gut, ich stille Nils und er schläft dabei irgendwann einfach ein. Dann lege ich ihn in sein Bettchen und er schläft weiter. Nach ca. einer halben Stunde wacht Nils wieder auf, ich muss zu ihm hin und stille ganz kurz, dann beruhigt sich Nils und schläft wieder ein. Dann ist ca. bis Mitternacht Ruhe, dann stille ich Nils wieder in meinem Bett. Und morgens werden wir meistens gegen 6 Uhr von Steven geweckt oder Nils wachte etwas eher schon auf und ich stille ihn noch mal, in der Hoffnung, dass er wieder einschläft. Wie oft ich in der Zwischenzeit nachts stille, weiß ich gar nicht so recht, weil ich das im Halbschlaf mache und gar nicht richtig mitbekomme.

 

Sonntag, 29.06.2008

 

Heute Nachmittag hat sich Nils das erste Mal richtig auf Hände und Knie gestellt, wie man es zum Krabbeln braucht. Er hat schon öfter auf dem Bauch gelegen und dann mit dem Po und den Beinchen so lustig gestrampelt, als wollte er sich hoch drücken. Aber heute hat er es tatsächlich geschafft. Ganz wackelig zwar, so dass ich kurz mit der Hand von unten dagegen gedrückt habe, dass Nils nicht wieder zusammenklappt. Aber dann stand Nils wirklich auf allen Vieren und hat ganz stolz ausgeschaut und gelächelt. Ich habe natürlich meiner Begeisterung in den höchsten Tönen Ausdruck verliehen, was Nils wohl zusätzlich noch angespornt hat. Es sah total süß und ungewohnt aus, wie das kleine Bündelchen plötzlich in Krabbelstellung da stand und immer vor und zurückgewackelt ist. Ich weiß nicht, wie lang Nils so da stand aber es waren schon einige Sekunden. Nun bin ich gespannt, wie es morgen bei ihm weiter geht! Bald ist unser kleiner Schatz ein Jahr alt und schon fast kein Baby mehr, sondern ein richtiges Kleinkind!

 

Montag, 30.06.2008

 

Unser Nils legt manchmal ein „perfektes“ Timing an den Tag. Heute Abend wurde in meiner Firma der Abschied unseres Chefs gefeiert und auch ich wollte mit dabei sein, wenigstens für zwei Stunden. Auf Steven passte eine Nachbarin auf, Nils musste ich aber mitnehmen. Da es schon Nils Schlafenszeit war, war ich zuversichtlich, dass er auch in seiner Babyschale schlafen würde. Und tatsächlich, Nils schlief im Auto ein und schlief auch im Gasthaus weiter. Aber gerade, als es spannend wurde und es an die Verabschiedung des Chefs ging, wachte Nils natürlich auf. Und beschloss, ausgerechnet heute mit dem Fremdeln anzufangen, so dass sämtliche Leute, die Nils einmal nett ansprachen, mit Geschrei vergrault wurden. Ansonsten war aber Nils wieder ganz lieb und schauten uns das ganze Spektakel eben mit gebührendem Abstand von meinen Kollegen an.

 

 

Weitere Geburtsberichte und Babytagebücher

  • Geburtsbericht und Babytagebuch von Nils-David

    Am Dienstag, dem 3. Juli 2007 bekam ich abends leichte Bauchschmerzen. Schon öfter hatte ich solche Vorwehen gehabt und dachte mir nicht viel dabei. Der Entbindungstermin unseres Sohnes war für den 15. Juli berechnet worden, also hatten wir noch eine Menge Zeit und ich beachtete die Bauchschmerzen nicht weiter.

Schwerpunkte: Geburtsbericht

 

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